Wie Amazongebühren in der EÜR verbuchen?


#43

Ich buche die Amazon kosten unter “Kosten der Warenabgabe”. Im SKR 04 Knto 6770, wobei ich für Amazon und Ebay jeweils 6771 und 6772 nutze. Dann habe ich das getrennt.

Ich gebe für 2021 das erste mal meine EÜR an das Finanzamt. Ich bin gespannt :slight_smile:


#44

Was hat denn “Kosten der Warenabgabe” mit EÜR zu tun? Richtig, gar nix.


#45

Naja. Also bei mir werden untern kosten der Warenabgabe alle Kosten verbucht, welche mit der Warenabgabe zu tun haben. Verpackungsmaterial, Amazon Gebühren.

Undabhängig davon. Warum sollten in einer EÜR Kosten nichts zu tun haben?!


#46

Äh, etwas verwirrt? KdW ist Bilanz und gibt es in der EÜR nicht. Auf welcher irrigen Annahme beruht die Frage, alleine schon die Bedeutung von “EÜR” liefert die Antwort.


#47

Kosten der Warenabgabe gehören nicht in eine EÜR? Das wäre mir Neu.

In eine EÜR gehören alle Einnahmen und Ausgabe (das Delta ist der Einnahmen-Überschuss).

Wenn ich für 500€ Verpackungsmaterial kaufe, habe ich eine Ausgabe. Diese sortiere ich Sachkonten zu. Diese Sachkonten werden unten “Kosten der Warenabgabe” gegliedert.


#48

Ist das schlicht Unwissenheit oder steckt mehr dahinter? Sie sollten aufhören, ständig Bilanz und EÜR in einen Topf zu werfen. Es gibt in der EÜR kein Feld “Kosten der Warenabgabe” und selbst wenn Sie in irgendeiner Steuersoftware etwas in ein derartiges Feld eintragen, landet es in der EÜR in Fremdleistungen, Sonstige Ausgaben oder sonst irgendetwas Abzugfähigem. Wenn Sie das nicht kapieren wollen, sollten Sie wirklich die Finger von jeglichen Steuersachen lassen…


#49

also ich habe gelernt mit einem Interims Konto zu arbeiten SK4 15… Amazon, dort landen alle Zahlungen vom Kunden an Amazon Payment. von diesem Konto buche ich die Zahlungen von Amazon auf die Bank… und wenn Amazon Rechnung kommt also die Kosten dann von dem Interim Konto an Geldkosten SK4 47… das wir wird auch in der EÜR ausgewiesen… das 15… Konto muss am ende des Jahres 0 sein… so wird es auch unter Bull und Lexware beschrieben.


#50

Unterhaltet ihr euch immer ncoh darüber? Tut Euch den gefallen und hollt euch einen BUCHHALTER - den keiner von Euch hat diese 2 Jährige Ausbildung und nochmal 2 Jährige Amazon Speziallisierung


#51

Ich bin ziemlich sicher, dass ich mit 12 Jahren EÜR und Amazon Erfahrung mehr Ahnung als 80% aller Buchhalter/Steuerberater habe. Und wenn ein Fehler passiert, ist es meiner und nicht der irgendeines Dienstleisters, der sich dann eh nur rausreden will. Meine Tochter soll ihrem Steuerberater unterschreiben, dass die Bilanz, die er ihr vorgelegt hat, korrekt und vollständig ist. Hallo? Wenn sie das selbst qualifiziert prüfen könnte, bräuchte sie wohl kaum einen Steuerberater.


#52

Möglicherweise bin ich daran schuld, dass @NightmareOS da verwirrt ist. Das Schema der DATEV, das ich oben verlinkt habe, stellt SKR03 4700 (also das Äquivalent zu SKR04 6770) dem angeblichen EÜR-Feld “Kosten der Warenabgabe” gegenüber. Dieses Feld existiert natürlich nicht, die DATEV hat sich da anscheinend vertan.

Es gilt das, was @RLV gesagt hat:

Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Eingangsfrage des Threads ist beantwortet. Wenn irgendjemand danach sucht, ist derjenige direkt schlauer.

Glaube ich dir, denn das entspricht auch meiner Erfahrung mit Steuerberatern.

Und genau das ist das Problem. Wenn es zu Problemen kommt, muss man das selbst verantworten. Nahezu jeder Steuerberater begrenzt die Haftung so umfassend, wie er kann. Bei einem Freund hat die Steuerfachangestellte seines StB den Jahresabschluss auch so dermaßen verhauen. Hätte er das nicht kontrolliert, säße er in der Kreide. Der gute Herr Steuerberater hat natürlich niemals drübergeguckt. Klassiker.


#53

Wenn ich das richtig verstanden habe, machen viele den Fehler, dass die Zahlung von Amazon als 119% Erlös angenommen werden.

Und davon nur die Umsatzsteuer abgeführt werden muss.
Und in diesem Fall ist die Zahllast geringer.

Beispiel:
Ein Computerspiel für 119€ Brutto wird verkauft.
Umsatzsteuer liegt bei 19€.
Der Nettoerlös wäre damit 100€, wovon noch die Amazongebühren bezahlt werden müssen.

Amazon überweist aber nicht 119€, sondern ca. 98,33€ (15% auf Computerspiele + 2,01€ Versand + 0,81€ Sondergebühr).

Wenn ich nun von 98,33 die Umsatzsteuer abführe, zahle ich an das Finanzamt nur 15,70€ und damit 3,30€ zu wenig.


#54

Die Umsatzsteuer muss sowieso nicht auf die Zahlung von Amazon abgeführt werden. Die hat damit überhaupt nichts zu tun und ist nur eine Umbuchung. Es wird abgeführt, was man auf den Rechnungen ausgewiesen hat.


#55

und genau das machen manche nicht.

Die nehmen die Überweisung von Amazon als den Bruttowert.


#56

Achso, verstehe. Oh je.