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Dieser Artikel bezieht sich auf den Verkauf in: Deutschland

Bauprodukte-Verordnung

EU-Anforderungen: Die Verordnung (EU) 305/2011 (EU-Bauprodukte-Verordnung) regelt die Verwendung und den Verkauf von Bauprodukten in der EU.

Es liegt in Ihrer Verantwortung, beide EU-Bauprodukte-Verordnungen einzuhalten, wenn Sie Ihre Produkte auf den europäischen Websites von Amazon verkaufen.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu den EU-Anforderungen.

Anforderungen des Vereinigten Königreichs: Bis zum Ende des Brexit-Übergangszeitraums (31. Dezember 2020) reguliert die Bauprodukte-Verordnung die Verwendung und den Verkauf von Bauprodukten im Vereinigten Königreich.

Nach dem Ende des Brexit-Übergangszeitraums (31. Dezember 2020) gilt die Verordnung "Construction Products (Amendment etc.) (EU Exit) Regulations 2019 (SI 2019/465)" für alle Bauprodukte.

Beide Gesetze sollen die Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmern, die Bauprodukte verwenden, und Benutzern von Bauwerken gewährleisten, einschließlich von Anforderungen beim Recycling und/oder der Wiederverwendung von Bauteilen oder -materialien. Diese Anforderungen beinhalten Sicherheitsziele für die Gestaltung und die Herstellung von Bauprodukten, Kennzeichnungsvorschriften und geeignete Verfahren für die Konformitätsbewertung. Sie legen außerdem Verpflichtungen für Hersteller, Importeure und Händler fest.

Wenn Sie Bauprodukte herstellen, importieren oder vertreiben, müssen Sie die Anforderungen der Gesetze einhalten. Für Waren, die Sie in den folgenden Ländern verkaufen, gelten unterschiedliche Vorschriften:

  1. Großbritannien (England, Schottland und Wales) und
  2. Nordirland

Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Anfoerungen des Vereinigten Königreichs und die EU-Anforderungen für Bauprodukte einzuhalten, wenn Sie Ihre Produkte nach Ablauf des Brexit-Übergangszeitraums auf der Website des Vereinigten Königreichs und den EU-Websites von Amazon verkaufen.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu den Anforderungen des Vereinigten Königreichs.

Wir empfehlen Ihnen, sich bei Fragen zu den Ihr Produkt betreffenden Gesetzen und Verordnungen an einen Rechtsbeistand zu wenden. Dieses Material spiegelt nur die Sachlage zu dem Zeitpunkt wider, als dieser Text verfasst wurde. Die Anforderungen in der EU und/oder im Vereinigten Königreich können sich jedoch ändern, insbesondere im Hinblick auf das weitere Voranschreiten des Brexit. Weitere Informationen zu Änderungen, die Sie nach Ablauf des Übergangszeitraums betreffen können, finden Sie in den aktuellen Brexit-Leitfäden des Vereinigten Königreichs zu den einzelnen Produkten (siehe unten).

EU-Anforderungen

Für welche Produkte gilt die EU-Verordnung?

Die Bauprodukte-Verordnung gilt für in der EU vertriebene Bauprodukte, d. h. für alle Produkte oder Bausätze, die in der EU hergestellt und zum Verkauf angeboten werden, um dauerhaft in Bauwerke oder Teile von Bauwerken integriert zu werden. Die Leistungsfähigkeit eines Bauprodukts wirkt sich auf die Qualität der ausgeführten Bauarbeiten aus.

Beispiele für die von der Verordnung zu Bauprodukten abgedeckten Bauprodukte sind Zement, Fenster, Estrich, Kacheln, Ziegel oder Türbeschläge.

Wer hat Pflichten im Rahmen der EU-Verordnung?

In der Bauprodukte-Verordnung werden die Pflichten der Hersteller, Bevollmächtigten, Importeure und Händler von Bauprodukten dargelegt.

  • Sie sind ein Hersteller, wenn Sie ein Bauprodukt selbst herstellen oder wenn Sie ein Bauprodukt entwickeln und herstellen lassen und es unter Ihrem eigenen Namen oder Ihrer eigenen Marke vertreiben.
  • Sie sind ein Bevollmächtigter, wenn Sie von einem Hersteller schriftlich beauftragt wurden, in seinem Namen bestimmte Aufgaben wahrzunehmen.
  • Sie sind ein Importeur, wenn Sie in der EU ansässig sind und Bauprodukte von außerhalb der EU zum Verkauf oder zur Lieferung in die EU anbieten.
  • Sie sind ein Händler (kein Hersteller oder Importeur), wenn Sie Bauprodukte zum Verkauf oder zur Lieferung zur Verfügung stellen.

Wie lauten die wichtigsten Anforderungen der EU-Verordnung?

Hersteller haben u. a. folgende Pflichten:

  • Leistungserklärung erstellen
  • CE-Kennzeichnung anbringen
  • Auf diese Kennzeichnung müssen folgende Angaben folgen:
    • die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem sie erstmals angebracht wurde
    • der Name und die registrierte Anschrift des Herstellers oder das Kennzeichen, das eine einfache Identifikation des Namens und der Anschrift des Herstellers ermöglicht
    • der eindeutige Kenncode des Produkttyps
    • die Bezugsnummer der Leistungserklärung
    • die darin erklärte Leistung nach Stufe oder Klasse
    • die Fundstelle der einschlägigen harmonisierten technischen Spezifikation
    • soweit zutreffend die Kennnummer der notifizierten Stelle
    • der in der einschlägigen harmonisierten technischen Spezifikation vorgesehene Verwendungszweck
  • Die erforderliche technische Dokumentation erstellen. Hersteller und Importeure müssen eine Kopie der technischen Dokumentation und der Leistungserklärung nach dem Inverkehrbringen eines Bauprodukts in der EU zehn Jahre lang aufbewahren.
  • Die verfahrenstechnische Effizienz der Serienproduktion zur Gewährleistung der deklarierten Leistung sicherstellen.

Bei Importeuren umfassen die Verpflichtungen, Folgendes sicherzustellen:

  • Der Hersteller hat die Bewertung und Überprüfung der Leistungskonsistenz durchgeführt.
  • Der Hersteller hat die technische Dokumentation erstellt.
  • Der Hersteller hat eine Leistungserklärung erstellt.
  • Solange sich ein Bauprodukt in ihrer Verantwortung befindet, müssen sie gewährleisten, dass dessen Lagerungs- oder Transportbedingungen die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen nicht gefährden.
  • Importeure müssen eine Kopie der technischen Dokumentation und der Leistungserklärung nach dem Inverkehrbringen eines Bauprodukts in der EU zehn Jahre lang aufbewahren.

Händler müssen u. a. Folgendes sicherstellen:

  • In Bezug auf die Anforderungen der Bauprodukte-Verordnung wird mit der gebotenen Umsicht verfahren.
  • Solange sich ein Bauprodukt in ihrer Verantwortung befindet, müssen sie gewährleisten, dass dessen Lagerungs- oder Transportbedingungen die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen nicht gefährden.

Wie lauten die Kennzeichnungsanforderungen und Informationspflichten?

Hersteller müssen sicherstellen, dass Bauprodukte folgende Angaben aufweisen:

  • Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zur Identifizierung des Bauprodukts
  • Name, Firma oder eingetragene Marke des Herstellers sowie die Postanschrift, unter der er kontaktiert werden kann
  • erforderliche CE-Kennzeichnung

Importeure müssen sicherstellen, dass Bauprodukte folgende Angaben aufweisen:

  • Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zur Identifizierung des Bauprodukts
  • Name, Firma oder eingetragene Marke des Importeurs, die Postanschrift, unter der er kontaktiert werden kann, sowie die entsprechenden Angaben des Herstellers
  • erforderliche CE-Kennzeichnung

Lieferanten und Händler haben folgende Pflichten:

  • Sicherstellen, dass das Bauprodukt mit einer CE-Kennzeichnung versehen ist.
  • Sicherstellen, dass dem Bauprodukt die erforderlichen Unterlagen, Anleitungen und Sicherheitsinformationen in der Sprache beiliegen, die von dem oder den Mitgliedsstaaten festgelegt wird, in denen das Bauprodukt in Zukunft verkauft wird und in denen die beigefügten Dokumente von Benutzern verstanden werden sollen.
  • Sicherstellen, dass der Hersteller sowie der Importeur die Anforderung zur Angabe seines Namens, eingetragenen Handelsnamens oder eingetragenen Warenzeichens und der Postanschrift, unter der er kontaktiert werden kann, auf dem Bauprodukt erfüllt hat. Sollte dies nicht möglich sein, sollten die Angaben auf der Verpackung vorhanden sein.

Außerdem sollten einem Bauprodukt eine Gebrauchsanleitung sowie Sicherheitshinweise in einer benutzerfreundlichen Sprache, die für Endverbraucher und Behörden gleichermaßen angemessen ist, beiliegen.

Was müssen Sie tun, wenn Bauprodukte die EU-Verordnung nicht erfüllen?

Händler dürfen ein Bauprodukt nicht zum Verkauf anbieten, wenn sie feststellen, dass es möglicherweise gegen die Anforderungen der Bauprodukte-Verordnung verstößt. Wenn das Bauprodukt eine Gefahr darstellt, müssen Händler den Hersteller oder Importeur sowie die Behörden darüber informieren.

Hersteller, Importeure und Händler müssen umgehend die erforderlichen Korrekturmaßnahmen ergreifen, um das betreffende Bauprodukt, wie jeweils angemessen, in Übereinstimmung mit der Verordnung zu bringen, es vom Markt zu nehmen oder es zurückzurufen.

Wenn ein Bauprodukt eine Gefahr darstellt, sollten Hersteller, Importeure und Händler umgehend die zuständigen nationalen Behörden der Mitgliedsstaaten informieren, in denen es verkauft wurde, und dabei insbesondere Angaben zu Verstößen und allen ergriffenen Korrekturmaßnahmen machen.

Hersteller, Importeure und Händler müssen auf Verlangen einer zuständigen nationalen Behörde alle Informationen und Unterlagen auf Papier oder in elektronischer Form bereitstellen, die erforderlich sind, um die Konformität des Bauprodukts mit der Verordnung zu Bauprodukten nachzuweisen. Außerdem müssen sie auf Anfrage mit den zuständigen Behörden gemeinsam an den Maßnahmen zur Beseitigung der mit diesen Produkten verbundenen Risiken arbeiten.

Weitere Informationen

Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, die Website der Europäischen Kommission zu besuchen, um weitere Informationen zu den EU-Anforderungen an Bauprodukte zu erhalten:

Anforderungen im Vereinigten Königreich

Für welche Produkte gelten die Bestimmungen des Vereinigten Königreichs?

Die Bestimmungen gelten für im Vereinigten Königreich vertriebene Bauprodukte, d. h. für alle Produkte oder Bausätze, die im Vereinigten Königreich hergestellt und zum Verkauf angeboten werden, um dauerhaft in Bauwerke oder Teile von Bauwerken integriert zu werden. Die Leistungsfähigkeit eines Bauprodukts wirkt sich auf die Qualität der ausgeführten Bauarbeiten aus. Es gelten unterschiedliche Bestimmungen für Großbritannien (England, Schottland und Wales, GB) und Nordirland. Weitere Informationen zur Sachlage in Nordirland (NI) finden Sie weiter unten.

Beispiele für die von den Bestimmungen abgedeckten Bauprodukte sind: Zement, Fenster, Estrich, Kacheln, Ziegel oder Türbeschläge.

Wer hat Pflichten im Rahmen der Verordnung des Vereinigten Königreichs?

In den Bestimmungen werden die Pflichten der Hersteller, Bevollmächtigten, Importeure und Händler von Bauprodukten dargelegt.

  • Sie sind ein Hersteller, wenn Sie ein Bauprodukt selbst herstellen oder wenn Sie ein Bauprodukt entwickeln und herstellen lassen und es unter Ihrem eigenen Namen oder Ihrer eigenen Marke vertreiben.
  • Sie sind ein Bevollmächtigter, wenn Sie von einem Hersteller schriftlich beauftragt wurden, in seinem Namen bestimmte Aufgaben wahrzunehmen. (Nach dem 31. Dezember 2020 müssen Sie zudem in Großbritannien ansässig sein.)
  • Sie sind ein Importeur, wenn Sie Ihren Sitz in der EU (oder nach dem 31. Dezember 2020 in Großbritannien) haben und Bauprodukte für den Verkauf oder die Lieferung von außerhalb der EU in die EU (oder nach dem 31. Dezember 2020 von außerhalb des Vereinigten Königreichs nach Großbritannien) anbieten. Weitere Informationen zum Import nach Nordirland finden Sie weiter unten im Abschnitt Nordirland.
  • Sie sind ein Händler (kein Hersteller oder Importeur), wenn Sie Bauprodukte zum Verkauf oder zur Lieferung zur Verfügung stellen.

Wie lauten die wichtigsten Anforderungen der Verordnung des Vereinigten Königreichs?

Hersteller haben u. a. folgende Pflichten:

  • Leistungserklärung erstellen;
  • Für in Großbritannien verkaufte Produkte die CE- oder, nach dem Übergangszeitraum, UKCA-Kennzeichnung durch eine im Vereinigten Königreich anerkannte zugelassene Stelle anbringen lassen; Für Produkte, die in Nordirland verkauft werden, während das Protokoll zu Nordirland in Kraft ist: die europäische CE-Kennzeichnung (siehe Abschnitt "Nordirland" unten).
  • Auf diese Kennzeichnung müssen folgende Angaben folgen:
    • die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem sie erstmals angebracht wurde,
    • die Namen und die eingetragene Adresse des Herstellers oder das identifizierende Markenzeichen zur einfachen Identifizierung des Namens und der Adresse des Herstellers,
    • den eindeutigen Kenncode des Produkttyps,
    • die Referenznummer der Leistungserklärung,
    • die darin erklärte Leistung nach Stufe oder Klasse,
    • die Fundstelle der einschlägigen technischen Spezifikation,
    • soweit zutreffend die Kennnummer der notifizierten Stelle,
    • der in der einschlägigen technischen Spezifikation vorgesehene Verwendungszweck.
  • Die erforderliche technische Dokumentation erstellen. Hersteller und Importeure müssen eine Kopie der technischen Dokumentation und der Leistungserklärung nach dem Inverkehrbringen eines Bauprodukts zehn Jahre lang aufbewahren.
  • Die verfahrenstechnische Effizienz der Serienproduktion zur Gewährleistung der deklarierten Leistung sicherstellen.

Anmerkung: Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat eine Gesetzgebung für Bauprodukte erlassen, die ab dem 1. Januar 2021 in Großbritannien (England, Schottland und Wales) verkauft werden sollen. Die Gesetzgebung sieht vor, dass Produkte mit der CE-Kennzeichnung in Großbritannien bis zum 1. Januar 2022 akzeptiert werden. Hersteller, die Bauprodukte nach Großbritannien und in die EU liefern, müssen keine spezielle Leistungserklärung für Großbritannien erstellen, wenn die Verpflichtungen der EU-Standards und Standards des Vereinigten Königreichs für das Produkt identisch sind, wenn das Produkt rechtmäßig mit der CE-Kennzeichnung versehen wurde und die Leistungserklärung auf Englisch vorliegt. Unter BREXIT: Leitfaden der Regierung des Vereinigten Königreichs finden Sie weitere Informationen zu den neuen Anforderungen und Übergangsmaßnahmen.

Importeure müssen u. a. Folgendes sicherstellen:

  • Der Hersteller hat die Bewertung und Überprüfung der Leistungskonsistenz durchgeführt.
  • Der Hersteller hat die technische Dokumentation erstellt.
  • Der Hersteller hat eine Leistungserklärung erstellt.

  • Solange sich ein Bauprodukt in ihrer Verantwortung befindet, müssen sie gewährleisten, dass dessen Lagerungs- oder Transportbedingungen die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen nicht gefährden.
  • Importeure müssen eine Kopie der technischen Dokumentation und der Leistungserklärung nach dem Inverkehrbringen eines Bauprodukts zehn Jahre lang aufbewahren.

Händler müssen u. a. Folgendes sicherstellen:

  • In Bezug auf die geltenden Anforderungen wird mit der gebotenen Umsicht verfahren.
  • Solange sich ein Bauprodukt in ihrer Verantwortung befindet, müssen sie gewährleisten, dass dessen Lagerungs- oder Startbedingungen die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen nicht gefährden.

Anmerkung: Produkte, die bis einschließlich 31. Dezember 2020 erstmals in der EU oder im Vereinigten Königreich auf den Markt gebracht wurden, dürfen weiter zirkulieren, bis sie beim Endverbraucher angekommen sind, und unterliegen nicht den Änderungen, die ab dem 1. Januar 2021 gelten. Es empfiehlt sich, einen Nachweis über das Datum der erstmaligen Inverkehrbringung Ihres Produkts im Vereinigten Königreich oder in der EU aufzubewahren. Geeignete Unterlagen sind u. a. Verkaufsverträge, Rechnungen oder Versandpapiere.

Wie lauten die Kennzeichnungsanforderungen und Informationspflichten?

Hersteller müssen sicherstellen, dass Bauprodukte folgende Angaben aufweisen:

  • Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zur Identifizierung des Bauprodukts,
  • Name, Firma oder eingetragene Marke des Herstellers sowie die Postanschrift, unter der er kontaktiert werden kann,
  • die erforderliche CE- oder UK-Kennzeichnung.

Importeure müssen sicherstellen, dass Bauprodukte folgende Angaben aufweisen:

  • Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zur Identifizierung des Bauprodukts,
  • Name, Firma oder eingetragene Marke des Importeurs, die Postanschrift, unter der er kontaktiert werden kann, sowie die entsprechenden Angaben des Herstellers,
  • die erforderliche CE- oder UK-Kennzeichnung.

Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat Leitfäden mit alternativen Methoden zur Bereitstellung von Informationen zur Rückverfolgbarkeit von Importeuren in Großbritannien bis zum 31. Dezember 2022 veröffentlicht. Unter BREXIT: Leitfaden der Regierung des Vereinigten Königreichs weiter unten finden Sie Links zu diesen Leitfäden.

Händler haben folgende Pflichten:

  • sicherzustellen, dass das Bauprodukt mit einer CE- oder UK-Kennzeichnung versehen ist;
  • sicherzustellen, dass dem Bauprodukt die erforderlichen Unterlagen, Hinweise und Sicherheitsinformationen auf Englisch beiliegen;
  • sicherzustellen, dass der Hersteller sowie der Importeur die Anforderung erfüllt hat, seinen Namen, seine Firma oder sein eingetragenes Warenzeichen und die Postanschrift, unter der er kontaktiert werden kann, auf dem Bauprodukt anzugeben. Sollte dies nicht möglich sein, sollten die Angaben auf der Verpackung vorhanden sein.

Außerdem sollten einem Bauprodukt eine Gebrauchsanleitung sowie Sicherheitshinweise in einer benutzerfreundlichen Sprache beiliegen, die für Endverbraucher und Behörden gleichermaßen angemessen ist.

Nordirland

Bitte beachten Sie, dass in Nordirland ab dem 1. Januar 2021 aufgrund des Protokolls zu Nordirland andere Vorschriften gelten. Im Detail heißt dies:

  • Sie müssen sicherstellen, dass Produkte den Anforderungen der EU entsprechen und dass Sie die CE-Kennzeichnung verwenden.
  • Sie sind ein Importeur, wenn Sie in der EU oder in Nordirland ansässig sind und Produkte aus einem Land außerhalb der EU und Nordirlands (einschließlich aus Großbritannien) in Nordirland verkaufen. Produkte, die in Nordirland verkauft werden, sollten mit Details zu jedem in der EU bzw. in Nordirland ansässigen Importeur versehen sein.
  • Bevollmächtigte können in Nordirland oder in der EU ansässig sein. Ab dem 16. Juli 2021 treten im Rahmen der EU-Verordnung 2019/1020 neue Regelungen in Kraft. Einige Unternehmen müssen unter Umständen eine verantwortliche Person in der EU oder in Nordirland für Konformitätsfunktionen benennen (wenn es in der Lieferkette keine andere juristische Person gibt, die die Aufgaben ausführen kann). Weitere Informationen zu den neuen Regeln werden von der Regierung des Vereinigten Königreichs zur Verfügung gestellt.
  • Wenn Sie eine Stelle im Vereinigten Königreich mit einer obligatorischen externen Konformitätsbewertung beauftragen, müssen Sie ab dem 1. Januar 2021 für Produkte, die in Nordirland in Verkehr gebracht werden, eine UKNI-Kennzeichnung sowie eine CE-Kennzeichnung anbringen. Waren mit der CE- und UKNI-Kennzeichnung dürfen in der EU nicht verkauft werden. Sie müssen die UKNI-Kennzeichnung nicht verwenden, wenn Sie die Konformität selbst zertifizieren oder eine EU-Stelle mit einer obligatorischen externen Prüfung beauftragen.
  • "Qualifizierte nordirische Waren" können in Großbritannien mit der CE-Kennzeichnung verkauft werden. Die Regierung des Vereinigten Königreichs wird einen entsprechenden Leitfaden zum Ablauf veröffentlichen.

Was sollten Sie tun, wenn Bauprodukte die Verordnung des Vereinigten Königreichs nicht erfüllen?

Händler dürfen ein Bauprodukt nicht zum Verkauf anbieten, wenn sie feststellen, dass es möglicherweise gegen die Anforderungen der Verordnungen verstößt. Wenn das Bauprodukt eine Gefahr darstellt, müssen Händler den Hersteller oder Importeur sowie die Behörden darüber informieren.

Hersteller, Importeure und Händler müssen umgehend die erforderlichen Korrekturmaßnahmen ergreifen, um das betreffende Bauprodukt, wie jeweils angemessen, in Übereinstimmung mit der Verordnung zu bringen, es vom Markt zu nehmen oder es zurückzurufen.

Wenn ein Bauprodukt eine Gefahr darstellt, sollten Hersteller, Importeure und Händler umgehend die zuständigen Behörden des Vereinigten Königreichs informieren, in denen es verkauft wurde, und dabei auch Angaben zu Verstößen und allen ergriffenen Korrekturmaßnahmen machen.

Hersteller, Importeure und Händler müssen auf begründeten Antrag einer zuständigen Behörde des Vereinigten Königreichs hin alle Informationen und Unterlagen auf Papier oder in elektronischer Form bereitstellen, die erforderlich sind, um die Konformität des Bauprodukts mit den Rechtsvorschriften nachzuweisen. Außerdem müssen sie auf Anfrage mit den zuständigen Behörden gemeinsam an den Maßnahmen zur Beseitigung der mit diesen Produkten verbundenen Risiken arbeiten.

BREXIT: Leitfaden der Regierung des Vereinigten Königreichs

Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat Leitfäden zum Verkauf von Bauprodukten in Großbritannien und Nordirland nach dem Brexit veröffentlicht. Die veröffentlichten Leitfäden enthalten Informationen zur Lieferung von Bauprodukten in Großbritannien hinsichtlich der Konformitätsanforderungen, die ab dem 1. Januar 2021 gelten, einschließlich folgender Themen:

  • festgelegte Standards
  • Übergangsbestimmungen
  • im Vereinigten Königreich "zugelassene Stellen"
  • Maßnahmen für Unternehmen und andere Interessenträger

Wir empfehlen Ihnen, diese Leitfäden (unten verlinkt) sowie alle anderen spezifischen Leitfäden der Regierung des Vereinigten Königreichs zu lesen, die für Ihr Produkt gelten. Wenn Sie Fragen dazu haben, wie die Gesetze und Verordnungen für Ihre Produkte ab dem 1. Januar 2021 anwendbar sind, wenden Sie sich bitte an einen Rechtsbeistand.

Weitere Informationen

Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, die folgenden Websites der Regierung des Vereinigten Königreichs zu besuchen, um weitere Informationen zu den Anforderungen des Vereinigten Königreichs an Bauprodukte zu erhalten:

Die oben erwähnten Hinweise zum Brexit finden Sie hier:

Wir empfehlen Ihnen auch, die Business Companion-Website zu besuchen, die Hinweise zur Produktsicherheit im Vereinigten Königreich enthält.

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