Personalisierungsoptionen - Rücknahme


#21

Hallo, ich lese jedoch immer nur von der Größe. Unterschiedliche Größen sind keine Personalitsierung und somit auch kein Ausschlußgrund für eine Rücksendung. Personalisierung wäre z.B. ein individueller Schriftzug, der eingestickt oder anderweitig angebracht wurde.


#22

Du Bietes verschiedene Varianten und Größen an - eine Personalisierung wäre hier nach meinem Empfinden eine individuell wählbare Stickerei oder ähnliches.

Unterschiedliche Größen als Personalisierung zu verkaufen würde der Modeindustrie Rücksendungen im hohen 2 stelligen Prozentbereich ersparen!


#23

unsinn. wenn ein Artikel “maßgeschneidert” wird entsprechend den angebotenen Größen, fällt das ebenso unter den Ausschluss des Widerrufsrechts. hängt euch mal nicht an dem Wort personalisiert auf. Nichts anderes besagen genauso die Amazon Richtlinien. Allerdings sollte das in der eigenen Widerrufsbelehrung zusätzlich drinstehen, wenn man solche Waren anbietet. Wortlaut Gesetz:
§ 312g Widerrufsrecht
(2) Das Widerrufsrecht besteht, soweit die Parteien nichts anderes vereinbart haben, nicht bei folgenden Verträgen:

1. Verträge zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind,

Einschränkung ist aber im Zweifelsfall tatsächlich die eventuelle leichte Wiederverwertbarkeit des Artikels …


#24

gefährliches halbwissen


#25

vorsicht, Widerrufsrecht hat nichts mit Empfinden zu tun, es ist ein definiertes Gesetz


#26

wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Wo habe ich mich Deiner Ansicht nach über das Widerrufsrecht ausgelassen!


#27

Wir verkaufen hier fast nur personalisierte Artikel. Hin und wieder versucht ein Kunde diese zurück zu geben, was wir prinzipiell ablehnen. Ärger hat es deswegen noch nie gegeben, einfach ein freundlicher Hinweis, dass der oder die Artikel speziell für den Kunden angefertigt wurden und den Rücksendeantrag ablehnen.
Anders sieht es es, wenn ihr Prime durch Verkäufer macht, dann kann der Kunde auch personalisierte Artikel zurück geben.
2 Sachen gibt es zu bedenken:

  1. Euer Widerrufsrecht muss den Widerruf bei personalisierten Artikeln ausschließen
  2. Bei Mängel kann der Kunde Umtausch verlangen.

Einmal hatten wir den Fall, dass ein Kunde zuerst wegen Falschbestellung zurück geben wollte, dann nach unserer Antwort ist ihm ein Mangel aufgefallen. Wir ließen uns den Artikel zurück schicken und lehnten eine Rücknahme erneut ab. Alles sauber dokumentiert an Amazon - keine Probleme.


#28

das Thema ist hier ob und unter welchen Bedingungen Rücknahmen ausgeschlossen sind. nochmal - das ist für personalisierte/individuell ausgewählte/maßgeschneiderte/vom Verbraucher bestimmte/…zugeschnittene/ Artikel gesetzlich ( § 312g Widerrufsrecht Abs (2)) geregelt und nicht durch Empfindungen!!! Das Wort personalisiert kommt im Gesetz noch nicht mal vor.
Wenn z.B. unterschiedliche Größen individuell ausgewählt anschließend maßgeschneidert werden, dann gilt dieses Gesetz! Das gilt i.Ü. nicht nur für die Modeindustrie sondern für jede Art Ware.
Bitte auch Widerruf nicht Verwechseln mit Rückgabe wegen Mängeln .


#29

Die meisten Kunden erfinden doch mittlerweile einen Mangel. Die sind geschult und wissen, wie der Hase läuft. Falsch gekaufte Artikel werden nicht selten als “entspricht nicht der Beschreibung” oder “Artikel beschädigt” zurückgesendet.


#30

Bitte bis zum Ende lesen. Im letzten Satz habe ich den Bezug auf eine Maßanfertigung genommen.

Ich muss meine Aussage zum Grad der persönlichen Wünsche relativieren, da es mittlerweile mehrere “Sofa”-Urteile gibt, die das Widerrufsrecht bei einem hohen Individualisierungsgrad durch viele Kombinationsmöglichkeiten ausschließen. Wobei aktuell die niedrigste Schwelle bei 100 Kombinationsmöglichkeiten liegt. AZ. 115 C 10/14
Jedes Gericht kann die Grenze natürlich wo anders ziehen und es kommt auf den Einzelfall an.


#31

Du kannst selbst einen persönlich nach Deinen Spezifikationen hergestellten und mit Bauteilen versehenen PC zurückgeben… die einzelnen Komponenten kann man ja auch wieder verkaufen - wenn auch teilweise nur schwer.

Somit gilt meiner Meinung: Bei einem A-Z Antrag wird der Verkäufer in der Regel verlieren, vor Gericht sowieso.


#32

Bitte keine Äpfel mit Birnen vergleichen!

Ein PC ist einfacher wieder auseinander zu bauen und als Einzelteile wieder verkaufbar, als ein nach Kundenwunsch zugeschnittenes und z.B. mit verschiedenen zusätzlich ausgewählten Stoffen bzw. Bändern genähtes Textilstück.

Es geht hier vorallem um Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind,


#33

Ihr macht das schon…
Viel Erfolg!


#34

aber nicht wenn man Teile verlöten musste, und der Techniker Stunden braucht um das alles wieder auseinander zu bauen … mein “Empfinden”


#35

Gemäß § 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB ist das Widerrufsrecht unter anderem ausgeschlossen bei Verträgen über die Lieferung von Waren,
die nach Kundenspezifikation angefertigt werden.