Neue Anforderung: Angabe des Ursprungslands Ihrer Produkte


#41

Ganz so einfach sind die Präferenzregeln nicht und auch nicht pauschal zu beantworten.


#42

Ich glaube es so verstanden zu haben:
wenn du deinen Bürgerwagen im Ausland produzieren lässt und der montiert nach DE kommt und du hier dann nur noch irgendwelche Verzierungen dran machst, dann ist trotzdem der Ort im Ausland der anzugebende, da hier die entscheidenden Fertigungen getätigt wurden.
Lässt du jedoch alle Einzelteile aus dem Ausland nach DE bringen und baust das Auto hier zusammen, dann ist der Fertigungsort DE

Alles, was dazwischen ist, ist einzeln speziell zu betrachten.

Hab ich das soweit richtig erfasst @antigrav?

Bleibt immer noch die Frage was ist wenn der Ort je nach Auftragslage variiert, wenn das Bürgerauto je nach Auslastung in Fuchshausen auch in Polen zusammengeschustert wird, dann ist das für das einzelne Auto klar - das eine wäre Made in Poland, das andere Made in Germany - blöd nur, wenn du jetzt eine einheitliche Angabe machen sollst für jedes dieser Autos :roll_eyes:


#43

Leider nein.

Zoll-Präferenzregeln sind i.d.R. immer individuell für die Warengruppen festgelegt und da spielen häufig für uns sehr unscheinbare Formulierungen eine entscheidende Rolle. Um dann festzustellen, welche Regelungen genau gelten, muss man schon tief im Thema drin stecken.

Dieser Begriffe “wesentliche Bearbeitung” ist oftmals an Bedingungen gebunden (relativer Zollwert, Gewicht, Verarbeitungszustand, etc.) und darüberhinaus an bestehende Handelsabkommen und den darin festgelegten Bewertungsverfahren.

Ich geb Dir mal einen kurzen Artikel, damit Du was zu lachen hast:


#44

Gut zu lachen habe ich da nichts … für mich heißt das nur im Umkehrschluss, das, selbst wenn ich wüsste wie und wo das Produkt entstanden is, ich nicht das geforderte angeben kann ohne hier ein gewisses Know-How in der steuerrechtlichen Bewertung im Einzelfall zu haben :sleepy:


#45

Das ist der Jumping Point. Amazon hat vor kurzem einen Zug in Bewegung gesetzt, der viele neue Anforderungen mit sich bringt. Am 27. August startet die nächste Runde mit der Übertragung unserer Angebote auf andere Marktplätze und gleichzeitig wird das Export-Programm kräftig angeschoben.

Leider, für uns nicht ungewohnt, ist die Umsetzung Amazons noch in Entwicklung, schlecht bis garnicht dokumentiert, dem Seller-Service teilweise unbekannt. Ich bin selbst noch auf der Suche nach vernünftigen Antworten. Ey Amazon, da ist noch Potenzial.


#46

Hallo, wir versenden nicht nach UK. Herkunftsland haben wir jetzt trotzdem angegeben, da die Produkte sonst nicht aktualisiert werden können.
Allerdings ist das Herkunftsland in den Produkten nicht zu sehen oder ist meine Brille nicht mehr aktuell?

Eins verstehe ich nicht (bisher überhaupt keine Berührungspunkte damit gehabt)
Wir verkaufen Bekleidung und unsere Produkte kommen aus Polen und China, allerdings erwerben wir diese von einem Großhändler, die Ware ist somit schon durch den Großhändler beim Import verzollt worden. Und wenn ich es richtig verstehe, geht es hier ja hauptsächlich um Zollgebühren usw.
Somit hat es keinerlei Auswirkung, nachdem wir sowieso nicht nach UK versenden, korrekt?

Vielleicht kann jemand helfen :slight_smile:
@antigrav: Du fällst mir spontan ein :rofl::sunglasses:


#47

Für Dich hat es keine Auswirkungen aber wenn Amazon diese Ware von Dir kauft und in UK anbietet, dann müssen die auf Waren, deren Ursprung nicht in der EU ist, höhere Zölle zahlen.


#48

Aahhh, so ist das. Muss einem ja mal einer sagen, zum Glück bist Du da, kurz und kompetent :clap: