Mitbewerber sendet Drohungen und Ama reagiert nicht


#21

Wenn du mit diesen Problemen schon dermaßen lange kämpfst, wäre es da eventuell hilfreich einen Fachmann (Anwalt, Amazonexpertenfirma etc.) zu kontaktieren oder vielleicht sogar den Weg direkt zum Headquarter in Luxemburg oder eine Zweigstelle in Deutschland aufzusuchen? Hier ist ja alles dokumentierbar und ein Betrug eindeutig nachweisbar. Und mir geht es dabei gar nicht um die Verfolgung der Täter, eher um den Schutz deines Accounts.


#22

Leider unternimmt Amazon nichts gegen diese illegalen und wettbewerbsverzerrenden Tricks der Fernost-Wettbewerber (vllt kann Amazon auch nichts unternehmen…).

Einen meiner gut laufenden Artikel musste ich in 2020 aus dem Sortiment nehmen, da der komplette FBA-Lagerbestand sobald er auf Bestand gebucht wurde, dauerhaft von deutschen Fake-Accounts blockiert wurde.

Der Wettbewerber hat anfangs noch den gesamten Lagerbestand (bspl. 200 Stk.) bestellt und nicht gezahlt, irgendwann nach 5 Tagen kommt der automatische Storno von Amazon, 24-48 Stunden später ist der Artikel wieder bestellbar, jedoch nur ein paar Minuten bis der Wettbewerber seine Storno-Mail sah und erneut den gesamten FBA-Bestand für weitere Tage blockierte.

Nach diversen Kontaktaufnahmen mit VKS wurde das Problem irgendwann verstanden und man konnte nur noch einen Artikel pro Account bestellen. Der Wettbewerber, nicht dumm aber ohne Anstand, hat dann irgend einen Dienst gebucht oder ein Programm geschrieben, der/das die Artikel im 2-Minuten-Takt mit deutschen Accounts auf deutsche Namen bestellt. An die Adressen kam ich selbst natürlich nicht, da nicht bezahlt wurde, habe aber durch VKS stichprobenartig Bestellungen prüfen lassen, keine chinesischen Namen, Adressen in Deutschland.

So wurden von Ende Oktober bis Anfang Dezember 13.832 Bestellungen dieses Artikels wegen nicht durchgeführter Zahlung storniert. Am FBA-Lager waren in diesem Zeitraum nur um die 200 Artikel tatsächlich eingelagert. Amazon konnte nicht helfen, Ende vom Lied war der switch auf FBM und Abverkauf des Artikels, der (vermeintlich chinesische) Wettbewerber hat gewonnen. Es gab nur einen Wettbewerber auf dem Artikel und der kam aus China.

Wenn man also davon einmal betroffen ist sollte man den Einkauf des entsprechenden Artikels stückweise runterfahren, Amazon kann nicht helfen. Ein Anwalt meiner Meinung nach auch nicht, wen soll der angehen? Den Wettbewerber in Fernost? Amazon? Sehe da keine Erfolgsaussichten.


#23

Wier kommen die an soviele deutsche Accounts? Und warum kann man diese deutschen Accounts nicht sperren (lassen)?


#24

Ja, bei uns wird ab und zu alle 20 Sekunden ein Artikel bestellt und storniert, ist also ein Bot. 2019 kamen da fast zweihundertausend Bestellungen zusammen.


#25

Deine Artikel müßten dann ja aber regelmäßig auf Platz der Verkaufscharts gelistet sein. :wink: Als VK-Menge könnte man doch theoretisch eine Zahl im Millionenbereich eingeben. Lass sie dann doch kaufen und stornieren. Die, die dann kaufen, weil sie den tatsächlich haben wollen, haben ja immer noch die Chance dazu. Oder sehe ich da was falsch?


#26

Jepp. Ich gebe gerne 10000 als Bestand ein. Muss man nur peinlich genau prüfen wann wirklich Ebbe im Lager ist.
Ist alles nicht lustig, und Amazon will dagegen nichts unternehmen. Ganz im Gegenteil. Die Warnungen wegen Regelverstoß erhalte ich, nicht der Chinese.


#27

Theorie != Praxis…


#28

Davon war ich in der Corona Pandemie betroffen, so dass ich NICHTS mehr verkaufen konnte. Gummilitzen für die Maskenproduktion. Und das April 2020, wo Hochkonjunktur war…

Anzeige bei der Kripo hatte ebenso nichts gebracht. Der Angriff dauerte exakt 30 Tage!


#29

Siehst du falsch. Stornierte Bestellungen fließen nicht in das Ranking mit rein.


#30

Doch, tun sie, aber nur ganz, ganz minimal


#31

@Nudel
Sprich, du hast Einzelunternehmer als Geschäftsart ausgewählt, aber auf der Amazon Seite wird trotzdem Unternehmen in Privatbesitz angezeigt?

Yep, bei mir exakt auch so. Account von 2008. Scheint so Standard zu sein.


#32

Bekanntlich war meine Anmeldung ja sowieso total verkorkst… aber da ich noch existiere und mich gaaanz dunkel erinnere:

Ich meine, ich hätte als banaler Einzelunternehmer zuerst “Unternehmen in Privatbesitz” angegeben, was erstens zwar eine ungewöhnliche Bezeichnung für eine Rechtsformkategorie ist (halt Amazon…), zweitens aber durchaus zutreffend auch für mich wäre, denn schließlich bin ich ein Unternehmen, das nicht öffentlich ist (zB “AöR” o.ä.), Das hatte aber irgendwie nicht funktioniert (warum, daran erinnere ich mich nicht), so dass ich etwas anderes ausgewählt habe- es muss dann wohl “Einzelunternehmer” gewesen sein. Andererseits: wenn ich das direkt gesehen hätte, dann hätte ich es wohl auch direkt ausgewählt… naja, so in der Art war das :thinking:

Auch in anderen Kontexten trifft man (nicht nur hier) auf die Kategorie “privat”- und die sorgt immer für Verwirrung. Schließlich sind die meisten Unternehmen privat (zumindest noch). Andererseits wird “privat” auch verwendet für die Unterscheidung unternehmerisch / nicht unternehmerisch (z.B. die “Privateinlage” in das betriebliche Konto, etc.).

Das zusammen mit dem typischen Amazonchaos führt dann zu noch mehr Chaos :angry:


#33

@Seibold_C.G

Du hast mein und ich denke auch unser aller Mitgefühl.

200.000 Fake-Bestellungen sind wirklich unglaublich schlimm. Völlig unverständlich: Wieso knallt sich Amazon untätigerweise die Datenbank damit voll (Stornos bleiben ja als Eintrag erhalten) ?

War das nicht bei Dir Seibold_C.G, wo im Hauptartikelbild die steineschmeißende Comicfigur asiatischer Herkunft zu sehen war ? Sowas unseriöses - das färbt direkt auf Amazon ab. Bei mir als Käufer jedenfalls. Eine Plattform, die sowas nicht im Griff hat, sollte man meiden. Tue ich als Käufer auch.

Was ich nicht verstehe: Die Fakes kommen doch von EINEM Account, wenn ich das richtig verstanden habe. Amazon hat doch aber sicher eine automatische Sperre bei Accounts, die dauerhaft 80% oder mehr Stornos produzieren. Solche ‘Kunden’ sollte man als Plattformbetreiber doch schon im eigenen Interesse automatisch kalt stellen. Technisch geht das ganz sicher.


#34

Wenn ich solche Sachen hier lese, bekomme ich als Newby den blanken Horror. Ist der von dir geszeigte Weg für sowas erfolgversprechend? Die normalerweise zur Verfügung gestellten Amazonkanäle werden ja wohl kaum funktionieren, der VKS ist im Regelfall offenbar ein Dauerlacher (wenn man genug Humor hat). Bleiben also nur die größeren Geschütze. Ich könnte mir vorstellen, dass es da eine Reihe Kanzleien gibt, die blendend davon leben. Gibt es da Erfahrungswerte, ob das funktioniert? Denn Amazon muss da ja auch kooperativ sein- wenn die mauern und keine Einsicht gewähren, dann muss erstmal alles mühsam eingeklagt werden. Erste Maßnahme wäre dann wohl zunächst das Erreichen einer einstweiligen Verfügung, aber dann geht es weiter…:thinking:


#35

Hallo

Es gab mal einen Beitrag im Forum über ein Amt in China wo man betrügerische/illegale Aktivitäten im Ausland melden kann. China will wohl im Ausland gut dastehen. Davor haben die Chinesen wohl ziemlich Respekt bzw. versuchen solche Meldungen zu vermeiden. Finde den Beitrag leider auf die schnelle nicht. Evtl. mal dem Chinesen mitteilen wie man weiter vorgehen wird. Dazu müssten die Kontaktdaten des Chinesen natürlich bekannt sein.

Gruß


#36

Einen Versuch wäre es wert.


#37

Weil die einfach mit den Adressen ihrer deutschen Kunden unendlich neue Accounts eröffnen. Da hat niemand eine Chance gegen. IPs werden per VPN-Dienst verschleiert, Adressen bzw. Kunden sind existent, ergo auf was willst du bei Kontoeröffnung noch prüfen?
Und jeden Tag bekommen die frische existente Adressen frei Haus geliefert.


#38

Ich behaupte das die später stornierten Bestellungen von Neukunden kommen und so ein Nekundenaccount schnell eröffnet ist.
Erst wenns ums zahlen geht wird intensiver geprüft (welche Zahlart der Kunde zur Auswahl bekommt).

Wer zuvor schon storniert hat meiner Meiinung nach außer ner emailadresse keinen Aufwand.


#39

Ist schon lange her und ich habe mir leider kein Lesezeichen gesetzt. Der hilfreiche Hinweis kam damals von @alter_Mann oder @FU2, wenn ich mich recht erinnere.
Zumindest Letzterer ist hier noch aktiv und kann dem TE vielleicht weiterhelfen.

Echt übel, was da abgeht, ich drücke Dir die Daumen @Seibold_C.G


#40

Solange mein Account nicht wieder irrtümlich deaktiviert wird sehe ich das gelassen. Ich mach den Zirkus schon ne Weile und mein Umsatz steigt kontinuierlich, während meine Angreifer verschwinden. Es gibt halt sehr viele Chinesen :stuck_out_tongue_winking_eye: , kommen ständig neue nach.

Nur gehören solche Leute eben sofort aus Amazon entfernt. Drohung und Erpressung geht gar nicht. Würde Ama entschlossen handeln, dann würde sich das auch in China rumsprechen und das Treiben hätte schnell ein Ende. Die verhalten sich so, weil es Amazon erlaubt.

Eben neue Nachricht erhalten und zum 5. mal gemeldet.