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Dieser Artikel bezieht sich auf den Verkauf in: Deutschland

Verordnung über Lebensmittelinformationen für Verbraucher für vorverpackte Lebensmittel

Die nachfolgenden Angaben dienen lediglich Informationszwecken. Sie sind nicht als Rechtsauskunft zu verstehen. Lesen Sie die Rechtsvorschriften für die EU und das Vereinigte Königreich. Wenn Sie Fragen hinsichtlich der für Ihr Produkt geltenden Gesetze und Verordnungen haben, wird die Beratung durch einen Rechtsbeistand empfohlen. Dieses Material spiegelt nur die Sachlage zu dem Zeitpunkt wider, als dieser Text verfasst wurde. Die Anforderungen in der EU und im Vereinigten Königreich können sich jedoch ändern, insbesondere im Hinblick auf das weitere Voranschreiten des Brexit. Weitere Informationen zu Änderungen, die Sie nach Ablauf des Übergangszeitraums betreffen können, finden Sie in den aktuellen Brexit-Leitfäden des Vereinigten Königreichs zu den einzelnen Produkten (falls verfügbar).

Einführung

I. Anforderungen in der EU:

Alle Lebensmittelartikel, die bei Amazon-Websites in Europa verkauft werden, müssen der EU-Lebensmittelinformationsverordnung entsprechen. (Siehe 1169/2011/EG EUFIC). Diese Gesetzgebung legt die verpflichtenden Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel fest.

Bei Fernverkäufen (z. B. Online-Verkauf von Waren) müssen sowohl am Verkaufsort (Produktdetailseite) als auch bei der Lieferung (wenn Waren beim Kunden eingegangen sind) erforderliche Angaben gemacht werden. Hinsichtlich der Informationen, die am Verkaufsort bereitgestellt werden, kann dies durch eindeutige Bilder des Produkts selbst und/oder durch Text auf der Produktdetailseite erfolgen (Bilder und Informationen der Produktdetailseite dürfen einander nicht widersprechen).

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Anforderungen für die Kennzeichnung von vorverpackten Lebensmitteln in der EU.

II. Anforderungen im Vereinigten Königreich

Lebensmittelerzeugnisse, die bis einschließlich 31. Dezember 2020 erstmals im Vereinigten Königreich erstmals auf den Markt gebracht wurden, müssen der EUFIC-Verordnung entsprechen.

Produkte, die bis einschließlich 31. Dezember 2020 erstmals in der EU oder im Vereinigten Königreich auf den Markt gebracht wurden, dürfen weiter im Umlauf sein, bis sie beim Endverbraucher angekommen sind. Sie unterliegen nicht den ab dem 1. Januar 2021 geltenden Änderungen. Sie können Nachweise darüber aufbewahren, wann Produkte erstmals im Vereinigten Königreich oder in der EU auf den Markt gebracht wurden. Geeignete Unterlagen sind beispielsweise Verkaufsverträge, Rechnungen und Versandpapiere.

Lebensmittelerzeugnisse, die nach dem 31. Dezember 2020 erstmals in Großbritannien (England, Schottland und Wales) auf den Markt gebracht wurden, unterliegen aufgrund der Food (Amendment) (EU Exit) Regulations 2019/529 einer geänderter EUFIC-Version. Für Waren, die Sie in den folgenden Territorien verkaufen, gelten unterschiedliche Vorschriften: (1) Großbritannien (England, Schottland und Wales) und (2) Nordirland.

Bei Fernverkäufen (z. B. Online-Verkauf von Waren) müssen sowohl am Verkaufsort (Produktdetailseite) als auch am Lieferort (wenn Waren beim Kunden eingegangen sind) erforderliche Angaben gemacht werden. Hinsichtlich der Informationen, die am Verkaufsort bereitgestellt werden, kann dies durch eindeutige Bilder des Produkts selbst und/oder durch Text auf der Produktdetailseite erfolgen (Bilder und Informationen der Produktdetailseite dürfen einander nicht widersprechen).

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Anforderungen für die Kennzeichnung von vorverpackten Lebensmitteln im Vereinigten Königreich.

I. Anforderungen in der EU

Geltungsbereich

Lebensmittel bezeichnet jede Substanz oder jedes Produkt, unabhängig davon, ob es verarbeitet, teilweise verarbeitet oder nicht verarbeitet ist, das dazu bestimmt ist, oder von dem zu erwarten ist, dass es von Menschen verzehrt wird.

Beispiele für Lebensmittel sind:

  • Säuglingsnahrung und Entwöhnungsnahrung
  • Back- und Kochzutaten
  • Getränke (einschließlich Bier, Wein und Spirituosen)
  • Fertiggerichte
  • Speisenersatzmittel
  • Konserven
  • Zerealien
  • Würzmittel und Aufstriche
  • Nahrungsergänzungsmittel (einschließlich Nahrungsergänzungsmittel für Gesundheit, Ernährung und Beauty)
  • Präsent- & Geschenkkörbe
  • Pasta & Getreide
  • Snacks & Desserts
  • Flüssigkeiten (z. B. Trinkzusätze, Suppen usw.)

Bitte beachten Sie, dass es zusätzliche Anforderungen in Bezug auf bestimmte andere Lebensmittel gibt, einschließlich:

Vorab verpackte Produkte

Diese Anleitung gilt für vorverpackte Lebensmittel. Vorverpackte Produkte sind Lebensmittel, die vor dem Verkauf in die Verpackung gegeben wurden und nicht modifiziert werden können, ohne die Verpackung zu öffnen oder auszutauschen. Beispiele sind Tiefkühlkost, Konservenobst und Vorratspackungen wie Müsli und Kekse.

Erforderliche Anforderungen sowohl für die Website als auch für vorverpackte Artikel

Je nach Art des Produkts müssen auf dem Produktetikett Pflichtinformationen angegeben werden. Im Folgenden finden Sie ausführliche Informationen zu den geltenden Anforderungen.

Die folgenden Produktinformationen müssen auf den Detailseiten vorverpackter Produkte in der Sprache des Landes angezeigt werden, in dem das Produkt verkauft wird. Die Informationen müssen gut sichtbar und lesbar sein und die Anforderungen an die Schriftgröße erfüllen.

Produkttyp Ort der Informationen Obligatorisch Erforderlich, falls zutreffend Empfohlen zur Optimierung des Einkaufserlebnisses
Vorverpackter Artikel Physisches Etikett (entweder auf der Verpackung oder angebrachtes Etikett)
  • Der rechtlich gültige Name von Lebensmitteln [siehe nachstehenden Punkt 1]
  • Nettofüllmenge (Gewicht)
  • Haltbarkeitsangabe: ((i) das Mindesthaltbarkeitsdatum ("mindestens haltbar bis") oder (ii) wenn die Lebensmittel schnell verderblich sind und nach einem kurzen Zeitraum eine sofortige Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen – das Verfallsdatum ("zu verbrauchen bis"))
  • Informationen zum Unternehmen – Name und Adresse des Lebensmittelunternehmers in der EU
  • Liste der Inhaltsstoffe [siehe unten Punkt 3] Angaben zu Allergenen
  • Etikettierung des Ursprungslandes [siehe unten Punkt 4]
  • Alkohol % für Getränke > 1,2 % ABV
  • Quantitative Angaben zu Inhaltsstoffen (QUID)
  • Besondere Lagerbedingungen
  • Gebrauchsanleitung
  • Nährwertangaben [siehe unten Punkt 5 ]
  • Recycling
  • Vorderseite der Verpackungsetikettierung (Referenzmengen/Farbcodierung)
  • Nummer der Verbraucher-Hotline
  • Adresse der Unternehmens-Website
  • Nährwert- und Gesundheitsangaben
  • Zusätzliche Warnhinweise, z. B. in Bezug auf die Notwendigkeit, sich körperlich zu betätigen und sich gesund zu ernähren, "in bestimmten Gasen verpackt", "enthält Süßungsmittel", "enthält Glycyrrhizinsäure oder ihre Ammoniumsalze", "hat einen hohen Koffeingehalt", "Zusatz von Phytosterolen", das Datum des Einfrierens von Fleisch und Fisch, ob es sich bei dem Produkt um ein Bioprodukt handelt oder ob es genetisch veränderte Inhaltsstoffe enthält
Vorverpackter Artikel Produktdetailseite
  • Wie bereits erwähnt, ist die Angabe eines Haltbarkeitsdatums und einer Chargennummer jedoch nicht zwingend erforderlich
Wie oben erwähnt Wie oben erwähnt


  1. Der rechtlich gültige Name muss Angaben zum physischen Zustand enthalten oder diese müssen beigefügt sein. Beispiele sind pulverisiert, erneut eingefroren, gefriergetrocknet, tiefgefroren, konzentriert, geräuchert. Es muss auch angeben, ob das Produkt physischen Prozessen wie Bestrahlung, Pasteurisierung usw. ausgesetzt wurde.
  2. Bei den unten aufgeführten Produkten kann statt der Haltbarkeitsdauer eine Chargennummer angegeben werden:
    • Frisches Obst und Gemüse, das nicht geschält, geschnitten oder ähnlich behandelt wurde (mit Ausnahme von Samen und ähnlichen Produkten, z. B. Hülsenfruchtsprossen)
    • Weine, Likörweine, Schaumwein und ähnliche Produkte aus anderen Früchten als Traubenmosten
    • Getränke mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumenprozent
    • Backwaren oder Gebäck, welche in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach der Herstellung konsumiert wird
    • Essig
    • Kochsalz
    • Fester Zucker
    • Süßwaren, die fast ausschließlich aus aromatisiertem und/oder farbigem Zucker bestehen
    • Kaugummis und ähnliche Kauprodukte
  3. Befreiungen können beispielsweise für frisches Obst und Gemüse, kohlensäurehaltiges Wasser, Gärungsessig, Lebensmittel aus einem einzigen Inhaltsstoff einschließlich Käse, Butter, Sahne, fermentierte Milch und Getränke mit mehr als 1,2 % Alkohol gelten.
  4. Erforderlich für Rindfleisch, Fisch, Honig, Olivenöl und frisches Obst und Gemüse. Frisches, gekühltes und gefrorenes Geflügel-, Schaf-, Schweine- und Ziegenfleisch, bei dem ein Verbraucher über die Herkunft des Produkts irregeführt würde, wenn eine solche Etikettierung nicht vorhanden ist. Weitere Informationen finden Sie im Glossar.
  5. Die vorgeschriebene Nährwertkennzeichnung gilt nicht für Produkte, die in Anhang V der 1169/2011/EG aufgeführt sind. Produkte, die mit Nährwert- und Gesundheitsangaben gemäß 1924/2006/EG nebst Ergänzungen versehen sind, müssen eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung aufweisen.
Anmerkung: Diese allgemeinen Regeln gelten zusätzlich zu den bestehenden spezifischen Regeln für bestimmte Lebensmittel wie Konfitüre, Fisch, Honig, Kaffee, Schokolade, Fruchtsäfte, Mineralwasser, Rindfleisch und Kalbfleisch.

Allergenkennzeichnung

Inhaltsstoffe, die als Allergene gelten, müssen in der Liste der Inhaltsstoffe hervorgehoben werden.

Die unten aufgeführten Inhaltsstoffe sind Allergene. Wenn ein Lebensmittel diese Allergene enthält, muss das Allergen in der Liste der Inhaltsstoffe durch einen charakteristischen Schriftsatz (fett, andersfarbig usw.) hervorgehoben werden:

  • Zerealien, die Gluten enthalten, wie Weizen (einschließlich Dinkel und Khorasanweizen), Roggen, Gerste und Hafer
  • Krustentiere, z. B. Garnelen, Krabben, Hummer und Krebse
  • Ei
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch (einschließlich Laktose)
  • Nüsse (d. h. Mandeln, Haselnüsse, Pistazien, Pekannüsse, Walnüsse, Paranüsse und Macadamianüsse)
  • Sellerie (einschließlich Knollensellerie)
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid/Sulfite, wenn mehr als 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter im Fertigerzeugnis vorhanden sind
  • Lupine, einschließlich Lupinenkerne und -mehl
  • Weichtiere, z. B. Miesmuscheln, Austern, Schnecken und Tintenfisch

Angaben

Angaben zu Lebensmittelprodukten dürfen nicht falsch, mehrdeutig oder irreführend sein und müssen die entsprechenden Anforderungen erfüllen (weitere Informationen finden Sie unten).

Grundsätzlich dürfen Angaben zu Lebensmitteln nicht falsch, mehrdeutig oder irreführend in Bezug auf Folgendes sein:

  • Qualität oder Größe
  • Preis
  • Inhaltsstoffe
  • Herstellungsdatum, -ort und -methode
  • Wirkung (die Sie für das Lebensmittel nennen)
  • Personen oder Organisationen, die sie empfehlen

Angaben, die besagen, dass das Lebensmittel oder dessen Inhaltsstoffe helfen können, eine Krankheit oder einen krankhaften Zustand zu behandeln, zu verhindern oder zu heilen, sind verboten. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Gesundheitsangaben" unten.

Außerdem dürfen nur Nährwert- und Gesundheitsangaben, die gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel (die "Verordnung") genehmigt wurden, auf dem Etikett und der Produktdetailseite verwendet werden.

Nährwertangaben

Nährwertangaben sind Angaben, die angeben, suggerieren oder implizieren, dass ein Lebensmittel aufgrund des Enthaltens, Nicht-Enthaltens, erhöhter oder reduzierter Energiewerte oder eines bestimmten Nährstoffs oder einer anderen Substanz bestimmte positive Nährwerteigenschaften hat. Nährwertangaben liefern Informationen zur ernährungsphysiologischen Zusammensetzung des Lebensmittels. Zum Beispiel: "Kalziumquelle", "fettarm", "ballaststoffreich" und "reduzierter Salzgehalt".

Nur Nährwertangaben, die im Anhang der Verordnung aufgeführt sind, dürfen auf Lebensmitteln angegeben werden, und zwar nur, wenn das Produkt die spezifischen Bedingungen für diese Angabe erfüllt. Die Angabe "fettarm" darf beispielsweise nur auf Produkten aufgeführt werden, deren Fettanteil bei Feststoffen 3 g pro 100 g nicht übersteigt.

Gesundheitsangaben

Gesundheitsangaben sind Angaben, die aussagen, suggerieren oder implizieren, dass eine Lebensmittelsorte, ein bestimmtes Lebensmittel oder einer der Inhaltsstoffe mit der Gesundheit in Zusammenhang steht. Es sind nur Gesundheitsangaben erlaubt, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und von der Europäischen Kommission genehmigt wurden. Das EU-Register enthält eine Liste spezifischer Gesundheitsangaben und das Ergebnis ihrer Prüfung (ob sie zugelassen sind oder nicht) sowie die Nutzungsbedingungen. Ein Beispiel für eine bestimmte Gesundheitsangabe wäre "Kalzium trägt zum Erhalt der Knochen bei". Allgemeine Angaben wie "gut für den Körper" oder "gesund" sind möglicherweise zulässig, wenn ihnen eine relevante und im EU-Register aufgeführte, genehmigte Angabe beigefügt ist, vorausgesetzt, sie erfüllen die spezifischen Nutzungsbedingungen.

Gesundheitsangaben dürfen nicht:

  • falsch, mehrdeutig oder irreführend sein.
  • implizieren, dass die Gesundheit geschädigt wird, wenn man das Lebensmittel nicht zu sich nimmt.
  • den Grad oder die Menge einer Gewichtsabnahme angeben.
  • auf Empfehlungen von einzelnen Ärzten oder Gesundheitsexperten verweisen.
  • den überschüssigen Konsum von Lebensmitteln anregen oder dulden.
  • implizieren, dass eine ausgeglichene Diät nicht die erforderlichen Nährstoffe liefern kann.
  • Zweifel bezüglich der Sicherheit und/oder des Nährwerts anderer Lebensmittel hervorrufen.
  • auf Veränderungen von Körperfunktionen verweisen, die beim Verbraucher Angst auslösen oder diese ausnutzen könnten.

Nährwert- und Gesundheitsangaben sind nur zulässig, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Durchschnittsverbraucher die angegebenen vorteilhaften Wirkungen versteht. Wenn, wie oben genannt, allgemeine Angaben zum körperlichen Wohlbefinden gemacht werden (z. B. "Superfood", "Antioxidantien", "gut für den Körper"), muss diesen Angaben eine spezifische Gesundheitsangabe beigefügt werden, in der erklärt wird, warum die entsprechenden Lebensmittel z. B. als "Superfood" gelten. Beispielsweise kann Makrele als Teil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung als Superfood betrachtet werden, da sie eine Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist. Die Angabe könnte daher Folgendes besagen: "Omega 3-Fettsäuren EPA und DHA tragen zur normalen Herzfunktion bei" sie sollte jedoch auf die Herkunft der Omega 3-Fettsäuren verweisen "enthält x mg Ecosapentaensäure und Docosahexaensäure pro 100 g". Um diese Gesundheitsangabe machen zu dürfen, müssen Sie dem Kunden ebenfalls mitteilen, dass die positive Wirkung mit einer Tagesdosis von 250 mg EPA und DHA erreicht wird.

Glossar

In dieser Tabelle werden die in diesem Handbuch beschriebenen Konzepte erläutert.

Konzept Erklärung
"Name" des Lebensmittels Bestimmte Lebensmittel haben rechtlich gültige Namen, die verwendet werden müssen, wenn das Produkt bestimmte Standards erfüllt (z. B. Konfitüre). In anderen Fällen kann ein gebräulicher Name (z. B. Bakewell-Torte) verwendet werden, vorausgesetzt, Kunden akzeptieren die Terminologie. Andernfalls muss eine beschreibende Bezeichnung verwendet werden (z. B. Pasta in Tomatensauce).
QUID Die QUID zeigt dem Verbraucher den Prozentsatz der bestimmten Inhaltsstoffe, die in einem Lebensmittelprodukt enthalten sind, an.

Sie müssen eine QUID angeben, wenn:

  • Die Zutat im Namen des Produkts enthalten ist, d. h. Pfirsichjoghurt
  • Die Kategorie der Inhaltsstoffe im Namen des Lebensmittels enthalten ist, d. h. Fischstäbchen
  • Eine zusammengesetzte Zutat im Namen eines Lebensmittels verwendet wird, d. h. Meeresfrüchte-Lasagne
  • Das Produkt mit einem üblichen Namen identifiziert wird, ohne weitere Erklärung, d. h. Chili Con Carne
  • Die Zutat wichtig für die Beschreibung des Lebensmittels und Unterscheidung von anderen Produkten ist, mit denen sie verwechselt werden könnten.

Informationen zum Unternehmen Name und Geschäftsadresse des Herstellers. Wenn der Hersteller seinen Sitz außerhalb der EU hat, müssen Angaben zum Unternehmen gemacht werden, welches das Lebensmittelprodukt in die EU importiert.
Haltbarkeitsangabe Die Angabe "mindestens haltbar bis“ oder "zu verbrauchen bis" ist nicht erforderlich, Sie müssen jedoch bei folgenden Produkten eine Chargennummer angeben:
  • Frischem Obst und Gemüse, das nicht geschält, geschnitten oder ähnlich behandelt wurde (mit Ausnahme von Samen und ähnlichen Produkten, wie z. B. Hülsenfruchtsprossen)
  • Weine, Likörweine, Schaumweine, aromatisierte Weine und ähnliche Produkte aus anderem Obst als Trauben
  • Getränke aus fermentierten Trauben und Traubenmost
  • Getränke mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumenprozent
  • Backwaren oder Gebäck, welche in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach der Herstellung konsumiert werden
  • Essig
  • Speisesalz
  • Fester Zucker
  • Süßwaren, die fast ausschließlich aus aromatisiertem oder farbigem Zucker hergestellt wurden; und
  • Kaugummis und ähnliche Kauprodukte
Nährwertangaben Nährwertangaben sind für die meisten vorverpackten Lebensmittel erforderlich (sofern nicht ausgenommen) und müssen pro 100 g oder 100 ml angegeben werden. Beispiele:
  • Typische Werte: pro 100 g
  • Energie 862kJ/206kcal
  • Fett: 0,0 g
  • Davon gesättigt: 4,2 g
  • Kohlenhydrate: 20,2 g
  • Davon Zucker: 1,1 g
  • Ballaststoff: 2,6 g
  • Eiweißgehalt: 7,6 g
  • Salz: 0,95 g
Lagerungshinweise Lagerungshinweise sind erforderlich, wenn das Haltbarkeitsdatum als "Verbrauchen bis" angegeben ist.
Recycling Vermerken Sie deutlich, ob die Verpackung wiederverwertbar ist.
Ursprungsland
  • Obligatorisch für einige Produkte, die anderen EU-Bestimmungen unterliegen (einschließlich Rindfleisch, Honig, Obst, Gemüse, Fisch, Olivenöl)
  • Unverarbeitetes Fleisch von Kühen, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel muss Angaben zu "aufgezogen in" und "geschlachtet in" enthalten.
  • Das Ursprungsland muss angegeben werden, wenn das Auslassen irreführend wäre, z. B. "echter italienischer Geschmack" bei Herstellung in Spanien.
  • Wird das Ursprungsland oder der Herkunftsort eines Lebensmittels angegeben und ist es nicht mit dem seiner primären Zutat identisch, muss das Ursprungsland bzw. der Herkunftsort der primären Zutat angegeben werden, z. B. wenn es in Frankreich aus dänischem Schinken hergestellt wird.
  • Gemäß der EU-Verordnung 2011/1169 müssen Sie das genaue Ursprungsland für das Produkt angeben. Dies kann nur ein bestimmtes Land sein. Bestimmte Produkte können jedoch saisonale Produkte sein, deren Herkunft sich ändern könnte, oder sie kommen im Laufe des Jahres aus unterschiedlichen Orten. Das Hauptziel ist es, dem Kunden klare Informationen darüber zu geben, woher das Produkt am Verkaufsort stammt, die nicht irreführend sein dürfen. Wenn für ein Produkt mehrere Ursprungsländer gelten, empfiehlt es sich, alle möglichen Ursprungsländer auf der Produktdetailseite beizubehalten. Erklären Sie aber, dass die Herkunft aufgrund saisonaler Änderungen variieren kann oder aus welchem Grund die Herkunft nicht eindeutig angegeben werden kann. Es ist wichtig, dass das Ursprungsland eines bestimmten Produkts korrekt auf dem Produkt gekennzeichnet ist, wenn es an den Kunden geliefert wird.
  • Bitte beachten Sie, dass die aktuelle, weltweite Geschäftsrichtlinie von Amazon den Verkauf von Produkten aus bestimmten Ländern einschränkt. Weitere Informationen finden Sie hier unter dem Stichwort "Produkte aus Ländern und Regionen, die einer Beschränkung unterliegen".
Produktbezogene Aussagen und Warnhinweise Diese Angaben sind erforderlich, wenn Verbraucher vor einer bestimmten Gefahr gewarnt werden sollten, ausgenommen Allergene (deren Nennung obligatorisch ist). Beispiel: "enthält eine Phenylalaninquelle" für alle Produkte, die das Süßungsmittel Aspartam enthalten.

Nährwert- und Gesundheitsangaben unterliegen bestimmten Anforderungen (siehe "Nährwertangaben" weiter oben).

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

II. Anforderungen im Vereinigten Königreich

Geltungsbereich

Die Verordnungen des Vereinigten Königreichs gelten für alle Produkte, die im Vereinigten Königreich verkauft werden. Es gelten jedoch unterschiedliche Bestimmungen für Großbritannien (England, Schottland und Wales) und Nordirland. Weitere Informationen zur Lage in Nordirland finden Sie weiter unten.

Lebensmittel bezeichnet jede Substanz oder jedes Produkt, unabhängig davon, ob es verarbeitet, teilweise verarbeitet oder nicht verarbeitet ist, das dazu bestimmt ist, oder von dem zu erwarten ist, dass es von Menschen verzehrt wird.

Beispiele für Lebensmittel sind:

  • Säuglingsnahrung und Entwöhnungsnahrung
  • Back- und Kochzutaten
  • Getränke (einschließlich Bier, Wein und Spirituosen)
  • Fertiggerichte
  • Speisenersatzmittel
  • Konserven
  • Zerealien
  • Würzmittel und Aufstriche
  • Nahrungsergänzungsmittel (einschließlich Nahrungsergänzungsmittel für Gesundheit, Ernährung und Beauty)
  • Präsent- & Geschenkkörbe
  • Pasta & Getreide
  • Snacks & Desserts
  • Flüssigkeiten (z. B. Trinkzusätze, Suppen usw.)

Bitte beachten Sie, dass es zusätzliche Anforderungen in Bezug auf bestimmte andere Lebensmittel gibt, einschließlich:

  • Nahrungsergänzungsmittel (Food Supplement (England) Regulations 2003 (in der jeweils gültigen Fassung) und ähnliche Verordnungen in Wales, Schottland und Nordirland)
  • Speisenersatzmittel
  • Säuglingsnahrung
  • Marmelade (Jam and Similar Products (England) Regulations 2003 und entsprechende Verordnungen in Wales, Schottland und Nordirland)
  • Fisch (Verordnung (EU) Nr. 1379/2013 wie beibehalten und geändert durch die Gesetzgebung des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit in Common Fisheries Policy (Amendment etc.) (EU Exit) Regulations 2019/739)
  • Honig (Honey (England) Regulations 2015 und entsprechende Verordnungen in Wales, Schottland und Nordirland)
  • Kaffee (Coffee Extracts and Chicory Extracts (England) Regulations 2001 und entsprechende Verordnungen in Wales, Schottland und Nordirland)
  • Schokolade (Cocoa and Chocolate Products (England) Regulations 2003 und entsprechende Verordnungen in Wales, Schottland und Nordirland)
  • Fruchtsäfte (Fruit Juices and Fruit Nectars (England) Regulations 2013 und entsprechende Verordnungen in Wales, Schottland und Nordirland)
  • Mineralwasser
  • Rindfleisch und Kalbfleisch (Verordnung (EU) 1825/2000, wie beibehalten und durch Gesetze des Vereinigten Königreichs geändert)
  • Lebensmittel, die GVO enthalten oder aus diesen hergestellt wurden (Verordnung (EU) 1830/2003 wie beibehalten und durch Gesetze des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit geändert in Genetically Modified Organisms (Amendment) (EU Exit) Regulations 2019/90)
  • Bier, Wein und Spirituosen

Vorverpackte Produkte

Diese Hinweise gelten für vorverpackte Lebensmittel. Vorverpackte Produkte sind Lebensmittel, die vor dem Verkauf in die Verpackung gegeben wurden und nicht modifiziert werden können, ohne die Verpackung zu öffnen oder auszutauschen. Beispiele sind Tiefkühlkost, Konservenobst und Vorratspackungen wie Müsli und Kekse.

Erforderliche Anforderungen sowohl für die Website als auch für vorverpackte Artikel

Je nach Art des Produkts müssen auf dem Produktetikett Pflichtinformationen angegeben werden. Im Folgenden finden Sie ausführlichere Informationen zu den geltenden Anforderungen.

Die folgenden Produktinformationen sollten auf den Detailseiten der vorverpackten Produkte in der Sprache des Landes angezeigt werden, in dem das Produkt verkauft wird. Die Informationen müssen gut sichtbar und lesbar sein und die Anforderungen an die Schriftgröße erfüllen.

Produkttyp Ort der Informationen Obligatorisch Erforderlich, falls zutreffend Empfohlen zur Optimierung des Einkaufserlebnisses
Vorverpackter Artikel Physisches Etikett (entweder auf der Verpackung oder angebrachtes Etikett)
  • Der rechtlich gültige Name von Lebensmitteln [siehe nachstehenden Punkt 1]
  • Nettofüllmenge (Gewicht)
  • Haltbarkeitsangabe: ((i) das Mindesthaltbarkeitsdatum ("mindestens haltbar bis") oder (ii) wenn die Lebensmittel schnell verderblich sind und nach einem kurzen Zeitraum eine sofortige Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen – das Verfallsdatum ("zu verbrauchen bis"))
  • Informationen zum Unternehmen – Name und Adresse des Lebensmittelunternehmers in der EU
  • Liste der Inhaltsstoffe [siehe unten Punkt 3] Angaben zu Allergenen
  • Etikettierung des Ursprungslandes [siehe unten Punkt 4]
  • Alkohol % für Getränke > 1,2 % ABV
  • Quantitative Angaben zu Inhaltsstoffen (QUID)
  • Besondere Lagerbedingungen
  • Nutzungsanweisungen
  • Nährwertangaben [siehe unten Punkt 5]
  • Recycling
  • Vorderseite der Verpackungsetikettierung (Referenzmengen/Farbcodierung)
  • Nummer der Verbraucher-Hotline
  • Adresse der Unternehmens-Website
  • Nährwert- und Gesundheitsangaben
  • Zusätzliche Warnhinweise, z. B. in Bezug auf die Notwendigkeit, sich körperlich zu betätigen und sich gesund zu ernähren, "in bestimmten Gasen verpackt", "enthält Süßungsmittel", "enthält Glycyrrhizinsäure oder ihre Ammoniumsalze", "hat einen hohen Koffeingehalt", "Zusatz von Phytosterolen", das Datum des Einfrierens von Fleisch und Fisch, ob es sich bei dem Produkt um ein Bioprodukt handelt oder ob es genetisch veränderte Inhaltsstoffe enthält
Vorverpackter Artikel Produktdetailseite
  • Wie bereits erwähnt, ist die Angabe eines Haltbarkeitsdatums und einer Chargennummer jedoch nicht zwingend erforderlich
Wie oben erwähnt Wie oben erwähnt

  1. Der rechtlich gültige Name muss Angaben zum physischen Zustand enthalten oder diese müssen beigefügt sein. Beispiele sind pulverisiert, erneut eingefroren, gefriergetrocknet, tiefgefroren, konzentriert, geräuchert. Es muss auch angeben, ob das Produkt physischen Prozessen wie Bestrahlung, Pasteurisierung usw. ausgesetzt wurde.
  2. Bei den unten aufgeführten Produkten kann statt der Haltbarkeitsdauer eine Chargennummer angegeben werden:
    • Frisches Obst und Gemüse, das nicht geschält, geschnitten oder ähnlich behandelt wurde (mit Ausnahme von Samen und ähnlichen Produkten, z. B. Hülsenfruchtsprossen)
    • Weine, Likörweine, Schaumwein und ähnliche Produkte aus anderen Früchten als Traubenmosten
    • Getränke mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumenprozent
    • Backwaren oder Gebäck, welche in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach der Herstellung konsumiert werden
    • Essig
    • Kochsalz
    • Fester Zucker
    • Süßwaren, die fast ausschließlich aus aromatisiertem und/oder farbigem Zucker bestehen
    • Kaugummis und ähnliche Kauprodukte
  3. Befreiungen können beispielsweise für frisches Obst und Gemüse, kohlensäurehaltiges Wasser, Gärungsessig, Lebensmittel aus einem einzigen Inhaltsstoff einschließlich Käse, Butter, Sahne, fermentierte Milch und Getränke mit mehr als 1,2 % Alkohol gelten.
  4. Erforderlich für Rindfleisch, Fisch, Honig, Olivenöl und frisches Obst und Gemüse. Frisches, gekühltes und gefrorenes Geflügel-, Schaf-, Schweine- und Ziegenfleisch, bei dem ein Verbraucher über die Herkunft des Produkts irregeführt würde, wenn eine solche Etikettierung nicht vorhanden ist. Weitere Informationen finden Sie im Glossar.
  5. Die vorgeschriebene Nährwertkennzeichnung gilt nicht für Produkte, die in Anhang V der 1169/2011/EG (wie beibehalten und durch Gesetze des Vereinigten Königreichs geändert) aufgeführt sind. Produkte, die mit Nährwert- und Gesundheitsangaben gemäß 1924/2006/EG nebst Ergänzungen versehen sind, müssen eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung aufweisen.
Anmerkung: Diese allgemeinen Regeln gelten zusätzlich zu den bestehenden spezifischen Regeln für bestimmte Lebensmittel wie Konfitüre, Fisch, Honig, Kaffee, Schokolade, Fruchtsäfte, Mineralwasser, Rindfleisch und Kalbfleisch.

Allergenkennzeichnung

Die unten aufgeführten Inhaltsstoffe sind Allergene. Wenn ein Lebensmittel diese Allergene enthält, müssen sie durch einen charakteristischen Schriftsatz hervorgehoben werden (z. B. alle in Großbuchstaben usw.).

Nachfolgend finden Sie eine Liste aller Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen, wie in Anhang II 1169/2011/EG angegeben (wie beibehalten und durch Gesetze des Vereinigten Königreichs geändert):

  • Glutenhaltiges Getreide, namentlich Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon, sowie daraus hergestellte Erzeugnisse (ausgenommen Glukosesirupe auf Weizenbasis einschließlich Dextrose, Maltodextrine auf Weizenbasis, Glukosesirupe auf Gerstenbasis, Getreide zur Herstellung von alkoholischen Destillaten einschließlich Ethylalkohol)
  • Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse (außer Fischgelatine, die als Trägerstoff für Vitamin- oder Karotinoidzubereitungen verwendet wird; Fischgelatine oder Hausenblase, die als Klärhilfsmittel in Bier und Wein verwendet wird)
  • Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse (außer vollständig raffiniertes Sojabohnenöl und -fett, natürliche gemischte Tocopherole (E306), natürliches D-alpha-Tocopherol, natürliches D-alpha-Tocopherolacetat, natürliches D-alpha-Tocopherolsukzinat aus Sojabohnenquellen; aus pflanzlichen Ölen gewonnene Phytosterine und Phytosterinester aus Sojabohnenquellen, aus Pflanzenölsterinen gewonnene Phytostanolester aus Sojabohnenquellen)
  • Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose / außer Molke zur Herstellung von alkoholischen Destillaten einschließlich Ethylalkohol, Lactit)
  • Schalenfrüchte, namentlich Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Kaschunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazie, Macadamia- oder Queenslandnüsse sowie daraus gewonnene Erzeugnisse, außer Nüssen zur Herstellung von alkoholischen Destillaten einschließlich Ethylalkohol
  • Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Schwefeldioxid und Sulphite in Konzentrationen von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l als insgesamt vorhandenes SO2, die für verzehrfertige Lebensmittel zu berechnen sind
  • Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse

Angaben

Angaben zu Lebensmittelprodukten dürfen nicht falsch, mehrdeutig oder irreführend sein und müssen die entsprechenden Anforderungen erfüllen.

Grundsätzlich dürfen Angaben zu Lebensmitteln nicht falsch, mehrdeutig oder irreführend in Bezug auf Folgendes sein:

  • Menge oder Größe
  • Preis
  • Inhaltsstoffe
  • Herstellungsdatum, -ort und -methode
  • Wirkung (die Sie für das Lebensmittel nennen)
  • Personen oder Organisationen, die es unterstützen

Angaben, die besagen, dass das Lebensmittel oder dessen Inhaltsstoffe helfen können, eine Krankheit oder einen negativen Zustand zu behandeln, zu verhindern oder zu heilen, sind verboten. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Gesundheitsangaben" unten.

Außerdem dürfen auf dem Etikett und auf der Detailseite nur Nährwert- und Gesundheitsangaben zu Lebensmitteln gemacht werden, die gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (wie beibehalten und durch Gesetze des Vereinigten Königreichs gemäß den Nutrition (Amendment etc.) (EU Exit) Regulations 2019/651 geändert) genehmigt wurden.

Nährwertangaben

Nährwertangaben sind Angaben, die angeben, suggerieren oder implizieren, dass ein Lebensmittel aufgrund des Enthaltens, Nicht-Enthaltens, erhöhter oder reduzierter Energiewerte oder eines bestimmten Nährstoffs oder einer anderen Substanz bestimmte positive Nährwerteigenschaften hat. Nährwertangaben liefern Informationen zur ernährungsphysiologischen Zusammensetzung des Lebensmittels. Zum Beispiel: "Kalziumquelle", "fettarm", "ballaststoffreich" und "reduzierter Salzgehalt".

Nur Nährwertangaben, die im Anhang der Verordnung aufgeführt sind, dürfen auf Lebensmitteln angegeben werden, und zwar nur, wenn das Produkt die spezifischen Bedingungen für diese Angabe erfüllt. Die Angabe "fettarm" darf beispielsweise nur auf Produkten aufgeführt werden, deren Fettanteil bei Feststoffen 3 g pro 100 g nicht übersteigt.

Gesundheitsangaben

Gesundheitsangaben sind Angaben, die aussagen, suggerieren oder implizieren, dass eine Lebensmittelsorte, ein bestimmtes Lebensmittel oder einer der Inhaltsstoffe mit der Gesundheit in Zusammenhang steht. Nur Gesundheitsangaben, die von der zuständigen Behörde (siehe unten) genehmigt wurden, sind zulässig:

  • England: Secretary of State for Health and Social Care
  • Schottland: Schottische Minister
  • Wales: Walisische Minister
  • Nordirland: Department of Health

Bis zum Ende der Brexit-Übergangsphase (aktuell 31. Dezember 2020) enthält das EU-Register eine Liste spezifischer Gesundheitsangaben und das Ergebnis ihrer Prüfung (ob sie zugelassen sind oder nicht) sowie die Nutzungsbedingungen.

Nach Ablauf der Brexit-Übergangsphase (aktuell 31. Dezember 2020) wird von Behörden des Vereinigten Königreichs ein Register geführt, das eine Liste bestimmter Gesundheitsangaben und das Ergebnis ihrer Prüfung (ob sie zugelassen sind oder nicht) sowie die Nutzungsbedingungen enthält.

Gesundheitsangaben dürfen nicht:

  • falsch, mehrdeutig oder irreführend sein.
  • implizieren, dass die Gesundheit geschädigt wird, wenn man das Lebensmittel nicht zu sich nimmt.
  • den Grad oder die Menge einer Gewichtsabnahme angeben.
  • auf Empfehlungen von einzelnen Ärzten oder Gesundheitsexperten verweisen.
  • den überschüssigen Konsum von Lebensmitteln anregen oder dulden.
  • implizieren, dass eine ausgeglichene Diät nicht die erforderlichen Nährstoffe liefern kann.
  • Zweifel bezüglich der Sicherheit und/oder des Nährwerts anderer Lebensmittel hervorrufen.
  • auf Veränderungen von Körperfunktionen verweisen, die beim Verbraucher Angst auslösen oder diese ausnutzen könnten.

Nährwert- und Gesundheitsangaben sind nur zulässig, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Durchschnittsverbraucher die angegebenen vorteilhaften Wirkungen versteht. Wenn, wie oben genannt, allgemeine Angaben zum körperlichen Wohlbefinden gemacht werden (z. B. "Superfood", "gut für den Körper"), muss diesen Angaben eine spezifische Gesundheitsangabe beigefügt werden, in der erklärt wird, warum die entsprechenden Lebensmittel als "Superfood" gelten. Beispielsweise kann Makrele als Teil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung als Superfood betrachtet werden, da sie eine Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist. Die Angabe könnte daher Folgendes besagen: "Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei." Dies sollte mit der Erklärung versehen sein, woher die Omega-3-Fettsäuren stammen und dass x mg Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure pro 100 g enthalten sind. Um diese Gesundheitsangabe verwenden zu können, müssen Sie dem Kunden ebenfalls mitteilen, dass die positive Wirkung mit einer Tagesdosis von 250 mg EPA und DHA erreicht wird.

Glossar

In dieser Tabelle werden die in diesem Handbuch beschriebenen Konzepte erläutert.

Konzept Erklärung
"Name" des Lebensmittels Bestimmte Lebensmittel haben rechtlich gültige Namen, die verwendet werden müssen, wenn das Produkt bestimmte Standards erfüllt (z. B. Konfitüre). In anderen Fällen kann ein gebräulicher Name (z. B. Bakewell-Torte) verwendet werden, vorausgesetzt, Kunden akzeptieren die Terminologie. Andernfalls muss eine beschreibende Bezeichnung verwendet werden (z. B. Pasta in Tomatensauce).
QUID

Die QUID zeigt dem Verbraucher den Prozentsatz der in einem Lebensmittelprodukt enthaltenen Inhaltsstoffe an.

Sie müssen eine QUID angeben, wenn:

  • die Zutat im Namen des Produkts enthalten ist, z. B. Pfirsichjoghurt
  • die Kategorie der Inhaltsstoffe im Namen des Lebensmittels enthalten ist, z. B. Fischstäbchen
  • eine zusammengesetzte Zutat im Namen eines Lebensmittels verwendet wird, z. B. Meeresfrüchtelasagne
  • das Produkt mit einem üblichen Namen identifiziert wird, ohne weitere Erklärung, z. B. Chili Con Carne
  • die Zutat wichtig für die Beschreibung des Lebensmittels und Unterscheidung von anderen Produkten ist, mit denen es verwechselt werden könnte.

Informationen zum Unternehmen Name und Geschäftsadresse des Herstellers. Wenn der Hersteller seinen Sitz außerhalb des Vereinigten Königreichs hat, müssen Angaben zum Unternehmen gemacht werden, welches das Lebensmittelprodukt in das des Vereinigten Königreich importiert.
Haltbarkeitsangabe

Die Angabe "mindestens haltbar bis“ oder "zu verbrauchen bis" ist nicht erforderlich, Sie müssen jedoch bei folgenden Produkten eine Chargennummer angeben:

  • Frisches Obst und Gemüse, das nicht geschält, geschnitten oder ähnlich behandelt wurde (mit Ausnahme von Samen und ähnlichen Produkten, z. B. Hülsenfruchtsprossen)
  • Weine, Likörweine, Schaumweine, aromatisierte Weine und ähnliche Produkte aus anderem Obst als Trauben
  • Getränke aus fermentierten Trauben und Traubenmost
  • Getränke mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumenprozent
  • Backwaren oder Gebäck, welche in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach der Herstellung konsumiert werden
  • Essig
  • Speisesalz
  • Fester Zucker
  • Süßwaren, die fast ausschließlich aus aromatisiertem oder farbigem Zucker hergestellt wurden; und
  • Kaugummis und ähnliche Kauprodukte

Nährwertangaben

Nährwertangaben sind für die meisten vorverpackten Lebensmittel erforderlich (außer, sie sind von dieser Pflicht befreit) und müssen pro 100 g oder 100 ml angegeben werden. Beispiele:

  • Typische Werte: pro 100 g
  • Energie 862 kJ/206 kcal
  • Fett: 0,0 g
  • Davon gesättigt: 4,2 g
  • Kohlenhydrate: 20,2 g
  • Davon Zucker: 1,1 g
  • Ballaststoff: 2,6 g
  • Eiweißgehalt: 7,6 g
  • Salz: 0,95 g

Lagerungshinweise Lagerungshinweise sind erforderlich, wenn das Haltbarkeitsdatum als "Verbrauchen bis" angegeben ist.
Recycling Vermerken Sie deutlich, ob die Verpackung wiederverwertbar ist.
Ursprungsland
  • Obligatorisch für einige Produkte, die anderen Bestimmungen des Vereinigten Königreichs unterliegen (einschließlich Rindfleisch, Honig, Obst, Gemüse, Fisch, Olivenöl)
  • Unverarbeitetes Fleisch von Kühen, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel muss Angaben zu "aufgezogen in" und "geschlachtet in" enthalten.
  • Das Ursprungsland muss angegeben werden, wenn das Auslassen irreführend wäre, z. B. "echter italienischer Geschmack" bei Herstellung im Vereinigten Königreich.
  • Wird das Ursprungsland oder der Herkunftsort eines Lebensmittels angegeben und ist es nicht mit dem seiner primären Zutat identisch, muss das Ursprungsland bzw. der Herkunftsort der primären Zutat angegeben werden, z. B. wenn es in England aus dänischem Schinken hergestellt wird.
  • Gemäß der EU-Verordnung 2011/1169 (wie beibehalten und geändert durch die Gesetze des Vereinigten Königreichs) müssen Sie das genaue Ursprungsland für das Produkt angeben. Dies kann nur ein bestimmtes Land sein. Bestimmte Produkte können jedoch saisonale Produkte sein, deren Herkunft sich ändern könnte, oder sie kommen im Laufe des Jahres aus unterschiedlichen Orten. Das Hauptziel ist es, dem Kunden klare Informationen darüber zu geben, woher das Produkt am Verkaufsort stammt. Diese dürfen nicht irreführend sein. Wenn für ein Produkt mehrere Ursprungsländer gelten, empfiehlt es sich, alle möglichen Ursprungsländer auf der Produktdetailseite beizubehalten. Erklären Sie aber, dass die Herkunft aufgrund saisonaler Änderungen variieren kann oder aus welchem Grund die Herkunft nicht eindeutig angegeben werden kann. Es ist wichtig, dass das Ursprungsland eines bestimmten Produkts korrekt auf dem Produkt gekennzeichnet ist, wenn das Produkt an den Kunden geliefert wird.
  • Bitte beachten Sie, dass die aktuelle, weltweite Geschäftsrichtlinie von Amazon den Verkauf von Produkten aus bestimmten Ländern einschränkt. Weitere Informationen finden Sie hier unter dem Stichwort "Produkte aus Ländern und Regionen, die einer Beschränkung unterliegen".
Produktbezogene Aussagen und Warnhinweise

Diese Angaben sind erforderlich, wenn Verbraucher vor einer bestimmten Gefahr gewarnt werden sollten, ausgenommen Allergene (deren Nennung obligatorisch ist). Beispiel: "enthält eine Phenylalaninquelle" für alle Produkte, die das Süßungsmittel Aspartam enthalten.

Nährwert- und Gesundheitsangaben unterliegen bestimmten Anforderungen. (Weitere Informationen finden Sie oben unter "Nährwert- und Gesundheitsangaben".)

Nordirland

Bitte beachten Sie, dass in Nordirland ab dem 1. Januar 2021 aufgrund des Protokolls zu Nordirland andere Regeln gelten. Im Einzelnen heißt dies:

  • Sie müssen sicherstellen, dass Produkte, die in Nordirland verkauft werden, die EU-Anforderungen erfüllen.
  • Sie sind ein Importeur, wenn Sie in der EU oder in Nordirland ansässig sind und Produkte aus einem Land außerhalb der EU und Nordirland (einschließlich aus Großbritannien) nach Nordirland verkaufen. Produkte, die in Nordirland verkauft werden, sollten mit Details zu jedem in der EU bzw. in Nordirland ansässigen Importeur versehen sein.
  • "Qualifizierte nordirische Waren" können in Großbritannien mit der CE-Kennzeichnung verkauft werden. Die Regierung des Vereinigten Königreichs wird entsprechende Leitlinien zum Ablauf herausgeben.

Die zuständige Behörde für die Autorisierung von gesundheitsbezogenen Angaben in Nordirland ist das Department of Health.

BREXIT: Leitfaden der Regierung des Vereinigten Königreichs

Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat einen Leitfaden zum Verkauf von Produkten in Großbritannien und Nordirland nach dem Brexit veröffentlicht. Wir empfehlen Ihnen, die folgende Website der Regierung des Vereinigten Königreichs zu besuchen, um Informationen zu den Änderungen zu erhalten, die Sie ab dem 1. Januar 2021 betreffen können:

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

Wir empfehlen Ihnen, die Business Companion-Website des Vereinigten Königreichs zu besuchen, die Richtlinien zur Produktsicherheit im Vereinigten Königreich bereitstellt:

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter:

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