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Dieser Artikel bezieht sich auf den Verkauf in: Deutschland

Steuerverpflichtungen in Deutschland

Ab dem 1. Juli 2021 müssen alle in Deutschland steuerpflichtigen Verkaufspartner eine deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) in Seller Central hochladen.

Das Steueränderungsgesetz 2020 wurde am 28. Dezember 2020 erlassen. Es ergänzt die bestehende Regelung zur gesamtschuldnerischen Haftung mit Wirkung zum 1. Juli 2021. Damit wird die bisherige Verpflichtung der Vorlage einer Bescheinigung nach §22f UStG (Formular F22) durch die Verpflichtung der Bereitstellung einer deutschen oder einer EU-Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ersetzt, die auf den Namen und die Adresse des Verkaufspartners ausgestellt ist.

Bei deutschen Umsatzsteuer-Identifikationsnummern müssen Namen und Adresse des Verkaufspartners auch mit den beim deutschen Finanzamt registrierten Daten übereinstimmen.

Für Verkaufspartner, die keinen Lagerbestand in Deutschland lagern, gibt es als Alternative auch die Möglichkeit der Registrierung beim sogenannten One-Stop-Shop (OSS) der EU. Im Rahmen dieser Regelung sind Verkaufspartner verpflichtet, ihre grenzüberschreitenden Verkäufe an Privatpersonen innerhalb der EU im OSS zu melden. Sie müssen bis zum 1. Juli 2021 belegen, dass Sie Ihre EU-internen grenzüberschreitenden Verkäufe an Privatpersonen in Deutschland beim OSS melden und bei Ihrer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in Seller Central angeben, dass Sie diese für den OSS nutzen. Eine Übersicht über alle OSS-Portale der EU-Mitgliedsstaaten sowie der Kontaktdaten für jedes Land finden Sie hier.

Hinterlegen Sie Ihre deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer hier.

Sollten Sie bis zum 1. Juli 2021 keinen Nachweis erbracht haben, dass Sie beim OSS angemeldet sind, oder keine gültige deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer hinterlegt haben, dürfen Sie nicht mehr über Amazon.de oder an Kunden in Deutschland verkaufen.

Weitere Informationen zur steuerlichen Registrierung in Deutschland nach dem 1. Juli 2021 finden Sie hier.

Bis zum 1. Juli 2021 kann es der Fall sein, dass Sie eine Bescheinigung nach §22f UStG hochladen müssen, um auf der deutschen Marketplace-Site verkaufen oder Bestellungen aus oder nach Deutschland versenden zu dürfen. Bitte beachten Sie, dass nach dem 1. Juli 2021 die verpflichtende Vorlage einer Bescheinigung nach §22f UStG durch die Bereitstellung einer deutschen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bzw. die Anmeldung im OSS ersetzt wird.

Wenn Sie Ihre Steuerbescheinigung bereits erhalten haben, können Sie diese direkt in Seller Central hochladen.

Steuerbescheinigung hinzufügen

Gemäß den Änderungen des deutschen Umsatzsteuergesetzes ("UStG") haften die Betreiber elektronischer Marktplätze, wenn ihre Verkaufspartner auf ihrem Marktplatz handeln und Bestellungen aus oder nach Deutschland versenden, aber keine Umsatzsteuer zahlen. Die Betreiber elektronischer Marktplätze können dies vermeiden, indem sie gemäß § 22f UStG eine Steuerbescheinigung von ihren Verkaufspartnern einholen, die bestätigt, dass die Verkaufspartner in Deutschland steuerlich registriert sind.

Verkaufspartner, die außerhalb der Europäischen Union rechtmäßig ansässig sind und keine Steuerbescheinigung vorlegen, können nicht mehr bei Amazon.de oder an deutsche Kunden verkaufen. Verkaufspartner, die rechtmäßig in der Europäischen Union (einschließlich Deutschland), Island, Liechtenstein oder Norwegen ansässig sind und keine Steuerbescheinigung vorlegen, können nicht mehr bei Amazon.de oder an Kunden in Deutschland verkaufen.

Wie erhalte ich eine Steuerbescheinigung und wie kann ich diese Amazon bereitstellen?


  1. Sie müssen in Deutschland mit einer gültigen Steuernummer steuerlich registriert sein, um eine Steuerbescheinigung in Deutschland beantragen zu können. Die in der folgende nicht erschöpfende Liste genannten Transaktionen unterliegen der deutschen Umsatzsteuer und lösen in Deutschland eine Steuerregistrierungspflicht aus:
    1. Sie lagern Lagerbestand in und versenden diesen von Deutschland aus.
    2. Sie versenden Waren an deutsche Kunden aus einem anderen Land innerhalb der Europäischen Union, in dem Ihr Lagerbestand gelagert ist. Der Gesamtbetrag der Umsätze durch deutsche Kunden für alle Vertriebskanäle überschreitet dabei 100.000 € pro Jahr.
    3. Sie versenden Waren an deutsche Kunden aus einem Nicht-EU-Land und Sie (oder der Transportdienst in Ihrem Namen) sind der Importeur der Ware.
  2. Um eine Steuerbescheinigung zu beantragen, müssen Sie einen bei dem für Sie zuständigen deutschen Finanzamt einen entsprechenden Antrag einreichen. Klicken Sie hier, um Informationen dazu zu erhalten, welches deutsche Finanzamt für Sie zuständig ist. Die Kontaktdaten der jeweiligen Finanzämter finden Sie hier.
  3. Nachdem Sie die Steuerbescheinigung vom Finanzamt erhalten haben, laden Sie diese bitte hier in Seller Central hoch.

Was ist zu tun, wenn Sie in Deutschland keinen Umsatzsteuerverpflichtungen unterliegen?

Sie müssen Amazon diese Erklärung vorlegen, wenn Sie Bestellungen nach Deutschland versenden, aber nicht dazu verpflichtet sind, in Deutschland steuerlich registriert zu sein.

Weitere Informationen zu den Steuerpflichten in Deutschland.

Benötigen Sie Hilfe bei der Umsatzsteuerregistrierung? Weitere Informationen dazu finden Sie unter Umsatzsteuer-Services bei Amazon.

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