Neue Anforderung: Angabe des Ursprungslands Ihrer Produkte


#21

Ja, wir werden mit höheren Preisen für den ganzen Plastikschrott leben müssen. Oder vielleicht brauchen wir ihn ja auch garnicht…? Das mit der Steinzeit ist natürlich grober Unfug!


#22

Ja, das befürchte ich auch. Denn wie erkläre ich dem indischen Amazon-Service-Beamten dass ich gar kein Stück Papier für meinen Herkunftsnachweis brauche?

Es ist beschreiben in der EU-Anordnung, dass ich ein Etikett mit Angaben bedrucke, meine Pflanzenschutznummer drauf, fertig.
Theoretisch müsste die Pflanzenschutzregistrierung auch bei allen photoshop-gefakten Angeboten aus China, Indien oder sonst wo in der Welt die hier bei Amazon oder der Bucht oder sonstigen Plattformen rumstehen auch mit drauf…und damit wäre diese Kategorien wirklich wieder deutlich übersichtlicher.

Aber…ich schätze Jeff will bestimmt auch noch ein zweites Mal fliegen, und wie wir jetzt alle wissen, sollen wir das für ja ihn bezahlen. Ehrlich, fände ich auch toll, Euch allen meine Rechnungen senden zu können und ihr zahlt fröhlich :sunglasses::sunglasses:
Ich verstehe da seine Begeisterung nur zu gut :slight_smile:

Also erwarten wir mal das Schlimmstmögliche in der Umsetzung für das eigentlich Selbstverständliche


#23

Ja, das befürchte ich auch. Denn wie erkläre ich dem indischen Amazon-Service-Beamten dass ich gar kein Stück Papier für meinen Herkunftsnachweis brauche?

Es ist beschreiben in der EU-Anordnung, dass ich ein Etikett mit Angaben bedrucke, meine Pflanzenschutznummer drauf, fertig.
Theoretisch müsste die Pflanzenschutzregistrierung auch bei allen Angeboten mit überdeutlicher Bildoptimierung von überall in der Welt die hier bei Amazon oder der Bucht oder sonstigen Plattformen rumstehen auch mit drauf…und damit wäre diese Kategorien wirklich wieder deutlich übersichtlicher.

Aber…ich schätze Jeff will bestimmt auch noch ein zweites Mal fliegen, und wie wir jetzt alle wissen, sollen wir das für ja ihn bezahlen. Ehrlich, fände ich auch toll, Euch allen meine Rechnungen senden zu können und ihr zahlt fröhlich :sunglasses::sunglasses:
Ich verstehe da seine Begeisterung nur zu gut :slight_smile:

Also erwarten wir mal das Schlimmstmögliche in der Umsetzung für das eigentlich Selbstverständliche


#24

Ich hab ein ganz anderes Problem… Ich hab gerade durch die Produkte (Bastelmaterial) gesehen und bei manchen kann ich das Herkunftsland eingeben aber bei allen Farben nicht. Auch nicht in den anderen Reitern und auch nicht bei den “Tipps” aus der Wahnsinns Mails. Hat das Problem noch jemand oder eine Idee? Danke! :hugs:


#25

Wein du den Artikel bearbeitest. Bei wichtige Informationen steht da Herkunftsland. Wie immer verwendet Amazon unterschiedliche Begrifflichkeiten. Das sollte das Feld sein.

Das Lustige dabei ist ja, dass die EU die Zollverträge abschließt und Zolltechnisch als ein Herkunftsland gilt. Oft ist Deutschland als Angabe also falsch. Manchmal ist aber auch Deutschland richtig, weil es alte Verträge sind. Aber EU als Auswahlmöglichkeit gibt es nicht.

Viel Spaß in Amazonien.


#26

Vielleicht steh ich gerade etwas auf dem Schlauch…aber warum genau kann es denn zu Problemen kommen wenn ich dort nun Deutschland für ein Produkt aus Deutschland eintrage und für ein Produkt welches aus China stammt China eintrage…verstehe gerade die Problematik nicht ganz genau. Oder gilt dies nur wenn ich FBA mache oder wenn ich nach UK verschicke…

Schönes Wochenende allen


#27

Probleme macht das tatsächlich nur bei Lieferungen in Drittländer. Die prominentesten sind sicherlich die Schweiz und Großbritannien. Das sind Zollfragen und das ist eine ganz eigene Welt.


#28

Das ist ja wie bei der Lindenstraße. Jede Amazon News müsste eigentlich mit dem Anfang Titelmusik begleitet werden. Ich hole schon mal :popcorn:

echt jetzt? Ich denk immer an den Sound bei der Duschszene in “Psycho” :scream:


#29

stimmt… aber aktuell befindet sich viel ( 130.000 Container oder so ) im Hafen von China… Shenzen oder wo auch immer… und die Ever Given ( 10-20k Volumen mit 3 Monate Liegezeit ) kann nicht allein das Problem sein… Okay Corona Ausbruch im Verladehafen seit Mai… nun ja beurteilen kann ich das nicht… klingt mir aber etwas zu dramatisch


#30

Die wahre Preisfrage ist doch, ob Amazon die Angabe auch auf dem Listing wiedergeben wird. Denn damit würden die sich selbst ins Bein schneiden. Und zwar gehörig.

Eine beträchtliche Zahl von Kunden kaufen bei Amazon, weil sie China kritisch gegenüberstehen, sonst könnten sie auch beim Onkel Ali(Express) deutlich günstiger einkaufen. Sicherlich haben Viele im Hinterkopf, dass ein Großteil der Artikel bei Amazon auch in der Volksrepublik hergestellt werden. Das blenden sie aber aus, so lange sie damit nicht prominent konfrontiert werden.

Amazon: Ihr könnt euch sicher sein, dass ihr, wenn ihr das Attribut öffentlich einsehbar zum Listing hinzufügt, dadurch Umsatzeinbußen haben werdet. Und die eure Öffentlichkeitswahrnehmung wird dadurch nicht besser. Vielleicht denkt ihr euch, ihr würdet damit Transparenz zeigen und gefeiert werden. Die Wahrheit wird aber sein, dass ihr auch noch einen fetten Backlash davon tragen würdet, weil sich dann darüber aufgeregt wird, wie viel „Chinaschrott“ doch auf Amazon zu finden sei.

Zieht ihr also eine öffentliche Anzeige des Herkunftslandes durch, dann verliert ihr an beiden Fronten. Ihr büßt Umsatz und öffentliches Ansehen ein. Es gäbe absolut keinen Vorteil dadurch.

Wenn ihr diese Angabe also erhebt, dann lasst sie den Kunden niemals sehen.


#31

Durchaus ein Gedanke, auf der anderen Seite…

… kommen wir über kurz oder lang, dank gesetzlicher Vorgaben, sowieso dahin, dass man zu einer Packung Kaugummis ein 100-seitiges Dossier mitliefern muss, Marktüberwachung hier, Produktsicherheit dort, Ursprung, Energieverbrauchsnachweis, Informationspflichten zu 1 Mio Themen, die keine Sau interessieren, nebst Herstellung/Produktion direkt vor Ort beim Kunden oder at least per Video-Aufzeichnung an der Kasse vor Kauf.

… im Online Handel…

… während der Laden um die Ecke fröhlich ohne diesen ganze Stress seine Sachen verkloppen kann.

… aber der Online Handel ist ja soooo böse…


#32

Ist natürlich richtig. Regulierung verursacht Overheadkosten und ist dementsprechend ein protektionistisches Mittel, zu dem die EU immer stärker greifen wird. Zölle kann man schließlich nicht unendlich erhöhen ohne Proteste von größeren (und politisch einflussreichen) Unternehmen, die ohnehin schon einen riesigen Verwaltungsapparat mit sich rumschleppen. Bei denen verursacht die Überregulierung deshalb proportional deutlich geringere Kosten, wodurch der Markt “aufgeräumt” wird. Irgendwann können also nur noch die Big Player im Ausland produzieren lassen. Ich stimme dir da vollkommen zu, auch was den Einzelhandel angeht. Ist ja im Kern die gleiche Nummer. Aber wir müssen das ja nicht einfach nur missbilligend hinnehmen. Wir können zumindest versuchen dagegenzuhalten.

Und deshalb zurück zum Thema:

Das Herkunftsland aufs Listing zu klatschen würde Amazon genauso schaden wie den Sellern, die importieren. In der Hoffnung, dass hier jemand mitliest, wiederhole ich das gerne nochmal:

Amazon würde Umsätze einbußen und das Markenansehen von Amazon würde stark sinken. Kunden würden es als ein zweites AliExpress (mit deutschen Warehouses) sehen.


#33

Produktverantwortung ist seit einigen tausend Jahren Teil des Rechts, also nix wirklich neues. Und ich bin durchaus daran interessiert, sichere Produkte zu benutzen.

Auch der Laden um die Ecke darf nur Waren anbieten, die marktkonform sind.

Ich sehe hier und da Unannehmlickeiten und teilweise auch Unverständnis bzw. Unwillen vor allem auf Seiten derjenigen Händler, denen es völlig egal ist, was das Produkt anrichtet - Hauptsache es kommt Kohle rein. Und ein Blick in die RAPEX-Liste bzw. deren Nachfolger gibt mir auch keinen Hinweis auf Überregulierung.

Das habe ich jetzt nicht verstanden. Klar, wenn ich einen Gemischtwarenladen mit x-tausend Artikeln habe, wird es schwierig. Ganz anders sieht es aus, wenn ich mich auf mein Produktportfolio konzentriere und da ist dann bei einer geschätzten Produktlebensdauer von 5 - 8 Jahren der Compliance-Kram eher eine Nebensächlichkeit.

Die Händler, die ziemlich schmerzbefreit irgendwo sehr billig eingekauft haben und sich wenig bis garnicht um Marktkonformität und Qualität der Ware gekümmert haben, werden in ihrem Handeln gebremst. Wie ich finde, nicht ganz zu unrecht.

Aber sehen wir doch mal die andere Seite der Medaille. Dieses Ursprungsangaben sind notwendig um den Handel mit Nicht-EU-Ländern geschmeidiger laufen zu lassen bzw. erst zu ermöglichen. Da wäre UK, aber auch Norwegen und die Schweiz - alles drei sehr kaufkraftstarke Länder. Dazu kommen noch die Nachbargebiete der EU.

Es geht also darum, künftig mehr Umsatz machen zu können - da bin ich gerne dabei.

Pffffft. Bei den Reklamationsgründen meiner Produkte habe ich nicht den Eindruck gewonnen, dass sowas gelesen wird. Zugegeben, das wäre nicht sonderlich verkaufsfördernd, aber der Einfluss dürfte nicht wirklich gross sein.


#34

Geht mir genauso

Ist mir bekannt, so wie Dir, dass es mir mit einem Beitrag natürlich nicht darum geht, unsichere Produkte verkaufen zu können. Du weißt genau worum es mir geht, ich habe es nur sehr plakativ beschrieben.

Die Bürokratie, deren Abbau seit Jahren von allen Politikern gefordert und vorhergesagt wird, wird aber immer schlimmer. Demnächst also nen Aktenordner voll Unterlagen zusammen mit dem Kaugummis.

Und dies dann bitte individuell für jedes einzelne EU Land, deren Online Binnenmarkt zuletzt durch Richtlinien/Vorgaben eher behindert denn erleichtert wurde. Händler sollten sich ja eigentlich freuen “müssen” EU-weit Ware anzubieten. Haben wir mal, nun ist es nur noch DE und AT.

Und wie transparent ist das? Wer überwacht das? Praktisch niemand.

Unsereins hingegen ist der “Wildheit” und der KI von Ama ausgesetzt, die sowas natürlich nicht händisch überprüfen kann, aber es mit grottenschlechter KI versucht, Kollateralschäden egal.


#35

Doch, gibt es auch bei Handmade. Ist bei “Weitere Angaben” , also letzer Reiter ganz rechts, und dann ganz unten, letzter Punkt: “Herkunftsland”. So ist es jedenfalls bei mir, Kann mir aber vorstellen dass das je nach Kategorie woanders bzw. vielleicht garnicht da ist…


#36

Ich glaube eher, Kunden die vermeintlich irgendwas “böses” boykottieren wollen eher nicht bei Amazon einkaufen. Wir produzieren in China und ich habe sehr früh die Herkunftsangabe ausgefüllt, steht bei den anderen “Daten” in der Tabelle unter dem Listing. Unsere Umsätze sind seitdem nachfragebedingt am explodieren (was natürlich nicht an der Herkunftsangabe liegt), also merke ich nichts von Einbußen (aber demnächst werde ich diese bemerken weil wir ausverkauft sein werden und Amazon ständig die Auffüllmengen runterschraubt).

Ich denke, wer einigermaßen weit denken kann, hat mittlerweile realisiert, dass China in vielerlei Hinsicht dem Westen fertigungstechnisch (und technisch sowieso) überlegen ist, und man so manches eben nur noch von dort bekommt, oder eben aus den neuen Niedriglohnländern Bangladesch, Pakistan und Indien. Die meisten Sportartikelhersteller sind ja mittlerweile dort, weil in China Lohnniveau und Nebenkosten allmählich nicht mehr billig sind. Gehe bei einem “China”-Leugner durchs Haus und finde in jedem Raum mindestens einen Artikel aus China. Wir machen das sehr gerne bei Freunden und haben immer Recht :slight_smile:

Fazit: hatte anfangs auch Bedenken, aber sehe keine Probleme in der Herkunftsangabe.


#37

Was ist das Herkunftsland?
Das, was im Label als Made in … steht (also das tatsächliche Fertigungsland) oder das Land aus dem Impressum/der Adresse der Firma, in deren Auftrag der Artikel hergestellt wurde und deren Website auch als Nachweis-Quelle dient (sprich der Markeninhaber)?

Also z.B. steht im Etikett der kanadischen Markenfirma auf der Rückseite made in China.

Oder das Tuch wird in Taiwan gefertigt, dann aber in der Markenfirma auf Hawaii/USA bedruckt.
Welches Land ist das Herkunftsland, Logo und Einkauf bestätigt nur die US Firma, im Tuch steht aber made in Taiwan.

Ist vermutlich auch bei vielen Modeartikeln so, dass die Zubehörteile aus verschiedenen Ländern geliefert werden, bevor ein Produkt entsteht, doch einige lassen eben auch im Auftrag komplett woanders fertigen.


#38

Das hat Amazon ausgesprochen eindeutig dokumentiert:

https://sellercentral-europe.amazon.com/gp/help/GASP7CFPVS9UCWKR

und auch mehrfach darauf hingewiesen, dass es hier um Export, Verzollung, Präferenzregeln, etc. geht.


#39

wo sie produziert oder hergestellt wurden


#40

Danke, habe mir den Link nochmal angeschaut.

Dann wäre das hier nicht Taiwan, auch wenn es im Waschetikett steht, denn der Druck ist die letzte Bearbeitung.

Dann wäre das hier nicht Kanada, sonder China, obwohl das Logo eine Kanadische Fa. ist, das den Artikel nur beauftragt und verkauft.