Wechsel von Taxdoo zu Marosa
Moin,
gibt´s hier jemanden, der es gewagt hat von Taxdoo auf Marosa zu wechseln und an einen Austausch interessiert ist ?
Gruß
Daniel
Wechsel von Taxdoo zu Marosa
Moin,
gibt´s hier jemanden, der es gewagt hat von Taxdoo auf Marosa zu wechseln und an einen Austausch interessiert ist ?
Gruß
Daniel
13 replies
Seller_U9oVSLfoBQVQB
Moin Daniel,
ja – wir sind aktuell genau in der Umstellung bzw. haben den Wechsel zu Marosa angestoßen.
Ehrlich gesagt: Der Start ist bei uns bisher eher holprig.
* Onboarding lief quasi nicht vorhanden bzw. sehr oberflächlich
* Zugangsthemen (z. B. Amazon-Anbindung / VATify) waren unklar bzw. nicht sauber kommuniziert
* Viele offene Fragen zu Datenübermittlung und Verantwortlichkeiten (wer meldet was, wann?)
* Man muss aktiv hinterherlaufen, statt sauber geführt zu werden
Gerade wenn man von Taxdoo kommt, merkt man den Unterschied direkt – dort war vieles deutlich strukturierter und automatisierter.
Wir sind aktuell noch dabei, uns da reinzufuchsen und versuchen parallel, Klarheit zu bekommen.
👉 Austausch wäre auf jeden Fall sinnvoll – gerne auch konkret zu:
* Datenfluss (Amazon → VATify)
* OSS / lokale Meldungen
* Handling Pan-EU / EFN
* Kommunikation & Supportqualität
Gruß
Rico
Seller_h41LkmwRCGqwH
Moin Rico,
ja, das deckt sich ziemlich mit meinen bisherigen Erfahrungen. Ich hänge da seit letzter Woche auch täglich drin und schreibe gefühlt fünf Mails am Tag, weil man sich alles selbst zusammensuchen muss.
Es gibt ja diese Seite mit den „pending tasks“ für die Voranmeldungen – die muss man wohl alle erst mal durchklicken und finalisieren, damit überhaupt jemand draufschaut. Genau da gehen die Fragezeichen dann los: teils rote Fehlermeldungen, teils fehlen einfach Daten komplett. Wenn man nachfragt, heißt es nur sinngemäß „einfach bestätigen, wir kümmern uns dann schon“. Fühlt sich ehrlich gesagt nicht besonders gut an.
Insgesamt ist das Ganze schon mit ordentlich Bauchschmerzen verbunden.
Bei Taxdoo war es ja so, dass monatlich diese Produktdatei kam für neue Artikel ohne EK, Zolltarifnummer etc. Ich gehe aktuell eher nicht davon aus, dass sowas bei Marosa proaktiv passiert – zumindest sieht es gerade nicht danach aus. Ich bin auch noch dabei rauszufinden, wie das künftig laufen soll.
Was mich auch etwas wundert: Eine DATEV-taugliche Datei für innergemeinschaftliche Lieferungen zur Erstellung der ZM in Deutschland scheint es so wohl nicht zu geben (zumindest nicht wie bei Taxdoo, wenn man es gebucht hatte). Klar, man kann sich das aus dem Transaktionsbericht selbst bauen – aber dann fangen halt direkt die Abweichungen an zwischen eigenen Zahlen und denen von Marosa, vor allem weil die ja auch mit eigenen Wechselkursen rechnen.
Die Proforma-Rechnungen sind übrigens auch weit weg von dem, was man von Taxdoo gewohnt war.
Zu deinen Punkten kurz mein Stand:
* Datenfluss Amazon → VATify: soll wohl grundsätzlich laufen
* OSS / lokale Meldungen: gibt’s noch nichts Handfestes, müssen wir beobachten
* Pan-EU / EFN: aktuell auch noch keine klare Aussage
* Kommunikation & Support: immerhin auf Deutsch möglich, Antworten eher knapp, aber bisher kam innerhalb von 24h immer was zurück
Lass uns hier gern einfach weiter austauschen, wenn sich was Neues ergibt. Und wenn’s hier irgendwann untergeht, können wir auch easy per PN weitermachen 👍
Gruß
Daniel
Seller_U9oVSLfoBQVQB
Moin Daniel,
trifft ziemlich genau auch unseren aktuellen Stand.
Wir sind inzwischen ein paar Schritte weiter, aber das Grundproblem bleibt:
👉 Man muss sich vieles selbst zusammensuchen und interpretieren.
Was wir inzwischen rausgefunden haben:
**Datenfluss Amazon → VATify**
* API läuft bei uns stabil
* ABER: Ohne korrekt gepflegte ASIN-/Cost-Daten bringt dir das nichts
* Das wurde uns am Anfang auch nicht sauber gesagt
**Pending Tasks**
* Deine Beobachtung ist korrekt
👉 Die musst du im Prinzip „blind“ abschließen, damit überhaupt Bewegung reinkommt
* Fühlt sich falsch an – ist aber aktuell wohl deren Workflow
**Produkt-/EK-Thema (wichtig!)**
* Das ersetzt quasi die Taxdoo-Produktdatei
* Läuft aber NICHT automatisiert
👉 Du musst die ASIN + Cost aktiv liefern und pflegen
**OSS / lokale Meldungen**
* Stand bei uns:
👉 Sobald Daten drin sind, machen sie die Meldungen komplett
👉 Aber Transparenz aktuell = eher gering
**Pan-EU / EFN**
* Hier wird’s kritisch:
👉 Die brauchen zwingend korrekte Warenwerte (Cost), sonst wird’s steuerlich unsauber
* Das ist bei Taxdoo deutlich klarer gewesen
**DATEV / Auswertungen**
* Sehen wir genauso wie du
👉 Aktuell kein sauberer Export wie bei Taxdoo
👉 Viel Eigenbau nötig → Abweichungsrisiko inklusive
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## 💥 Fazit nach aktuellem Stand
* Technisch funktioniert es grundsätzlich
* Operativ ist es deutlich mehr Eigenverantwortung
* Onboarding + Führung = aktuell größte Schwäche
Man hat eher das Gefühl:
👉 „Tool + Steuerteam im Hintergrund“
statt
👉 „fertige Lösung wie bei Taxdoo“
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## 👍 Positiv (fairerweise)
* Reaktionszeit Support ok
* Deutsch möglich
* System wirkt grundsätzlich skalierbar
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## 🤝 Austausch
Bin ich komplett bei dir – das Thema ist zu komplex, um es allein zu stemmen.
Gerade spannend wäre noch:
* wie ihr mit Cost-Daten umgeht (Einzelpreise vs. Durchschnitt)
* ob ihr Unterschiede zwischen Marosa-Zahlen und eigenen Reports seht
* und wie ihr ZM / DATEV aktuell löst
Gerne hier weiter oder PN 👍
Gruß
Rico
Seller_h41LkmwRCGqwH
Moin Rico,
danke für dein update.
Zu deinen Punkten mal mein Stand:
Cost-Daten
Ich habe dazu extra nochmal bei Marosa nachgehakt. Aussage war: Wir sollen künftig wohl auch monatlich eine Datei mit fehlenden Produktdaten bekommen, sobald ihnen auffällt, dass bei ASINs Infos fehlen.
Die Idee ist wohl ähnlich wie bei Taxdoo – Datei ziehen, ergänzen und wieder hochladen. Klingt erstmal sinnvoll, aber ich bin ehrlich gespannt, wie sauber das in der Praxis dann wirklich läuft.
Unterschiede in den Zahlen
Bei der Umsatzsteuer selbst sehe ich aktuell auch keine großen Abweichungen – wäre ja auch komisch, da die Basis bei beiden Systemen letztlich der Amazon-Transaktionsbericht ist.
Was ich aber definitiv erwarte, sind Unterschiede bei den innergemeinschaftlichen Lieferungen (also Verbringungen zwischen den FBA-Lagern).
Da spielen ja die EKs und Zeitpunkte der Pflege rein, plus die Wechselkurse von Marosa, die ziemlich sicher von unseren abweichen. Da wird’s spannend, wie groß die Differenzen am Ende wirklich sind.
ZM / DATEV
Die ZM für April haben wir tatsächlich selbst gebaut.
Amazon-Transaktionsbericht genommen, nach FBA-Sendungen und Transfers gefiltert, dann ein Skript drüberlaufen lassen, das die EKs aus unserer Wawi reinzieht, und anschließend noch etwas „zurechtgeformelt“, bis es am Ende wie die bekannte Taxdoo-Datei aussieht.
Ist natürlich mehr Aufwand – aber gut, die 99 € Taxdoo im Monat haben wir uns damit zumindest gespart 😄
Fazit bei uns aktuell:
Es kommt jetzt langsam Bewegung rein. Inzwischen melden sich bei uns sogar zwei Ansprechpartner von Marosa und es wird auch ein bisschen Druck gemacht wegen Fristen („bitte finalisieren“ etc.).
Jetzt heißt es für mich erstmal abwarten, wie die ersten Steuerunterlagen aussehen.
Mein Polnisch, Tschechisch, Spanisch und Italienisch ist jetzt auch nicht so ausgeprägt, dass ich da jede Meldung im Detail prüfen kann 😅
Das Vertrauen, das man bei Taxdoo hatte, muss sich bei Marosa definitiv erst noch aufbauen.
Wobei: Roger von Taxdoo meinte gestern auch nochmal, dass wir mit Marosa grundsätzlich in guten Händen sein sollen. Hilft zumindest ein bisschen fürs Bauchgefühl.
Wir bleiben hier dran 👍
Gruß
Daniel
Kleiner Nachtrag:
Die Mail mit den fehlenden Produktdaten kommt auf jeden Fall – allerdings wieder mit ein paar Besonderheiten:
Die fehlenden ASIN-Daten werden nach Steuerland ausgewertet. Heißt: Man bekommt vermutlich nicht nur eine monatliche Datei, sondern gleich mehrere.
Vorsicht beim Upload der Produktdaten: Wenn man nur einzelne fehlende ASINs ergänzen will, sollte man die Datei nicht einfach isoliert hochladen. Dadurch wird nämlich die komplette bestehende Datenbank überschrieben.
Der aktuelle Workaround ist daher: Erst alle vorhandenen Daten herunterladen, dann die fehlenden ASINs in diese Datei einpflegen und anschließend alles wieder gesammelt hochladen. Nicht ideal gelöst, aber machbar.
Die vermutlich sauberste Lösung könnte deshalb sein, den Amazon-Transaktionsbericht selbst zu ziehen, dort alle Daten zu vervollständigen und dann einen vollständigen Upload bei Marosa zu machen – dann hat man wahrscheinlich am ehesten Ruhe.
Seller_WuAy0Yaa8VN4u
Wir stehen aktuell vor genau demselben Problem und möchten unsere Erfahrungen hier etwas ausführlicher schildern, da es offenbar kein Einzelfall ist.
Unsere ASINs wurden vollständig und erfolgreich hochgeladen, die Amazon-Schnittstelle ist korrekt verknüpft und grundsätzlich sollte somit eine Datengrundlage vorhanden sein. In der Praxis zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild: Es sind nahezu keine Daten verfügbar. Lediglich für Tschechien (CZ) werden vereinzelt Daten angezeigt – allerdings auch diese unvollständig bzw. nicht korrekt aufbereitet.
Besonders frustrierend ist in diesem Zusammenhang die Kommunikation mit dem Support. Rückmeldungen erfolgen entweder gar nicht oder nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Teilweise warten wir sehr lange auf Antworten, die dann wiederum wenig konkret oder nicht zielführend sind. Das entspricht leider überhaupt nicht den Erwartungen, die im Vorfeld geweckt wurden.
Gerade vor dem Hintergrund der ursprünglichen Kommunikation durch Taxdoo – insbesondere in Bezug auf „einfache Migrationsprozesse“ und eine weitgehend automatisierte Lösung – ist die aktuelle Situation schwer nachvollziehbar. Das Produkt wurde klar mit dem Versprechen beworben, dass die Umstellung unkompliziert und effizient funktioniert. In der Realität sind wir davon aktuell jedoch weit entfernt.
Hinzu kommt, dass wir keinen deutschsprachigen Ansprechpartner haben. Die Kommunikation läuft ausschließlich auf Englisch, was zusätzliche Hürden schafft – insbesondere bei komplexeren Fragestellungen, die ohnehin schon schwer zu klären sind. In unserem Fall ist sogar eine interne Übersetzung notwendig, was die Prozesse weiter verlangsamt.
Insgesamt stellt sich für uns daher zunehmend die Frage, wie es hier sinnvoll weitergehen kann. Der aktuelle Zustand ist weder effizient noch nachhaltig, und von einer automatisierten Lösung kann derzeit keine Rede sein. Mit Blick auf die Zukunft sehen wir die Situation daher durchaus kritisch.
Wir überlegen aktuell sogar, ob es langfristig nicht sinnvoller ist, mit einem in Deutschland ansässigen Dienstleister zu arbeiten. Kurzfristig ist ein Wechsel natürlich nicht ohne Aufwand umzusetzen, aber perspektivisch könnte man so möglicherweise verlässlichere Prozesse, schnelleren Support und eine bessere Betreuung sicherstellen.
Seller_Re6poCZs77SvK
hi, wir versuchen es gerade, haben aktuell das Problem, dass wir verschiedene Sales - Channels nutzen und nicht nur Amazon. Aktuell schlägt Marosa vor, die verschiedenen Umsatzsteuersätze in Amazon zu hinterlegen ( Standard / reduziert, diverse Länder) und eine VCS Hybrid Lösungen zu nutzen. So erhält marosa die VAT RAtes für die verschiedenen UST Erklärungen. Bin da nicht so froh drüber, da wir unsere VAT Rates in unserer Warenwirtschaft pflegen und ungern dies in einem zweiten System (=Amazon) machen. Wer kennt das Problem und hat eine Lösung?
lg
Seller_96YN7X4dyzEyH
wir sind zu hellotax gewechselt und der Service und Ablauf sind einfach schrecklich. Die Ust. Meldungen werden entweder gar nicht gemacht oder komplett falsch mit utopischen Beträgen.
So wie es aussieht gibt es hier wohl keine verlässigen Partner mehr?
Seller_h41LkmwRCGqwH
Nach drei Monaten mal ein Update:
- Proforma Rechnungen weisen keine Inbounds aus , sondern nur FC Transfer Bewegungen. Auf Nachfrage heißt es dies sei normal. - Diese Aussage ist falsch: die Inbounds waren bei Taxdoo immer dabei und bei Marosa im April auch noch, erst ab Juni heißt es machen wir nicht mehr
- alle drei Intrastat Entwürfe für April, Mai , Juni waren fehlerhaft und mussten beanstandet werden, mal wurden brutto Werte ins Formular übernommen, dann wurden die innergemeinschaftlichen Lieferungen nicht berücksichtigt - für uns Mehraufwand ohne Ende
- die OSS Datei, die zum 31.07.2026 eingereicht werden muss, liegt uns immer noch nicht vor, obwohl individuell vereinbart wurde, diese spätestens 7 Tage vor Fristende zur Verfügung zu stellen
Ich könnte hier noch ein paar Punkte mehr nennen - aber eins ist schonmal ganz klar. Das Niveau von Taxdoo verfehlen sie gewaltig.
Seller_XjDOFPmD1JFcB
hey, das günstigste das ich bisher gefunden hatte ist vat4.de aber man braucht trotzdem einen Steuerberater, da bekommt man aber alles als datev konvertiert und der Steuerberater muss nur einlesen, nutze das selbst auch, viel onboarding ist da nicht aber selbsterklärend