LEXOFFICE Amazon Buchhaltung richtig buchen


#1

Hallo zusammen,

ich habe mich auf Google und hier im Forum bereits durchgelesen, komme aber auf keine Lösung…:

Ich nutze Billbee zur Rechnungserstellung und Lexoffice für die Buchhaltung. Es ist mir ein Rätsel wie manche hier korrekt buchen ohne am Ende einen großen Murks draus zu machen. Vielleicht kann mich hier bitte jemand erhellen. Die saldierten Rechnungen von Amazon und die von Billbee erstellten Rechnungen müsste man meines Wissens nach über ein Debitorenkonto gegenbuchen. Da man auf Lexoffice aber keine Konten erstellen kann, frage ich mich, wie ihr das macht?!

Wäre über jede Hilfe dankbar.


#2

Ich bin zum Jahreswechsel auf sevDesk geswitched, von Lexoffice. Vertrau mir du sparst einige Probleme dadurch. Allein schon weil man Konten selber erstellen kann, Amazon Rechnungen direkt als bezahlt eingespielt werden über die Billbee API und die Reverse Charge Gebühren bei jeder Ausgabenbuchung als Regel hinterlegt werden können.


#3

Hallo,
meiner Meinung nach besteht Lexoffice aus drei Tools, einmal die Auftragsverwaltung mit Finanzübersicht, Lexware Buchhaltung und Lexware Lohn & Gehalt. Du wirst bestimmt nur die
Auftragsverwaltung haben. Dort kann man nicht buchen. Das geht in Lexware.
Allerdings ist das schon ein Programm was auch Steuerberater benutzen. Dafür musst Du fundierte Buchhaltungskenntnisse haben um Rechnungen, Kontoauszüge, Kasse, Abschreibungen etc. zu buchen. Rechnungen müssen auch nicht unbedingt gebucht werden, wenn Du EÜR machst, bucht man nur die Kontobewegungen.
Es kommt also drauf an, wie gross Dein Betrieb ist, sprich was Du für eine Versteuerung hast.
Das mal so grob erklärt. Alles andere würde hier den Rahmen sprengen.
Ich hoffe, es hat etwas Denkanstoss gegeben.


#4

Das ist so nicht richtig.
Lexware ist die “große” Software. Lexoffice ist die Cloudlösung die angesprochen wurde und mit der kann man ohne Probleme Buchhaltung machen. Habe ich bis vor wenigen Tagen noch genutzt (siehe Screenshot).

@NIMBOO_official
Lexoffice mit Billbee ist schon mal nicht schlecht. Du hast also mit der Schnittstelle kurz nach Generierung einer Rechnung diese sauber in Lexoffice drin. Da sammeln sich jetzt dein unverbuchten Einnahmen und dir fehlt es einfach nur mit der Verbuchung.
Dass du dir da keinen Stress machen musst und auch alles sauber läuft nimmst du dir jetzt noch PayJoe dazu. Das kostet 5 Cent pro Beleg. PayJoe koppelt sich an dein Billbee an um alle Rechnungen zu kennen und koppelt sich an dein Amazon an um dort die Vorgänge zu kennen und auch die weiteren Positionen wie Versand durch Amazon, Werbung und Provisionen als Rechnungen abzuholen.
PayJoe erstellt dir in Lexoffice ein “virtuelles” Konto - funktioniert wie ein Bankkonto und lädt dort immer die Vorgänge aus Amazon rein. Du brauchst nur alle 14 Tage in das “PayJoe Amazon Konto” in Lexoffice rein zu schauen und “automatische Zuweisungen übernehmen” klicken udn schon sind alle deine Rechnungen sauber verbucht. Er zeigt dir dann auch was nicht verbucht werden konnte -> Das sind die Amazon Rechnungen für Werbung usw. die du vergessen hast hochzuladen.

Ruf mal bei PayJoe an, die sind sehr nett und erklären es dir und beantworten alle Fragen.

Ich persönlich habe zum 01.01.2021 nun auf Amainvoice + Datev Unternehmen Online gewechselt. Die Konstellation Payjoe+Lexoffice+Billbee vermisse ich einfach wegen dem modernen Look und weil es Spaß gemacht hat. Bei mir sind nur leider inzwischen 80% Ausland mit wilden Fällen die Billbee nicht konnte. Sonst würde ich das vorgeschlagene System weiter einsetzen.

Ach ja - PayJoe bietet normal ein 20 oder 40 Euro Starterbonus. Du kannst es also nutzen und testen ohne Kosten zu haben. Viel Erfolg!


#5

Das kann ich irgendwie nicht glauben. Denn das Lexoffice kostet ca. 7,- im Monat und die Buchhaltungssoftware 27,- . Das kann nicht das Gleiche sein.
Kannst Du mir mal ein Screenshot von der Buchungsmaske machen.
Es kann sein, dass wir das Wort “Buchhaltung” unterschiedlich definieren.


#6

wenn man das richtige Modul hat
Rechnung & Finanzen > 7,90 Euro
Buchhaltung & Berichte > 16,90 Euro
Buchhaltung & Lohn > 26,80 Euro

Buchhaltung funktioniert mit der Einsteigervariante nicht!


#7

Genauso ist das.
Das sind im Moment Angebotspreise.
Ich zahle für die Buchhaltung & Berichte 26,80 Euro.
Das Problem ist auch, dass viele Anbieter eine Finanzübersicht und das zuordnen von Belegen als Buchhaltung betiteln…das ist aber keine richtige Buchhaltung. Mit diesen Programmen kann man keine BWA ausdrucken oder eigenständige Buchungen machen.
Der Begriff " Buchhaltung" hat eine weitläufige Bedeutung bekommen.
Das ist wieder ein Thema, da kann man 100 Jahre diskutieren.


#8

Stolzer Preis. 202,80 Euro pro Jahr. Da gibt es schon professionelle Lösungen für weniger Geld.


#9

Hau mal raus, was ist deine Empfehlung?


#10

Das ist eine professionelle Buchhaltung vergleichbar mit Datev. Und so viele gibt es in dem Bereich nicht.
Ich würde schätzen 5 - 6 Stück. Datev z. Bsp. gibt es nur über den Steuerberater…kann man als Unternehmer nicht direkt beziehen. Und günstigere würde ich jetzt mal anzweifeln.
Aber bin auch gespannt was Du empfiehlst.


#11

Da zahlst du dann zu viel meine ich. Ich habe Buchhaltung & Berichte statt für 16,90 für 12 Monate für knapp 11 Euro gehabt. 16,90 ist der Standardpreis. Ich würde die Damen und Herren da mal anschreiben wenn du 26,80 dafür bezahlst.

Meine Rechnung:
image

Bin jetzt wegen optimaler Schnittstelle zu Datev gewechselt. Datev Unternehmen Online (so heißt die Cloudlösung über die man als Mandant Belege ablegen und vorkontieren kann) ist gegenüber Lexoffice visuell, von der schlanken Nutzbarkeit und von der Schnelligkeit zig Jahre hinten dran. Zudem kostet es vergleichbar zum Listenpreis von Lexoffice “Buchhaltung & Berichte”.
Einziger Vorteil von Datev Unternehmen Online ist, dass es direkt im System vom StB ist und nicht erst über eine Schnittstelle rüber muss.
Ich kenne beide Systeme und würde absolut Lexoffice bevorzugen. Sei froh wenn du das hast @FraumitPower


#12

Müssen halt nicht alle so Spitz auf Knopf kalkulieren wie (eventuell) du :smiley:
Ich muss sagen, dass mich 202,80 im Jahr nicht weiter stören wenn die Leistung stimmt. Und bei Lexoffice (besonders mit der tollen PayJoe und Billbee Integration) habe ich den Eindruck, dass es das wert ist.

Bin wie gesagt nun bei Datev Unternehmen Online.

Was würdest du denn empfehlen?


#13

Ich habe noch eine andere Variante. Ich kann für mehrere Firmen die Buchhaltung machen.
Ich muss Dich leider enttäuschen…ich bin mit Datev gross geworden und was besseres gibt es nicht.
Du hast viel mehr Möglichkeiten und es ist alles übersichtlicher. Du kannst bei Datev z. Bsp. 10 Reiter gleichzeitig aufmachen…das geht bei Lexware nicht. Es ist umständlich. Bei Datev hast Du alle Möglichkeiten der Welt. Aber das lassen die sich auch teuer bezahlen.
Leider kann ich das Programm nicht mehr nutzen, weil ich keinen Steuerberater mehr habe und alles alleine mache.
Den Sinn erfüllen alle Programme gleich…Soll ist Soll und Haben ist Haben. Da gibt es nichts dran zu rütteln.
Anbei noch mal die Rechnung, damit wir nicht aneinander vorbei reden.


#14

Ja, du hast die Installationsvariante. Also eine echte Software um es auf dem (Windows-) PC zu installieren.
Ich habe die Cloudvariante. Das heißt diese läuft im Browser auf jedem PC der Welt. Ich kann aber nur mein Unternehmen damit bearbeiten und du kannst mehrere Mandanten anlegen.
Das ist der Unterschied.


#15

Das ist auch nicht das Gleiche. Lexoffice richtet sich eher an Buchhaltungslaien und hat durchaus ein paar Einschränkungen: So lassen sich keine eigenen Buchungs- oder Unterkonten anlegen und es steht nur ein vergleichsweise kleiner Teil des SKR3/SKR4 Kontenrahmen zur Verfügung. Wenn man Pech hat lassen sich dann einige (eher seltene) Geschäftsvorfälle dort nicht richtig verbuchen. Der Hersteller verweist dann darauf, dass man diese Buchungen dann erstmal auf ein Prüfkonto buchen soll und dann die Daten in einer “richtige” Buchhaltungssoftware den richtigen Konten zuweisen kann.

Bei Deiner teureren Lexware Buchhalter Software hast du diese Einschränkungen nicht.

Amazon-Verkäufe lassen sich bei Lexoffice aber grundsätzlich buchen. In der von @BRAMOX genannten Kombination mit Billbee und PayJoe sogar fast vollständig automatisch und sehr übersichtlich. An die Grenzen kommt man hier allerdings beim Verkauf in Drittländer. Da funktioniert die automatische Verbuchung der Geschäftsvorfälle nur noch eingeschränkt oder gar nicht. Per Hand ist das aber durchaus möglich.

Wenn man keine zu exotischen Geschäftsvorfälle hat oder im Zweifel am Jahresende nochmal den Steuerberater die Daten überarbeiten lässt, dann ist Lexoffice durchaus in Ordnung.


#16

Das ist der Grund wieso ich die Kombination Lexoffice-Billbee-PayJoe hinter mir lassen musste. Die Buchhaltung in Lexoffice hätte man wohl einigermaßen hinbekommen, Billbee kann jedoch keine 13b Rechnungen erstellen bzw. bekommt über die Schnittstelle nach eigener Aussage keine VAT ID der ausländischen Businesskunden.
Aber auch der Hinweis auf den eingeschränkten Kontenrahmen stimmt. Das merkt man beim Verbuchen der Gebühren und bei den Anlagegütern (Abschreibung). Es ist aber soweit okay, dass man damit schon grundsätzlich arbeiten kann.


#17

Danke Euch allen für die Aufklärung. Wieder was dazu gelernt :wink:

Eine Frage habe ich noch. Kann man da auch Löhne und Gehälter buchen oder z. Bsp. Firmenwagen mit 1% Regelung oder Rückstellungen…sprich alle Dinge, die ein Steuerberater für den Jahresabschluss bucht ?
Gibt es dort eine Buchungsmaske ?
Bei mir sieht das so aus.


#18

Lexoffice ist im Umfang viel kleiner wie dein Lexware. Es richtet sich auch eher an Gelegenheitsnutzer/Gewerbetreibende die es selbst machen wollen denn an Vollzeitbuchhalter.

Einen guten Überblick über das Look and Feel bekommst du hier in 2 Min: https://www.youtube.com/watch?v=Y4peBJBUvE8

Es gibt keine “Buchungsmaske”.
Wenn du etwas “buchen” willst, dann gibt es dazu zwei Möglichkeiten:

  • Beleg buchen: Du ziehst einen Beleg - z.B. eine Rechnung rein - und kannst zum Beleg (siehe Video https://youtu.be/QBMCGRvTPBU?t=447) USt. und Betrag, Konto (ohne die Kontennummer zu sehen einfache Begriffe für Dummies) und Debitor/Kreditor anwählen. Man kann kein Splitting machen - hast du also einen Beleg mit Büromaterial und Wareneinkauf gemischt, so musst du den Beleg 2x rein ziehen und einzeln belegen.
  • Kontobewegung buchen: Du kannst eine Kontobewegung (Paypal, Bankkonto, KK,…) dann einem kategorisierten Beleg zuweisen (Lexoffice erkennt die zusammengehörigen Dokuemnte weitgehend selbst) oder du kannst die Bankbewegung “buchen” -> z.B. Geldtransit auswählen.

Es gibt noch die Funktion Kasse, die habe ich aber nie angeschaut. Lohn habe ich auch nciht genutzt.

Glaub mir aber: Dein Buchhaltungssystem ist weit besser für einen Profi wie dich. In Lexoffice lassen sich wie gesagt keine Konten anlegen was dann schon einschränken kann.

Eine Info noch: Ich sehe du nutzt noch Windows 7. Mach bei Gelegenheit ein Update auf Windows 10. Das geht auch noch kostenlos (google mal danach). Mit Windows 7 wirst du (wenn es nicht schon jetzt so ist) massiv Virenprobleme bekommen.


#19

Die Oberfläche von Lexoffice und Lexware Buchhalter sind komplett verschieden. Das kann man nur schwer vergleichen. Firmenwagen mit 1% Regelung lassen sich buchen, bei den restlichen Dingen hängt es davon ab, ob Du mit der abgespeckten Version der SKR03 und SKR04 Konten in Lexoffice auskommst. Das müsstest du ggf. selber einmal bei Lexoffice nachschauen. Sobald du Geschäftsfälle hast, die damit nicht abgedeckt werden, benötigst du zusätzlich eine andere Buchhaltungssoftware und/oder Steuerberater für den Jahresabschluss.

Für Lohn & Gehaltsabrechnungen gibt es “Lexoffice Lohn & Gehalt”.

Als professionelle Buchhaltungslösung für einen Buchhalter / Steuerberater würde ich Lexoffice aufgrund der Einschränkungen nicht empfehlen.


#20

Vielen Dank für die Info mit dem Windows 10.
Wünsche Dir bzw. Euch einen schönen Feierabend.