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Dieser Artikel bezieht sich auf den Verkauf in: Deutschland

RoHS-Richtlinie (Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe)

Die Richtlinie 2011/65/EU zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) soll die umweltfreundliche Verwertung und Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten (WEEE, Waste Electrical and Electronic Equipment) regeln. Dafür untersagt die RoHS-Richtlinie die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in diesen Geräten.

Die Einhaltung der RoHS-Richtlinie liegt in Ihrer Verantwortung. Die nachfolgenden Angaben dienen lediglich Informationszwecken. Sie sind nicht als Rechtsauskunft zu verstehen. Wenn Sie Fragen hinsichtlich der für Ihr Produkt geltenden Gesetze und Verordnungen haben, empfehlen wir Ihnen, sich von einem Rechtsbeistand beraten zu lassen, und die nationalen Gesetze und Vorschriften zur Umsetzung der RoHS-Richtlinie zu Rate zu ziehen.

Für welche Artikel gilt die RoHS-Richtlinie?

Die RoHS-Richtlinie gilt für Elektro- und Elektronikgeräte, also Geräte, die von elektrischen Strömen oder elektromagnetischen Feldern abhängig sind, um einwandfrei funktionieren zu können, sowie für Geräte, die zur Erzeugung, Übertragung und Messung solcher Ströme und Felder dienen.

D. h.: Elektro- und Elektronikgeräte sind Artikel, die über eine Batterie verfügen oder ein Netzteil benötigen, um einwandfrei funktionieren zu können.

Welche gefährlichen Stoffe unterliegen der RoHS-Richtlinie?

Bis auf wenige Ausnahmen beschränkt die RoHS-Richtlinie derzeit die Verwendung von Blei (PB), Quecksilber (HG), Cadmium (Cd), sechswertigem Chrom (Cr Vi), polybromiertem Biphenyl (PBB) und polybromierten Diphenylether (PBDE). Ab dem 22. Juli 2019 beschränkt die RoHS-Richtlinie zusätzlich die Verwendung von Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Butylbenzylphthalat (BBP), Dibutylphthalat (DBP) und Diisobutylphthalat (DIBP).

Nachträglich können weitere Chemikalien von der EU-Kommission zur Liste der Beschränkungen hinzugefügt werden.

Stehen die RoHS-Richtlinie und die WEEE-Richtlinie in Verbindung miteinander?

Ja, sowohl die Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) als auch die RoHS-Richtlinie sollen die umweltfreundliche Verwertung und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten regeln. Die Richtlinien unterscheiden sich jedoch in Ihrem Zweck: Die RoHS-Richtlinie beschränkt die Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, während die WEEE-Richtlinie die Entsorgung und Verwertung von Elektro- und Elektronikgeräten reguliert. Die RoHS-Richtlinie deckt außerdem eine größere Palette von Elektro- und Elektronikgeräten als die WEEE-Richtlinie ab.

Für wen gilt die RoHS-Richtlinie?

Für jeden, der Elektro- und Elektronikgeräte für den Verkauf in EU-Ländern herstellt, in diese importiert oder dort vertreibt.

Inwiefern sind Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten von der RoHS-Richtlinie betroffen?

Gemäß der RoHS-Richtlinie müssen Hersteller sicherstellen, dass die von ihnen hergestellten Elektro- und Elektronikgeräte die Stoffe, deren Verwendung beschränkt ist, nur im Umfang der zulässigen Höchstkonzentrationen enthalten (0,1 % des Gewichts für jeden beschränkten Stoff, mit Ausnahme von Cadmium (0,01 % des Gewichts)).

Wenn die Einhaltung der RoHS-Richtlinie (durch technische Dokumentationen und interne Kontrollen der Produktion) gewährleistet ist, muss der Hersteller eine Konformitätserklärung erstellen und das fertige Produkt und die Verpackung mit einer CE-Kennzeichnung versehen. Die Konformitätserklärung und die technische Dokumentation müssen vom Hersteller 10 Jahre lang aufbewahrt werden, nachdem das Produkt zum ersten Mal in der EU auf den Markt gebracht wurde.

Hersteller müssen auf dem Elektro- oder Elektronikgerät, der Verpackung oder einem im Lieferumfang enthaltenen Dokument außerdem ihren Namen, ihren Handelsnamen oder ihr Markenzeichen und die Adresse angeben, unter der sie kontaktiert werden können.

Hersteller, die Grund zu der Annahme haben, dass von ihnen hergestellte Elektro- und Elektronikgeräte nicht der RoHS-Richtlinie entsprechen, müssen erforderliche Korrekturmaßnahmen ergreifen, einschließlich des Zurückziehens oder Rückrufs des Produkts, falls zutreffend, und die in dem Land zuständige Behörde informieren, in dem sie die Elektro- und Elektronikgeräte auf den Markt gebracht haben. Außerdem müssen Hersteller ein Verzeichnis über nicht konforme Elektro- und Elektronikgeräte und Produktrückrufe führen und die Händler über solche Probleme auf dem Laufenden halten.

Inwiefern sind Importeur von Elektro- und Elektronikgeräten von der RoHS-Richtlinie betroffen?

Wer Elektro- und Elektronikgeräte in die EU einführt, muss sicherstellen, dass der Hersteller der Elektro- und Elektronikgeräte die RoHS-Vorschriften eingehalten hat. Dazu gehört auch sicherzustellen, dass die Konformitätsprüfung vom Hersteller durchgeführt wurde und dass die Elektro- und Elektronikgeräte mit einer CE-Kennzeichnung versehen sind.

Importeure müssen auf dem Elektro- oder Elektronikgerät, dessen Verpackung oder einem im Lieferumfang enthaltenen Dokument außerdem ihren Namen, ihren Handelsnamen oder ihr Markenzeichen und die Adresse angeben, unter der sie kontaktiert werden können.

Wenn ein Importeur Grund zu der Annahme hat, dass Elektro- und Elektronikgeräte nicht konform mit der RoHS-Richtlinie sind, darf er das Elektro- und Elektronikgerät erst verkaufen, wenn die Konformität gewährleistet ist. Außerdem muss er den Hersteller und die zuständige Behörde darüber informieren.

Weiterhin müssen Importeure, die Grund zu der Annahme haben, dass von ihnen eingeführten Elektro- und Elektronikgeräte nicht der RoHS-Richtlinie entsprechen, erforderliche Korrekturmaßnahmen ergreifen, einschließlich des Zurückziehens oder Rückrufs des Produkts, falls zutreffend, und die in dem Land zuständige Behörde informieren, in dem sie die Elektro- und Elektronikgeräte auf den Markt gebracht haben. Zudem müssen Importeure ein Verzeichnis über nicht konforme Elektro- und Elektronikgeräte und Produktrückrufe führen und Händler über solche Probleme auf dem Laufenden halten.

Inwiefern sind Elektro- und Elektronikgerätehändler von der RoHS-Richtlinie betroffen?

Händler müssen beim Verkauf von Elektro- und Elektronikgeräten in der EU die gebotene Sorgfalt walten lassen. Dies kann z. B. die Überprüfung des Elektro- und Elektronikgeräts auf eine CE-Kennzeichnung oder auf das Vorhandensein der jeweiligen Dokumente für den Verbraucher umfassen.

Wenn ein Händler Grund zu der Annahme hat, dass Elektro- und Elektronikgeräte nicht konform mit der RoHS-Richtlinie sind, darf er das Elektro- oder Elektronikgerät erst verkaufen, wenn die Konformität gewährleistet ist. Außerdem muss er den Hersteller und die zuständige Behörde darüber informieren.

Zudem müssen Händler, die Grund zu der Annahme haben, dass von ihnen zum Verkauf angebotene Elektro- und Elektronikgeräte nicht der RoHS-Richtlinie entsprechen, erforderliche Korrekturmaßnahmen ergreifen, einschließlich des Zurückziehens oder Rückrufs des Produkts, falls zutreffend, und die in dem Land zuständige Behörde informieren, in dem sie die Elektro- und Elektronikgeräte auf den Markt gebracht haben.

Zusätzliche Informationen

Wir empfehlen Ihnen, für weitere Informationen über die RoHS-Richtlinie die folgenden Seiten zu lesen:

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