Verstoss gegen die Richtlinien


#1

Hallo liebe Helferlein.
Ich habe ein Problem.
Wir wurden soeben von Amazon angeschrieben, dass wir gegen die Richtlinien verstossen.
Es geht um die Bilder und nach telefonischer Rücksprache mit Amazon wurde mir von dem freundlichen Verkäuferservice mitgeteilt, dass ich alle Bilder freistellen muss.
Bei über 500 Bildern ist das natürlich eine Marathonaufgabe und der Verkäuferservice konnte mir auch nicht sagen, welchen Zeitraum ich bis zu einer eventuellen Sperre zur Verfügung habe.
Wisst Ihr hierzu näheres?
Was kann ich als erstes tun, um eine Sperre zu vermeiden?
Mein Problem besteht auch darin, dass ich weder die Zeit noch das Wissen habe, die Bilder alle selbst zu bearbeiten.
Kennt irgendjemand eventuell einen “Fachmann” der die Bildbearbeitung für uns übernehmen kann?
Sollte natürlich auch möglichst kostengünstig sein.
Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Gruss Ilona


#2

Guten Morgen,
es ist nun mal eine Tatsache, dass amazon ganz klare Richtlinien in Bezug auf die Bilder hat - auch wenn´s genug Verkäufer gibt, die klar dagegen verstossen.
Amazon ist das auch bekannt und wollen nach und nach dagegen vorgehen - was ich persönlich auch begrüße, da die Richtlinien ja darauf gründen, dass die Bilder einheitlich sein sollen und sich niemand einen Vorteil verschaffen soll.
Bei den Kategorien, für die man eine Freischaltung braucht, hat man jetzt schon keine Chance, wenn die Bilder nicht den Richtlinien ensprechen.

Das Wichtigste ist, dass Du sofort reagierst und amazon einen genauen, sehr zeitnahen Termin nennst, bis wann die Bilder ausgetauscht sind, also den Richtlinien ensprechen…neulich gab es hier im Forum erst ein posting eines Verkäufers, der nicht mit amazon Kontakt aufgenommen hat, sondern meinte, er tauscht die Bilder eben so rasch wie möglich aus…das dauerte dann etwas, da auch viele Artikel - und prompt waren die Angebote inaktiv.

Selbst bearbeiten - da gibt es sicher Bearbeitungsprogramme, wobei ich davon ausgehe, dass richtig gute Programme auch Geld kosten und dann muss man sich da auch erst ´reinfinden…wir haben eine Druckerei beauftragt, die das professionell macht - kostet natürlich, aber eben nur einmalig pro Artikel.

Du solltest daher schon aus Zeitgründen und um eine Sprerre zu vermeiden in den sauren Apfel beissen und Geld investieren.

Schöne Grüße von der Eiskoenigin


#3

Hallo,

wenn das die erste Verwarnung von Amazon ist, dann solltest du diese unbedingt ernst nehmen und sofort mit dem Austauschen der Bilder beginnen. Amazon.de ist im Vergleich zu den anderen europäischen Amazon-Plattformen bei dieser Richtlinie mittlerweile rigoros und sperrt das Verkäuferkonto auch vorrübergehend, wenn die Verwarnung nicht fruchtet.

Ich stelle meine Fotos selbst frei und verwende dafür GIMP. Das ist ein kostenloses Programm und ist auch leicht zu bedienen. Wenn die Qualität der Fotos ansonsten gut ist, dann geht das Freistellen eigentlich sehr flott.

Freundliche Grüße
Amy


#4

ich hab clippingfactory:

http://www.clippingfactory.com/

Bilder werden schnell bearbeitet; Preis ist o.k.
Das erste Bild kannst du mal kostenlos testen.

Gruß Acolon


#5

Freistellen kannst du lernen, es gibt gute YT Videos (schadet nie sein Gehirn zu gebrauchen) oder es abgeben und ein bisschen etwas dafür bezahlen.


#6

Gib mal 1 Link zu 1 Bild von dir, dann kann mir dir ca. sagen wie viel Aufwand du haben wirst … je nach Art des Bildes geht es sehr flott …


#7

Hallo,
erst einmal vielen Dank für Eure schnellen Antworten.
Hier einmal ein Link zu einem unserer Bilder.

Dürfte aber auch schon eines der komplizierteren Bilder sein.
Ich denke, ich werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen und die Bilder von einem Profi bearbeiten lassen.
Was denkt Ihr, soll ich Amazon für einen ungefähren Zeitraum für die Bearbeitung mitteilen?
Dürfte auch für einen profi nicht innerhalb von 3 Tagen zu bewältigen sein.
Gruss Ilona


#8

Wie wär’s, wenn Du Dich bei Produkten, die Amazon auch anbietet, einfach an Amazon dranhängst?
Die stellen auch tausendfach nichts frei.

(Nur Spaß…)


#9

Hallo, Ilona!

Der erste Schritt muss sein, diese Bilder schnellstmöglich von der Webseite zu nehmen. Loggen Sie sich hierzu in die Lagerbestandsübersicht Ihres Verkäuferkontos ein, klicken Sie bei den betroffenen Artikel auf den Link “Aktionen > Produktbilder verwalten” und nehmen Sie dort die Löschung vor. Unser System benötigt ca. 24 Stunden, bevor die Korrektur dauerhaft angezeigt wird.

Für Bilder, bei denen das nicht funktioniert, sollte ein Fall beim Verkäuferservice eröffnet und - unter Nennung der ASIN - eine Löschung beantragt werden. Dann am besten auch gleich darauf hinweisen, dass dies über das Verkäuferkonto nicht funktioniert.

Zusätzlich würde ich empfehlen, die Abteilung Verkäuferperformance darüber zu informieren, dass Sie aktuell die Löschung der Abbildungen vornehmen.

Mir ist bewusst, dass dies ein großer Aufwand ist, jedoch hatten wir vor kurzem einen ähnlichen Fall hier im Forum und es wird noch aufwendiger, wenn das “Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist”.

Erst im zweiten Schritt sollten dann richtlinienkonforme Bilder erstellt und aufgespielt werden.

Viele Grüße,
Andreas


#10

Deine Ausführungen sind nicht zu ergänzen, das wäre eigentlich eine Selbstverständlichkeit wenn man die primitivsten Kommunikationsvoraussetzungen und Informationen einhalten würde.

Aber das ist bei Amazon wohl auch durch Richtlinien verboten.


#11
  1. Euer System benötigt genau ein paar Minuten bis das Problem final gelöst ist: Produkt durch den Account-Inhaber löschen, nicht das Bild, das Produkt. Andere Portale, die einen vernünftigeren Umgang mit ihren Partnern pflegen löschen auch von sich aus, wenn es was zu inkriminieren gilt und, oh Wunder, kommunizieren das dann sogar.
    Solange nur das Bild gelöscht wird wendet sich der verzweifelte Käufer in seinem Wunsch nach dem perfekten Kauferlebnis nämlich u.U. dem Wettbewerb zu und kauft da.
  2. “Es geht um die Bilder und nach telefonischer Rücksprache mit Amazon wurde mir von dem freundlichen Verkäuferservice mitgeteilt, dass ich alle Bilder freistellen muss.”
    Toll, nach telefonischer Rücksprache. Es wäre ja auch unzumutbar gewesen, dem Accountinhaber gleich in der Drohmail mitzuteilen, welche Produkte auffällig geworden sind, oder, alternativ, mitzuteilen, daß die Bilder freigestellt werden müssen. Möglicherweise war da aber der entsprechende Praktikant der deutsche Sprache nicht mächtig und konnte nur multiple Choice Checkboxes bedienen. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?
  3. "…es wird noch aufwendiger, wenn das “Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist”
    Das Kind würde erst gar nicht in den Brunnen fallen wenn man
    a) kommunizieren würde wie das ein zivilisierter Umgang untereinander eigentlich als selbstverständlich vorsieht und
    b) der Große Meister selbst sich an die eigenen Richtlinien halten würde. Und jetzt erzählt mir nix von unvermeidlich beim Anhängen an bereits bestehende Produkte. Wenn die Bilder der Produkte an die man sicht anhängt den Richtlininien nicht entsprechen, dann hängt man sich da einfach mal nicht dran. Auch als Amazon nicht.
    Alternativ könnt man natürlich auch die anmassenden und hirnrissigen Richtlinien-Mails modifizieren- aber auch die erfüllen ja auch einen bestimmten Zweck im Amazon-Universum.

#12

Hi, Yappo!

Das würde das Problem nicht wirklich lösen, da das Bild dann noch immer im System hinterlegt ist. Der Eindruck einer Lösung mag anfangs entstehen, da nach der Löschung eines Angebotes in der Regel das Bild eines Mitbewerbers mit aktivem Angebot angezeigt wird.

Die meisten Produktdetailseiten haben mehrere Hauptbilder, die von verschiedenen Verkäufern aufgespielt wurden. Angezeigt wird jedoch immer nur das Bild des Angebotes, welches die Platzierung im Einkaufswagen-Feld (Buybox) erhalten hat. Die anderen Bilder “lauern im Hintergrund” und würden nachrutschen, wenn sich die Platzierung im Einkaufswagen-Feld ändert oder das aktuelle Angebot im Einkaufswagen-Feld deaktiviert werden würde.

Sind für einen Artikel also beispielsweise eine korrekte und eine fehlerhafte Abbildung eingespielt und das korrekte Bild würde über das dazugehörige Verkäuferkonto gelöscht werden, dann wäre noch immer die fehlerhafte Abbildung im System (selbst wenn das Angebot gelöscht ist) und es braucht dann nur noch einen Verkäufer, der sich an die Produktdetailseite ohne eigenes Bild anhängt und schon ist die fehlerhafte Abbildung wieder aktiv.

Das komplette Löschen von Listungen, nur weil die Abbildungen fehlerhaft sind, halte ich persönlich für keinen guten Weg. Zum einen müssten die Angebote ja auch irgendwann wieder neu erstellt werden, was ebenfalls mit Aufwand verbunden ist und zusätzlich wirkt sich eine komplette Löschung häufig negativ auf das Ranking der Artikel aus.

Ein weiterer und wichtiger Punkt ist, dass bei einer Löschung der eigenen Produktbilder die dazugehörigen Artikel weiterhin verkauft werden können. Wie oben beschrieben, rutschen dann die Bilder eines Mitbewerbers nach. Lösche ich die Listung komplett, ist der Artikel nicht mehr bestellbar und produziert keinen Umsatz.

Viele Grüße,
Andreas


#13

Hallo Andreas,

da sich zurzeit mal wieder Unsinnigkeiten Amazons häufen, muss ich auch hier mal nachhaken:

Warum löscht das Amazon dann nicht selbst aus dem System, wenn sie schon wissen dass es nicht richtlinienkonform ist? Dann soll die Performance-Abteilung ggf. intern die Katalogabteilung bemühen, oder den VKS beauftragen, wenn sie es schon nicht selbst können…

> Die meisten Produktdetailseiten haben mehrere Hauptbilder, die von verschiedenen Verkäufern aufgespielt wurden. Angezeigt wird jedoch immer nur das Bild des Angebotes, welches die Platzierung im Einkaufswagen-Feld (Buybox) erhalten hat.
Das ist nachweislich falsch. Die prozentuale Bildauswahl bezieht sich auf einen internen Scorewert des jeweiligen Verkäufers (berechnet u.a. nach Bewertungszahl) und hat mit der Buybox ansich nichts zu tun. Hier hast Du definitiv falsche Informationen!

>Sind für einen Artikel also beispielsweise eine korrekte und eine fehlerhafte Abbildung eingespielt und das korrekte Bild würde über das dazugehörige Verkäuferkonto gelöscht werden, dann wäre noch immer die fehlerhafte Abbildung im System (selbst wenn das Angebot gelöscht ist) und es braucht dann nur noch einen Verkäufer, der sich an die Produktdetailseite ohne eigenes Bild anhängt und schon ist die fehlerhafte Abbildung wieder aktiv.

Sorry, auch hier macht es sich Amazon zu einfach: Es ist EUER Katalog, es sind EURE Daten, und es EUER verdammter Job, sich bei EUREN Problemen auch darum zu kümmern und nicht ALLES auf Fremddienste abschieben zu wollen - meine zwei Cents zu diesem Thema…


#14

Hallo nochmals allerseits,
erst einmal vielen Dank für Eure Antworten.
Ich möchte hier nur kurz den bisherigen Verlauf schildern.
Nachdem ich den Verkäuferservice mit meinem Problem kontaktiert hatte, wurde ich an die Verkäufer-Performance verwiesen.
Kurze Mail genügte und nach ca. 2 Stunden wurde ich auch zurück gerufen.
Die nette Dame erklärte mir, dass ich auf jeden Fall die 2 angemahnten Artikel entweder sofort löschen soll, oder die beiden Artikel auf “inaktiv” setzen soll.
Habe ich dann sofort auch gelöscht.
Für die anderen Artikel hätte ich dann wiederum schon einige zeit zur Verfügung, es sei denn, Amazon würde wieder Artikel anmahnen.
Auf meine Anfrage, wie es sich denn mit den Bildern verhält, wenn sich ein anderer Verkäufer angehängt hätte wurde mir mitgeteilt, dass in diesem Fall nicht ICH, sondern der andere Verkäufer für das Bild verantwortlich wäre und ich nichts zu befürchten hätte.
Nun bin ich gerade dabei, so nach und nach alle Bilder freizustellen.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

  1. Die freigestellten Bilder sehen absolut besch… aus.
  2. Von unserem “Renner” habe ich vorher täglich mindestens 3 Pokalserien verkauft.
    Nach Änderung des Bildes keine einzige Serie mehr.
  3. Ich habe einmal eine kleine Umfrage bei meinen Freunden und Bekannten gestartet,welches Bild sie mehr ansprechen und zum Kauf animieren würde?
    100% gefiel mein altes Bild wesentlich besser.
    Gruss Ilona

#15

Wie Andreas richtig ausgeführt hat, ist das nicht notwendig - das Bild zu löschen reicht aus! Bei nur “inaktiven” Artikeln ist es sogar zwingend notwendig !

> Für die anderen Artikel hätte ich dann wiederum schon einige zeit zur Verfügung, es sei denn, Amazon würde wieder Artikel anmahnen.

Sehr gefährlich, ich würde - wie von Andreas ebenfalls korrekt dargestellt - umgehend alle entsprechenden Bilder löschen. Es sei denn, man will eine Suspendierung riskieren…

> Auf meine Anfrage, wie es sich denn mit den Bildern verhält, wenn sich ein anderer Verkäufer angehängt hätte wurde mir mitgeteilt, dass in diesem Fall nicht ICH, sondern der andere Verkäufer für das Bild verantwortlich wäre und ich nichts zu befürchten hätte.

Auch diese Aussage des Verkäuferservice ist schlichtweg falsch. Amazon-relevant ist immer der jeweilige Verursacher, nur die gesetzlich-rechtliche Seite bezieht sich auf den jeweiligen Verkäufer (die Deutsche Gesetzgebung interessiert sich aber einen Pups, ob die Bilder freigestellt sind, solange sie das verkaufte Produkt und keine zusätzlichen Artikel abbilden…)


#16

Ich bin mittlerweile übrigens fast sicher, daß hinter den Abmahnungen/Drohmails gar keine menschlichen Mitarbeiter mehr stecken sondern mehr oder weniger kompetent programmierte Bots. Wer sonst würde Samstags abends um viertel vor neun so eine Arbeit machen, s. Wochenendzuschlag etc.pp?
Prinzipiell ist es ja eher eine Fingerübung, einen Bot zu programmieren, der die 255er Richtlinie kontrolliert und dann, in der Regel völlig sinnfrei, ungehobelt und respektlos wie Bots eben so sind, die allseits bekannten Mails raushaut.
Mir ist das mal aufgefallen als bei einem Kunden (wir betreuen softwaretechnisch eine ganze Reihe von Kunden, die es einfach nicht lassen können, auf Amazon zu verkaufen) eine der genannten Drohmails auftauchte, was ihn verwunderte: er hatte reihenweise Produktbilder von Lieferanten eingepflegt, die eigentlich diese Richtlinie erfüllten.
Tatsächlich stellte sich nachher heraus, daß das Weiß zwar sauber aber nicht rein war und reihenweise 254er Werte hatte.
Von einem Menschen optisch nicht zu erkennen, von einem Bot schon.
Wer weiß, wieviele Zweibeiner da überhaupt noch sitzen- schliesslich kosten die Geld und Amazon setzt in D schliesslich nur ein paar Milliarden um, da bleibt kaum was übrig.
Erklären würde es zumindest den rüden Umgang und die Weigerung zu kommunizieren.


closed #17