Wie Amazongebühren in der EÜR verbuchen?


#21

Welches Buchhaltungsprogramm nutzt Du? Lexware?


#22

Hallo,
vielleicht buchst du auf diese Weise:
https://www.strafrecht-oldenburg.de/steuerrecht-amazon-erlose-richtig-buchen-so-gehts/
und dieser Link hilft dir weiter.
Wenn du mit der Beschreibung dort nichts für dich anfangen kannst, vergiss den Link einfach.


#23

Ich nutze Lexoffice, allerdings die günstigste Kostenoption. Ich finde mich in dem Programm nicht zurecht. Ich habe mein Geschäftskonto verknüpft, und es erkennt zzwar alle Zahlungseingänge und -Ausgänge, kann diese aber garnicht automatisiert zuordnen. D.H. ich müsste jetzt manuell jede einzelne Amazon Überweisung zuordnen, und was genau habe ich dann davon? EÜR oder Steuererklärung erstellen kann ich auch nicht über Lexoffice. Frage mich was hier der Vorteil gegenüber der guten alten Excel Liste ist?!


#24

Gibt es Empfehlungen für gute E-Commerce Steuerberater? Ich verkaufe ausschließlich online. Gerne auch einen “Online-Steuerberater”. Ich möchte mich remote über Skype mit dem Berater treffen. Mir fehlt um ehrlich zu sein die Zeit für Anreisen und Beratungstermine. Bin sehr ausgebucht.


#26

Lexoffice unterstützt soweit ich weiß keinen CSV Import. Lexware dagegen schon. Da kann man dann die Umsätze importieren. Meiner Meinung nach zwingend notwendig, wenn man nicht jede Ausgangsrechnung einzeln eingeben möchte.


#27

Dieser Artikel ist nur für den Fall, dass jemand aufgrund der Auszahlungen von Amazon auf sein Bankkonto bucht.
Es gibt einige, die das auf diese Art und Weise machen.
Manche hier im Forum waren in anderen Threads zwar der Meinung, dass diese Buchführung nicht korrekt ist, aber ich kenne einige, bei denen das Finanzamt dies anstandslos anerkannt hat.


#28

Achso. Ich will auch so ein Finanzamt. :heart_eyes:


#29

Das Finanzamt nehme ich auch. Wird direkt die Zahllast geringer :wink:


#30

Nein, wird sie nicht - weil du zu den Auszahkungen aufs Bankkonto noch die Amazongebühren auf die richtige Weise als Einnahmen verbuchen musst (wie in dem Artikel genau beschrieben).
Anschließend werden die Amazongebühren dann noch einmal als Ausgaben gebucht (Reverse-Charge).


#31

@walex @Ewok99
Als Einsteigerlösung kann man es mal mit EC&T versuchen, das ist ausschließlich für Leute, die Einnahmenüberschussrechnung machen. Es kann CSV-Import und übermittelt per Knopfdruck die UStVA ans FA. Die ausgefüllten Steuerformulare für EÜR und USt-Erklärung sind da auch gleich drin, man braucht das dann mehr oder weniger nur nach ELSTER übertragen.
Kein Hochglanzprogramm, aber zum Üben okay.

Und passend zum Thema: Im Forum dort findet sich eine bebilderte Anleitung für Reverse-Charge und Gebühren aus Luxemburg. :wink:


#32

@Ewok99: Die Seite von @0815 ist für die EÜR selbst natürlich nicht direkt relevant. Es hilft dir in deiner persönlichen Entwicklung als Seller aber mit Sicherheit weiter, die Aussagen von der Seite nachzuvollziehen, gerade was den umsatzsteuerrechtlichen Teil angeht. Besser erklärt findest du diesen Zusammenhang vermutlich nirgends.

Hier hast du noch ein Schema, um die Buchungskonten von der Seite direkt auf die Felder in deiner EÜR übertragen zu können: https://www.datev.de/dnlexom/v2/content/files/st11812748683.pdf


#33

Dem (meinem) FA ist es vollkommen egal, in welchem Feld derlei Gebühren als Ausgabe (!) gebucht werden. Ich mach das schon immer unter “Übrige Betriebsausgaben”, da verwurste ich alles was nicht explizit ein eigenes Feld hat. Da musste ich zwangsweise sogar die OSS-Umsatzsteuern reinschreiben.


#34

@Ewok99
Als Grundlage kann ich die Buchhaltungsseminare von der IHK empfehlen (https://ihk-weiterbildung.de/bildungsangebote/seminare-und-zertifikatslehrgaenge/betriebswirtschaft-rechnungswesen/). Lieber hier mal 1000€investieren und das Prinzip hinter der Buchhaltung nachzuvollziehen anstatt einem Stb.-Büro die Tausender Jahr für Jahr in den Rachen zu schieben.


#35

Ist deinem FA auch vollkommen egal, ob man generell Steuer zahlt? Das wär ne Überlegung wert für einen Umzug… :thinking:


#36

Warum sparst du dir einen derart sinnbefreiten Beitrag nicht einfach?
Und ein VHS Kurs für 65,- reicht vollkommen aus, um alles Notwendige für die EÜR zu lernen. Schlechter als das, was 99% der Steuerberater leisten, wird das Ergebnis dann auch nicht (wenn man mit Zahlen nicht gänzlich auf Kriegsfuß steht).


#37

Wäre meinem Finanzamt auch vollkommen latte. Habe da mit meiner Sachbearbeiterin auch mal länger drüber gequatscht. Die haben - laut ihr - folgende Vorgehensweise: Ist der Betrag in einem der Felder unplausibel hoch, dann wird postalisch nachgehakt. Wenn das einwandfrei begründet wird, dann kommt ein Vermerk rein und es kommen auch den Folgejahren dazu keine weiteren Nachfragen. Die sind einfach nur froh, wenn alles vollständig ist. Ob die Provision an Amazon jetzt bei den Fremdleistungen oder bei den übrigen Betriebsausgaben landet, interessiert vermutlich kaum einen Sachbearbeiter.

Ich kenne zwar den Umfang der VHS-Kurse nicht, aber ich vermute auch, dass das für alles Wichtige reichen wird - zumindest was die EÜR betrifft. Kompliziertere Fragen dann sammeln und bei Bedarf einen Steuerberater kontaktieren. Die EÜR hat schließlich den Sinn und Zweck, dass jedermann damit klarkommt. Für die doppelte Buchführung sollte man durchaus etwas mehr Durchblick haben, die EÜR kennt aber nur Zuflüsse und Abflüsse. Und zwar in allen Zusammenhängen. Beispiel Umsatzsteuer: Ins eine Feld kommt der Betrag, der ans Finanzamt geflossen ist. Ins andere Feld kommt der Betrag, der vom Finanzamt erstattet wurde. Welche Beträge jetzt tatsächlich geschuldet wurden, ist bei völlig irrelevant. Was fließt zu? - Was fließt ab? - Das war’s.


#38

Ein sinnbefreiter Beitrag war das für mich nicht.


#40

Ich rufe in solchen Fällen direkt beim FA an, die helfen immer gerne und im Zweifelsfall vermutlich auch kompetenter als ein Steuerberater.


#41

Das ist schon klar. Wenn du aber nur deine Einnahmen auf dem Bankkonten verbuchst, führst du weniger Umsatzsteuer ab.

Es ist zwar falsch, aber das spielte bei meinem Post keine Rolle.


#42

Ist bei mir auch so. Ich trenne unter “Sonstige Ausgaben” noch die Marktplätze und buche dort die Gebühren. Das Finanzamt fragt dann immer nach, da der Posten fünfstellig ist. Dann schicke ich denen einen Auflistung und gut is. Hat danach noch nie Probleme gegeben. Aktuell fragen die auch gar nicht mehr. Haben vermutlich mit dem ganzen Coronahilfsfonds genug zu tun.