LEXOFFICE Amazon Buchhaltung richtig buchen


#21

Hast Du mich gerade einen faulen Sack genannt?? :rofl:

Ich bin dauerpleite, geizig, streitsüchtig und erkältet. Und ich habe Montag. Haltet Abstand!

Ich brauchte etwas mit mehr als 10 Mandanten, multiuserfähig und bisschen Klimbim und hätte mir am liebsten die Navision-Fibu gegönnt, denn die kenne ich aus dem FF und habe noch ein paar Erweiterungen dafür - aber wer kauft schon eine ganze Kuh wenn er nur etwas Milch im Kaffee braucht?

10 Mandanten wären bei Lexoffice eben 10 x 202,80 im Jahr.

Reich zu heiraten. :grinning:


#22

Das sind genau die Probleme, die ich hier für uns auch noch lösen muss. Wir filtern momentan noch die entsprechenden Bestellungen, tragen die VAT ID nach und erstellen die Rechnungen dann per Hand über Billbee. Wir haben zum Glück aber auch nicht viele ausländische Businesskunden, so dass sich das noch in Grenzen hält. Dauerhaft ist das aber keine optimale Lösung.


#23

10 Mandanten ist aber schon fast ein ganzer Stall voll Kühe und nicht nur etwas Milch :wink:


#24

Willkommen in der Hölle. Ich habe schon über 30 Bugs gemeldet, von denen bisher kein einziger gefixt wurde. Ein Blick ins SevDesk-Forum wird dich schon vertreiben. Mein Buchhaltungsalltag besteht nur noch aus Workarounds.

Wenn du einer Buchhaltungssoftware vertrauen willst, bei der 1 - 1 = 2 ist, dann bitteschön. Nein, das war kein Witz. Du könntest das auch hier nachlesen, wenn SevDesk sich unangenehmen Posts nicht geschickt entledigen würde:
https://sevdesk.zendesk.com/hc/de/articles/115001385765-Rechnungskorrektur-Gutschrift-eines-Lieferantens

Ups, wo ist denn die Seite abgeblieben? Hat die einer gesehen? Ach ja, Ablage P. Wie alles andere Unangenehme auch. Ist ja erst seit ein paar Jahren ein Problem. Vor einem halben Jahr habe ich nochmal nachgefragt und diese Antwort bekommen:

Gerne habe ich mich hier einmal informiert und dieser Bug steht aktuell im Status “ready für das nächste Rollout”, somit sollte dies demnächst gefixt sein.

Mensch. Dieses “Rollout” muss aber auch umfangreich sein, dass das so lange dauert. Dort engagiert man sich halt. Könnten sich einige eine Scheibe von abschneiden.

Jetzt mal im Ernst: Ich bin ein Volltrot-tel und deshalb habe ich meinen Allerwertesten noch nicht von dort wegbewegt. Wenn du aber gerade erst gewechselt hast, dann pack deine 7 Sachen und renn!


#25

Wenn ihr also Rechnungssoftware, Buchhaltungssoftware etc. nutzt, leistet ihr euch dann noch einen Steuerberater?
Außerdem, welche Rechnungssoftware benutzt ihr so? Würde mich mal interessieren…


#26

Ja sischer datt. Die müssen auch leben und sei es um meine Bilanz zu erstellen.

Top Secret. Muss unter uns bleiben. SCHWÖR !!!

Amazon-Umsatzsteuer-Berechnungsservice.


#27

Und deine Erfahrung? Ich hör immer nur schlechtes darüber:

  • keine Rechnungskorrektur - wenn du doch wieder mal eine Nachricht vom Käufer bekommst…

  • keine Prüfung über korrekte UST ID bei IG-Lieferungen

  • Zwingender Lieferschwellenverzicht (Umsatzsteuer muss automatisch im Zielland abgeführt werden) - das ist der Grund warum das bei mir noch nicht zur Anwendung gekommen ist.

Ist das wirklich so? Was sind deine Erfahrungen?


#28

Wenn du eine Umsatzsteuer-ID aus dem Gemeinschaftsgebiet angibst, dann kommt der Umsatzsteuersatz des Bestimmungslandes zum Einsatz. Machst du das nicht, dann bleibt es bei dem des Ursprungslandes. Zumindest dann, wenn du aus Deutschland heraus versendest.

Die Prüfung auf generelle Gültigkeit erfolgt zwar meines Wissens nach, die Adresse wird jedoch nicht abgeglichen. Und für die qualifizierte Bestätigung brauchst du neben dem Namen und der Rechtsform zumindest den Ort. Bisher hat es bei mir aber immer hingehauen. Sollte mal einer eine fremde USt-ID angegeben haben, dann führe ich halt ab. Aber wie gesagt: Bis jetzt hat es immer hingehauen.

Das ist durchaus ein Nachteil. Müsste man dann vermutlich extern lösen und ggf. gegeneinander buchen.


#29

Die Ansicht kann ich nur unterstützen. Habe vor Lexoffice auch mal Sevdesk getestet (nicht produktiv im Einsatz) und habe dann mit den Eindrücken der Software, den hart sarkastischen Kommentaren im Forum (ähnlich “ist jetzt der eine Student den die als Entwickler hatten schon wieder weg oder was?”) und den Erfahrungen von bereits-Nutzern den Testzeitraum schnell abgebrochen und um Löschung meines Accounts gebeten.
Wer auch Eindrücke haben will, der braucht nur die Kommentare unter Sevdesk YT Videos lesen oder die Bewertungen der Smartphone Apps anschauen (z.B. Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.sevenit.sevdesk&hl=de&gl=US). So viele 5 Sterne Bewertungen kann der Betreiber kaum kaufen wie da die 1 Sterne rein kommen.

Würde da auch auf keinen Fall drauf setzen!


#30

Nutze auch relativ neu den USt. Berechnungsservice von Amazon, allerdings mit Amainvoice zusammen. Amazon generiert die Rechnung vor, Amainvoice koppelt drauf an und wenn die Rechnung dann fertig ist lädt Amainvoice die wieder auf Amazon hoch. Bisher läufts alles sauber. Hab über 50% EU Lieferungen, liefere nur aus DE.

Amainvoice kann die VAT IDs prüfen. Die Rechnung wird nicht generiert wenn die VAT ID nicht passt. Es gibt dann die Option die Rechnung zu B2C umzuwandeln oder die VAT ID zu korrigieren (dazu muss man den Kunden anschreiben mit Bitte um Angabe der richtigen VAT ID). Aber so vermeidet man Probleme mit der ZM.
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Ist nicht so. Ich liefere rein aus DE und habe auch nur die DE VAT ID angegeben. Es benötigt also keinen Lieferschwellenverzicht. Die Lieferschwellen überwacht dann Amainvoice auch innerhalb der Software live.
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Da hab ich noch keine Erfahrungen - und da bin ich froh drum :slight_smile:

Die Vorteile vom Amazon USt. Berechnungsservice liegen aber auf der Hand: Amazon Business, mutmaßlich erhöhtes Ranking/BuyBox


#31

Ist jetzt möglich und hatte hauptsächlich eine rechtliche Bewandtnis, die der EUGh aber geklärt hat.

Geht nicht, weil das BZST keine Massenabfragen zulässt und stellenweise schon bei 200 Abfragen für einen Tag blockiert. Muss man eben selber machen.

Nur wenn Du eine USt-Id des Ziellands hinterlegt hat.


#32

Okay! Danke für eure Hinweise, ich habe auch nur Lagerung in DE freigeschalten. In meinem Fall hätte ich die UID aus DE und AT (weil ich in AT wohne und teilweise Produkte mit Eigenversand habe). Würde dann heißen:

Bei Versand durch AMZ aus DE nach AT würde der Lieferschwellenverzicht zum Einsatz kommen, weil ich beide UID Nummer hab. Richtig? Weil in meinem Fall versende jetzt gerade aus DE aber mit 19% nach AT (B2C)


#33

So würde ich das sehr stark vermuten. Durch das Hinterlegen der VAT ID eines Landes geht der USt. Berechnungsservice von einem Lieferschwellenverzicht aus. Das System hat keine großartigen Einstellmöglichkeiten.


#34

Lohnt auch nicht mehr, denn OSS und die “globale EU-weite Lieferschwelle” steht vor der Tür. Und wenn wir OSS verdaut haben, dann ist das nur die erste Stufe des digitalen Mehrwertsteuerpakets.


#35

Kann ich nicht bestätigen, Lexoffice ist für reines FBA nicht geeignet. Jede Buchung muss per Hand umgestellt werden auf „bezahlt“ (Hat mich ca. 4 Std+ im Monat gekostet!) und seine Umsatzsteuer-VA konnte man im Programm selber nicht abgeben da man die Gebührenrechnungen entweder als Leistungen 13b buchen musste mit 19% (Was für mich als 7% Buchseller schon mal nicht ging danke dafür Lexoffice) oder als Normale Betriebsausgabe „Nebenkosten des Geldverkehrs“ z.B, dann stimmt aber der EÜR Wert nicht mehr in der Ausgabenwertung. sevDesk ist was reines Amazon FBA verkaufen angeht nur in Deutschland viel besser.
Hab im Lexoffice Forum schon angefragt zu buxfixes und gesehen das diselben Anfragen seit teilweise 2-3 Jahren unbeantwortet sind. Na dann mal gute Nacht… sevDesk setzt Features zumindest im direkten Vetgleich viel schneller um und hat fähigere Entwickler meiner Meinung nach (Durch das Fernsehen „Werbung“ stehen Sie mittlerweile auch mehr im Fokus der Bevölkerung und haben mehr Leistungsdruck!). Tatsächlich fand ich aber Lexoffice übersichtlicher und besser für die EÜR, da Positionen direkt ersichtlich waren. Wenn Lexoffice Steuerregeln, eigene Kontenerstellung erlaubt und automatische „bezahlt“ Buchungen einspielt, gehe ich gern zurück, vorher nicht. Nach einem halben Jahr FBA Powerselling mit Lexoffice als Kleinunternehmer, rate ich aktuell von der Software ab. Bin jetzt in der Regelbesteuerung und erkenne keine Fehler in der Ust-VA bis jetzt und in den Belegen allgemein in sevDesk


#36

Moin!

Nutze momentan den Amazon USt.-Berechnungsservice mit Billbee (inkl. Rechnungsupload zu Amazon) und Lexoffice zur Buchhaltung, habe bis Ende letzten Jahres die Amazon-Gebührenrechnungen und die Ausgangsrechnungen ungefähr passend den Kontoumsätzen zugeordnet.

Dabei kam Lexoffice mehrmals ein seine Grenzen, konnte immer “nur” 80-90 Belege dem entsprechenden Kontoumsatz zuordnen, speichern, und weiter. Bei größeren Mengen an Belegen auf einmal kam gern mal Error 500 und der betroffene Kontoumsatz war bis zur erneuten Datenbank-Initiierung die der Support auf Anfrage machen musste, geblockt - heißt man konnte erstmal nicht mehr weiter arbeiten 1-2 Tage…

Nun ist diese Lösung auch nicht ganz sauber. Es kommt zwar ganz gut hin am Ende des Jahres aber man ordnet ja nicht wirklich die exakten Belege den entsprechenden Guthabenauszahlungen von Amazon zu. Nun beschäftige ich mich seit Anfang des Jahres mit PayJoe um das Problem in den Griff zu bekommen und auch die manuellen Zuordnungen die viel Zeit in Anspruch nehmen zu umgehen. Da PayJoe aber mit sehr vielen anderen Schnittstellen arbeitet ist meine exakte Konstellation natürlich nicht so umfangreich dokumentiert und ich habs noch nicht hinbekommen. Es werden nur ca. 30% der Zahlungen+Belege korrekt zugeordnet…

Fand Amainvoice immer ziemlich teuer, rechne ich jedoch nun mal bei 1.000 Transaktionen mtl.:

  • Lexoffice Buchhaltung & Berichte 16,90 EUR
  • BillBee 39,00 EUR + API 5,00 EUR für PayJoe
  • PayJoe 50,00 EUR + 20% für sonstige Amazon-Buchungen = 60,00 EUR

Lande ich bei 120,90 EUR netto mtl.

Bei Amainvoice bin ich im Basis-Modul erstmal mit 89,50 EUR dabei, Versand nur aus Deutschland, Lager nur in Deutschland.

DATEV Unternehmen online geht bei 10,50 EUR mtl. los, kommt sicher noch was dazu wie Belege online 3,50 EUR/Monat pro Mandant und/oder Zahlungsdatenservice (RZ-Bankinfo/Archiv-Zahlungsaufträge) 1,30 EUR/Monat pro Bankverbindung

Bevor ich bei Amainvoice mal 14 Tage teste - sind das die einzigen beiden Dienste die Du noch nutzt? Lässt sich mit der Kombination ungefähr das gleiche anstellen? Mir kommt es hauptsächlich auf die Umsatzsteuervoranmeldung und die EÜR an - fahre ohne Steuerberater.

Danke & Gruß


#37

Moin Christian

Ich bin erstaunt. Ich habe die Aussage bekommen bzw. den Eindruck gewonnen, dass Billbee gar nicht mit dem USt. Berechnungsservice von Amazon zusammenarbeiten KANN. Du müsstest dann im Amazon SC unter Einstellungen zur USt. Berechnung (https://sellercentral.amazon.de/tax/settings/summary) eine grüne Meldung “Aktive Steuerberechnung” haben - siehe Bild:

Kann es sein, dass du damit einfach meinst, dass Billbee für dich die Rechnungen generiert und zu Amazon hochlädt? Das wäre nämlich ohne den Amazon USt.-Berechnungsservice.

Die Gebührenrechnungen haben wir einfach für den jeweiligen Monat gerechnet. Da wir nicht bilanzieren müssen ist das relativ easy machbar. Einfach Rechnung rein in Lexoffice und auf bezahlt setzen.

Mein Belegaufkommen bewegt sich im mittleren 3-stelligen Bereich pro Monat. Ich hatte nie Probleme zwischen Billbee und Lexoffice. Sind es bei dir 100+ am Tag bzw. pro Export-Lauf? EDIT: sehe gerade weiter unten im Text, dass du ca. 1000 Belege im Monat hast.

Das ist eine Lösung! Payjoe bekommt die Transaktionsberichte bei jeder Auszahlung (meine Empfehlung: mach immer direkt Anfang Monat eine manuelle Auszahlung, dann hast du den letzten Monat schnell abgeschlossen und musst nicht noch bis zu 13 Tage warten bis Payjoe die Werte bekommt).

Ich würde da mal beim Payjoe Support anrufen. Das Problem kenne ich nicht.

Es ist definitiv nicht die günstigste Lösung. Es gab für mich aber trotzdem gewichtige Gründe die ich unten nochmal aufschreibe.
Aber du bezahlst aktuell ja 120,90 netto im Monat für die Konstellation PayJoe+Billbee+Lexoffice.
Die Konstellation Amainvoice + Datev Unternehmen Online ist da doch nicht teurer.
Ich nutze keine weitere Software um die Buchhaltung abzudecken.

Vorteile Lexoffice+PayJoe+Billbee

  • Lexoffice: Moderne und intuitive Oberfläche
  • Lexoffice: gute Dokumenterkennung (OCR)
  • Lexoffice: für den Selbstbucher eine einfache aber trotzdem meistens ausreichende Lösung
  • Lexoffice: vollwertige Smartphone App
  • Billbee: Top Lexoffice Integration
  • Billbee: Top Exportfunktion für externe Cloud Drives oder andere Sicherungsziele
  • Billbee: Automatisierung gut selber machbar, relativ transparent, wenig Probleme
  • PayJoe: Top Lexoffice Integration als Kreditkartenkonto - spielt gut mit der Autozuweisung von Vorgängen (Rechnung aus Billbee zu Vorgang in Amazon) zusammen
  • Alle 3: aus meiner Sicht preislich attraktiv, Billbee für Einsteiger attraktiv - dann jedoch gleich teuer wie Easybill

Nachteile Lexoffice+Billbee+PayJoe

  • Lexoffice: für professionelle Buchhalterinnen nicht flexibel genug
  • Lexoffice: wenig Optionen für die Konten, keine individuelle Erweiterung der Konten, wenige starre Optionen bei Abschreibungen
  • Billbee: (mein Stand) keine Nutzung Amazon VCS (USt.Berechnungssservice)
  • Billbee: keine Möglichkeit die VAT ID der Kunden als Variable zu nutzen -> damit unmöglich 13b Rechnungen ins EU Ausland richtig zu automatisieren -> die Rechnungen von Hand schreiben/anpassen! Damit auch keine VAT ID Prüfung - muss manuell geschehen. Keine Verbringungslisten (ZM) - muss manuell geschehen.

Vorteile Amainvoice+Datev UO

  • Amainvoice: Macht das was Billbee+PayJoe macht: Rechnungen, Storno-Rechnungen und alle Amazon Vorgänge (z.B. auch durch Amazon beschädigter Lagerbestand). Es gibt saubere Listen aller Vorgänge aus, du kannst zu jedem Auszahlungsbeleg alle Dokumente aus Amainvoice herunterladen (z.B. Auch “PDF Abrechnung mit allen Belegen” -> dann hast du ein PDF mit jeder Rechnung und allem was zu diesem Auszahlungsbeleg gehört.)
  • Amainvoice: Automatische Lieferschwellenüberwachung live (hab zuvor hellotax kostenlos genutzt, was jedoch immer erst im Folgemonat anzeigt wie man steht)
  • Amainvoice: Alle notwendigen Listen für die Meldungen die du brauchst: USt.VA, Umsatzlisten pro Land, Zusammenfassende Meldung, Intrastat
  • Amainvoice: Saubere Reverse Charge (13b) Rechnungen mit Prüfung der VAT ID
  • Amainvoice: (offenbar - werde es erst Anfang Februar aktivieren) eine sauber laufende Schnittstelle zu Datev UO
  • Datev UO: ich sehe keine Vorteile wenn du keinen StB. hast

Nachteile Amainvoice+Datev UO

  • Amainvoice: Einziger Makel -> es sieht halt nicht so schick aus
  • Datev UO: KANN NUR MIT MANDAT BEI EINEM STB GENUTZT WERDEN!
  • Datev UO: Software sieht heillos veraltet aus, mindestens 5 Jahre hinten dran
  • Datev UO: Es muss wenn es dir freigeschaltet wird manuell gebucht werden, das heißt bisher in Lexoffice hast du ein Dokument und gibst dort die Kontierung an - Mit Klick auf “bezahlt”/Zuweisung Bankvorgang wird es verbucht. In Datev UO läuft das klassischer ab. Du kannst Belege hochladen und Lieferanten zuordnen, die Verbuchung findet dann in einem extra Arbeitsschritt statt. Ganz klassische Buchhalterarbeitsweise halt.

Also:
Ich trauere wenn ich das Datev UO sehe dem Lexoffice wirklich hinterher. Lexoffice ist einfacher, schöner, macht mehr Spaß.
Aber - ich wollte zwingend auf Amainvoice wechseln. Die haben halt eine saubere Datev Schnittstelle und ich brauche Automation und nicht noch mehr Buchhaltungsarbeit. Daher musste Lexoffice weichen.
Ich habe aber das Glück, dass meine Frau in einer Steuerkanzlei arbeitet. Die haben das Mandat übernommen, berechnen mir das Datev UO auch, aber ich mach soweit alles selbst und meine Frau schaut dann noch einmal mit ihrem Datev Buchhaltungsprogramm auf meinen Mandanten und macht Feintuning falls was wäre. UStVa und EÜR habe ich natürlich schon an meine Frau outgesourct :wink:

Meine Tätigkeit bei Amazon ist inzwischen einfach auf einem Level wo ich professionell und sauber bleiben muss. Ich habe 50%+ Verkäufe ins EU Ausland, einen nennenswerten Anteil an Business-Kunden im EU Ausland. Daher ist für mich 13b ein Schmerzpunkt den Billbee nicht lösen kann. Auch das mit den Storno-Rechnungen läuft bei Amainvoice reibungslos.
Zum 01.07. wird das OSS uns alle ganz schön fordern - das heißt “raus aus der Komfortzone und sich mit den notwendigen Meldungen auseinandersetzen”. Amainvoice hat mir schon bestätigt, dass sie vorbereitet sein werden, intern die Lieferschwellenüberwachung anpassen werden und mir eine saubere Liste für die Meldung bereitstellen. Ich kann mit der Lösung also ganz entspannt auf den Zeitpunkt warten und die Software macht quasi alles bis auf die Meldung. Im Gegensatz zu Billbee bietet Amainvoice einen bemerkenswert guten telefonischen Support - jede Frage wurde beantwortet, auch Tipps zu steuerlichen Dingen wurden nebenbei gegeben.
Ich hatte bis Ende 2020 auch keinen StB und wollte auch keinen. Für mich ist die gewählte Konstellation einfach unterm Strich die bessere.
Wenn ein StB gar nicht in Frage kommt, dann ist Datev UO ausgeschlossen.
Neben einer Datev Schnittstelle bietet Amainvoice auch den Download der Daten per CSV, PDF und XML an. Ich wüsste aber nicht wie du das in Lexoffice importieren könntest.
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Teste Amainvoice einfach mal. Wenn du deine Anmeldungsmail bekommst - das dauert in der Regel einen Tag - dann ruf einfach auf der Rufnummer an und versuche dich nicht selbst durchzuschlagen. Du wirst sicher eine nette Dame ans Telefon bekommen die dir bei der Ersteinrichtung und der Orientierung hilft. Die ziehen dir dann auch gern die Daten der letzten 6 Wochen rein. Es dauert dann 1-2 Tage bis sich alle Listen für deine Daten generiert haben. Dann siehst du was du da bekommen würdest.

Eine andere sinnvolle Kombination (außer Lexoffice+PayJoe+Billbee und Amainvoice+Datev UO) konnte ich nicht finden. Sevdesk hab ich mir mal angeschaut, aber das schein ein Katastrophenladen zu sein. Easybill kann zwar im Gegensatz zu Billbee den USt. Berechnungsservice nutzen und macht wohl saubere 13b Rechnungen, kann jedoch nicht mit Lexoffice -> und ich fang leider nicht mehr an alle Belege händisch rein zu ziehen und vorzukontieren. Ich brauch was das mir Arbeit abnimmt und nicht was das Arbeit generiert.

Hoffe ich konnte etwas besseren Einblick in meine Situation und Gründe für meine Entscheidung geben.
Viel Erfolg und gute Verkäufe dir!


#38

Interessanter Fred hier, obwohl ich Lex* nicht benutze.
Klasse wäre eine Matrix, in der man die verschiedenen Tools in Zusammenhang mit Amazon darstellen könnte.
Da ich selbst auch noch auf der Suche nach einer Lösung für mich bin, weise ich mal ganz dezent auf diesen WaWi- rudimentäre Buchhaltungs-Fred hin - vielleicht hat ja doch noch jemand eine Idee dazu.


#39

Erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort, hilft mir (und sehr sicher auch anderen Sellern) sehr!

Kann es sein, dass du damit einfach meinst, dass Billbee für dich die Rechnungen generiert und zu Amazon hochlädt? Das wäre nämlich ohne den Amazon USt.-Berechnungsservice.

Tatsächlich ist der USt. Berechnungsservice deaktiviert. Billbee erstellt die Rechnungen und lädt sie bei Amazon hoch.

Mein Belegaufkommen bewegt sich im mittleren 3-stelligen Bereich pro Monat. Ich hatte nie Probleme zwischen Billbee und Lexoffice. Sind es bei dir 100+ am Tag bzw. pro Export-Lauf? EDIT: sehe gerade weiter unten im Text, dass du ca. 1000 Belege im Monat hast.

Es ist eigentlich auch kein Problem zwischen Billbee und Lexoffice. Das Problem bei mir ist, dass ich in Lexoffice von Januar bis Juni alle importierten Belege (Ausgangsrechnungen) händisch auf “Privat bezahlt” gesetzt hab. Dies wird von Lexoffice empfohlen wenn man die Funktion “Bankvorgänge” nicht nutzt. Da ich die Einnahmen buchhalterisch am Beleg (Ausgangsrechnung) erzeugt hab und nicht an den Amazon-Zahlungseingängen, hab ich es halt so gemacht und die Amazon-Geldeingänge als durchlaufende Posten deklariert.

Dann fiel mir auf, dass die von Lexoffice erstellte EÜR dadurch nicht stimmt. Support sagte ich müsse alle Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen etc. den Kontoumsätzen zuordnen damit die EÜR stimmt.
Cool - bei ein paar tausend Belegen die Zahlung wieder löschen und dann peu à peu die Ausgangs- und Eingangsrechnungen den Amazon-Kontoumsätzen zugeordnet. Da es dadurch teilweise viele Belege (200-300) pro Kontoumsatz wurden, konnte Lexoffice das teils halt nicht verarbeiten, da wurde wohl das Timeout für die Scriptbearbeitung zu knapp gesetzt.

Ich trauere wenn ich das Datev UO sehe dem Lexoffice wirklich hinterher. Lexoffice ist einfacher, schöner, macht mehr Spaß.

Die Aufmachung ist mir nicht ganz so wichtig. Klar - wenns Spaß macht um so besser, wichtiger ist mir jedoch eine nachvollziehbare Buchhaltung und ein gutes Gefühl wenn die erste Steuerprüfung kommt. Denn die kommt…

Teste Amainvoice einfach mal. Wenn du deine Anmeldungsmail bekommst - das dauert in der Regel einen Tag - dann ruf einfach auf der Rufnummer an und versuche dich nicht selbst durchzuschlagen. Du wirst sicher eine nette Dame ans Telefon bekommen die dir bei der Ersteinrichtung und der Orientierung hilft. Die ziehen dir dann auch gern die Daten der letzten 6 Wochen rein. Es dauert dann 1-2 Tage bis sich alle Listen für deine Daten generiert haben. Dann siehst du was du da bekommen würdest.

Werd ich machen! Gleichzeitig werd ich mich nach einem guten Steuerberater mit Amazon/FBA Expertise umschauen müssen, vor Ort werd ich das jedoch nicht finden.

Eine andere sinnvolle Kombination (außer Lexoffice+PayJoe+Billbee und Amainvoice+Datev UO) konnte ich nicht finden. Sevdesk hab ich mir mal angeschaut, aber das schein ein Katastrophenladen zu sein.

Habe vor Lexoffice und Billbee auch viele viele andere Tools ausprobiert, auch Sevdesk ist bei mir durchgefallen.

Hoffe ich konnte etwas besseren Einblick in meine Situation und Gründe für meine Entscheidung geben.
Viel Erfolg und gute Verkäufe dir!

Hast du auf jeden Fall, danke noch mal und ebenfalls weiterhin viel Erfolg!


#40

Oje, da berichtest du ja von mir unbekannten Problemen.

Die “richtige” Art die Ausgangsrechnungen manuell in Lexoffice zu buchen ist, dass die Rechnung zum passenden Zeitpunkt als “bezahlt” gesetzt wird. Den Zeitpunkt sieht man im Transaktionsbericht mit benutzerdefiniertem Zeitraum (z.B. 01.12.2020 - 31.12.2020).
PayJoe generiert ja ein “virtuelles” Bankkonto das dein Guthaben bei Amazon darstellt. Damit hast du die Möglichkeit (automatisiert über Autozuweisung) deinen Rechnungen an die Kunden jeweils einen Bankvorgang gegenüberzustellen.
Laut Info von meiner Frau (Steuerfachwirtin) sollte beides voll in der EÜR berücksichtig werden.

In meinem Fall haben wir alle Daten mit Ende Jahr an Datev übertragen und dort die EÜR gemacht. Damit ist mir das Problem mit dem möglicherweise doch nicht in der EÜR ausgewiesenen Einnahmen von dem du berichtest gar nicht aufgetaucht.

Wenn du einen StB mit Erfahrung findest kannst du das Datev Unternehmen Online auf zwei Arten bekommen

  • Nur als Dokumentenablage für den Sachbearbeiter
  • Mit Vorerfassung

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Die Vorerfassung kostet von der Lizenz nicht mehr Geld, wird aber wohl gerne nicht freigeschaltet. Mit dem kannst du - wenn du gezeigt bekommst wie es geht oder alternativ mal eine kaufmännische Schule besuchen durftest - deine Vorgänge selber buchen. Das bedeutet, dass die Sachbearbeiterin dann nur noch drüber schaut und nicht für dich buchen muss. Das spart dir dann mutmaßlich Aufwand beim StB. Vielleicht gehen sie das ja ein.

Viel Erfolg auch dir!

PS: hatte gestern in Lexoffice das erst Mal den Fehler 500. :open_mouth: Den hatte ich vor deinem Post noch nie gesehen. Vielleicht haben die aber auch gerade etwas Probleme…