Brief vom Anwalt, was würdet ihr tun?


#22

sprecht ihr aus erfahrung oder blanker angst? wieso wird heiße luft am ende richtig teuer?

bei mir hatten bis jetzt (haltlose) anwaltsforderungen und abmahnungen, welche im müll landeten keine weiteren nachspiele, bzw. kamen keine folgebriefe… toitoitoi. :slight_smile:

könnt ja jeder sich irgendwas ausdenken und dann einen anwalt schreiben (eintreiben) lassen.
daher, solange dieser nichts vor gericht erwirkt, sind es höfliche bitten um spenden
beinahe schon mafiös.
wie in diesem fall hier.

19,90€ kratzbaum nach knapp 6monaten(?) benutzung verschlissen mit bitte um neuen + anwaltkosten… (im ernst ein 19€ kratzbaum, was soll man da erwarten?)

aber egal, allein die (stündlichen) anwaltkosten übersteigen den warenwert um ein vielfaches.
umsonst wird der anwalt nicht arbeiten und wenn sich verkäufer auf diese art von erpressung einlassen, wird dieser unsinn gefördert und wird auch weiter wuchern.
(genauso wie diese abmahn.angst-panik-mache)


#23

Dein Straßenrechtsempfinden in allen Ehren, aber bevor Du hier in Rechtsfragen irgendwelche halbgaren Tipps gibst, solltest Du Dich erstmal selber informieren. Das ist ja schon nicht mehr fahrlässig, was Du von Dir gibst.

Jeder Mensch kann jederzeit einen Anwalt mit der Vertretung seiner Interessen beauftragen. Im ersten Augenblick muss der Auftraggeber die Kosten tragen. Ob diese Kosten dann auch im Rahmen des Schadenersatz von der gegnerischen Partei zu tragen sind, ist Gegenstand des Verfahrens und im Fall der Nichteinigung vom Richter zu entscheiden.

Zulassung für eine Klage hat welche Voraussetzungen? Einfach mal die Suchmaschine bemühen. In den Zulassungvoraussetzungen wirst Du keine AGB, egal von welcher Firma, finden. Wäre ja noch schöner, wenn irgendwelche (Dritt)Firmen sich über die Rechte von Vertragspartnern hinwegsetzen können.

Wie ein Richter dann im laufenden Verfahren entscheidet, liegt allein in seinem Ermessen. Er muss sich noch nicht mal unbedingt an geltende Rechtsprechung halten, sondern kann sogar neue Impulse setzen. Ob die dann die nächste Instanz standhalten, ist zweitrangig.

Zu dem Fall von SL wage ich noch nicht mal eine These, denn der Richter kann sehr verbraucherfreundlich sein oder aber die Forderung für überzogen halten.

Das ist keine Rechtsberatung, sondern meine freie Meinung :slight_smile:


#24

Woher nimmst Du diese Schlussfolgerungen? Ich entnehme dem Eingangspost, dass durch den Käufer ein Qualitätsmangel angeführt wurde und dieser durch den TE negiert wurde.
Ich habe eher den Eindruck, dass sich der Käufer hier ungerecht behandelt fühlte und sich deshalb einen Anwalt nahm (aber auch das ist selbstverständlich nur eine Annahme meinerseits, die sich aus dem weiteren Verhalten des TE ableitet).
> Es ist leider in Deutschland üblich, daß die armen Anwälte ohne Grund sich am Nichtwissen der betroffenen Bürger bereichern können und falsche überhöhte Ansprüche ausbringen Hier würde ich die Anwaltskammer einschalten, damit er vielleicht von dieser Seite belehrt werden kann. Es kann nicht schaden und ist als Meldung noch kostenlos, ein Schiedsverfahren vor der Anwaltskammer muß jedoch finanziert werden.
Ob der Käufer bereits eine Frist gesetzt hatte und somit Verzug vorliegt, der die Einschaltung eines Anwalts durchaus rechtfertigt, können wir alle nicht wissen.
Zu den Gebühren dieses Anwalts hatte ich mich schon geäußert.
> Die Berufsgruppe ist rundum abgesichert. Sowohl gegen Falschberatung als auch gegen Bereicherung. Sie muß natürlich nicht die Verhältnismässigkeit prüfen , jeder Auftrag wird
> angenommen. Das nennt man seriös.
… es gibt durchaus noch gute Anwälte.

Und nun bin ich raus.


#25

Ich nochmal.
Muss man jede Anwalt-Antwort ernst nehmen und hyperventilieren - Nein
Gibt amazon mit A-Z-Garantie dem Kunden einen weitreichenden Schutz, der den Gang zum Anwalt überflüssig macht - Ja (zumindest 5 mal)
Sind die Anwaltsgebühren, derer SL angesichtig ist überhöht? Aber so was von.
Aber
SL hat sich in die Situation reinmanövriert, indem er, während der Zeit wo der Mängelnichtvorlage-Beweispflicht bei ihm liegt, ein Ersuchen einfach abgelehnt hat. Das ist richtig doof, menschlich vielleicht nachvollziehbar, geschäftlich eine Todsünde, doof.
Ja und Kundin wird sich denken, dann gehe ich in die Mahnung, alle Asse liegen bei ihr. Doof, gemein, ist aber so.
Wenn ich mit 70 in ner 50er-Zone geblitzt werde kann ich zum Anwalt gehen, jeder kennt einen der einen kennt der schon mal gehört hat, wie der dann nix zahlen musste. Aber hier fragt einer um Rat, in einem Fall, der jetzt schon von 20 auf 280 EUR hochgesprungen ist. Und daher lautet mein Rat (und auch Grummel) - lass dich beraten, damit Du aus der Sache noch einigermaßen glimpflich davon kommst.
Ohne das Antwaltschreiben zu kennen, der hat sicher einen Termin gesetzt. Und wenn der verstrichen ist, wird die Forderung höher (zweites Schreiben und der Typ schreibt mit Goldlettern) und als nächstes kommt das Mahnverfahren. Wie die Richter reagieren?
Sauer! Ohnehin schon überlastet und dann versucht einer bei klarer Rechtslage das Problem einfach auszusitzen. Mehrarbeit. Unnötige Mehrarbeit.
Ganz schlechte Karten - alleine wegen der ursprünglichen Ablehnung.

Und zur Gerichtsrelevanz von A-Z statt Mahnung. BGB kennt kein A-Z, kennt nur das Mahnverfahren, darum tut sich die Politik ja auch so schwer mit Schiedsgerichten unter Kaufleuten, wie in TTIP vorgesehen, welche den Rechtsweg aushebeln sollen.

Mit einem Anwalt besteht für SL die Chance, die Kosten des anderen Anwalt zu drücken, mit ignorieren wird es teurer.
Meine Meinung, seine Entscheidung, sein Geld.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: S.Schaarschmidt am 22.10.2017 21:20 Noch nen Tippfehler korrigiert


#26

Also: Jeder Käufer kann sich Hilfe durch Amazon holen, muss es aber nicht. Insofern sind Deine Schlussfolgerungen wohl nicht korrekt.

Andernfalls ist ein Käufer auch gehalten keine weitere Kosten zu verursachen , ausserdem ist der Kratzbaum doch in seiner Eigenschaft nie beanstandet worden. Kratzbaum ist Kratzbaum und nicht durch Rudelbenutzung geeignet und vorgesehen. Die Käuferin will sich dieser Befragung wohl entziehen sonst wäre es doch sinnlos vielleicht bekanntem Anwalt zu Brot zu verhelfen.

Es ist leider in Deutschland üblich, daß die armen Anwälte ohne Grund sich am Nichtwissen der betroffenen Bürger bereichern können und falsche überhöhte Ansprüche ausbringen Hier würde ich die Anwaltskammer einschalten, damit er vielleicht von dieser Seite belehrt werden kann. Es kann nicht schaden und ist als Meldung noch kostenlos, ein Schiedsverfahren vor der Anwaltskammer muß jedoch finanziert werden.

Die Berufsgruppe ist rundum abgesichert. Sowohl gegen Falschberatung als auch gegen Bereicherung. Sie muß natürlich nicht die Verhältnismässigkeit prüfen , jeder Auftrag wird
angenommen. Das nennt man seriös.

Bearbeitet von: Anonymus am 22.10.2017 18:41


#27

+irgendwelche halbgaren Tipps gibst, solltest Du Dich erstmal selber informieren. Das ist ja schon nicht mehr fahrlässig, was Du von Dir gibst.+

was genau ist fahrlässig ?

+Zulassung für eine Klage hat welche Voraussetzungen? Einfach mal die Suchmaschine bemühen. In den Zulassungvoraussetzungen wirst Du keine AGB, egal von welcher Firma, finden. Wäre ja noch schöner, wenn irgendwelche (Dritt)Firmen sich über die Rechte von Vertragspartnern hinwegsetzen können.+

hab ich jetzt nicht verstanden. Die Schwelle zur Klage ist im Zivilrecht sehr niedrig: vom Greis zum Säugling (notfalls vertreten durchs Jugendamt oder Betreuung) bis zum Nichtdeutschen, alle dürfen klagen. Man braucht nur eine Klageschrift mit Sachverhalt, - und Beweismittel z. B. AGBs, mails, ladungsfähige Anschriften von Zeugen etc Wenn das plausibel (nur logisch, nicht zwingend richtig) ist gehts an die Beklagten zur Erwiderung, wenn nicht wird die Klage abgewiesen. Bei der Erwiderung gehts wieder um Beweise und Sachverhalte, Benennung von Zeugen etc.
Danach wird das Verfahren eröffnet. Bis zum AG kann das jeder machen. Selbst in der Erwiderung kann man noch auch einlenken, muss aber dann auch die gegnerischen Kosten mittragen. Berufung ist bei diesem Streitwert ausgeschlossen.

+Wie ein Richter dann im laufenden Verfahren entscheidet, liegt allein in seinem Ermessen. Er muss sich noch nicht mal unbedingt an geltende Rechtsprechung halten, sondern kann sogar neue Impulse setzen. Ob die dann die nächste Instanz standhalten, ist zweitrangig.+
Mumpitz. Er muss sich an das Gesetz halten, so nah wie möglich. Und entlastende Umstände gebührend würdigen.

+Zu dem Fall von SL wage ich noch nicht mal eine These, denn der Richter kann sehr verbraucherfreundlich sein oder aber die Forderung für überzogen halten.+

Ich schon : da sich eine Beweisaufnahme mit Gutachten etc wg Aufwand und Streitwert erübrigt wird vermutlich nach den Buchstaben des Vertrags entschieden: Ersatz nach Gewährleistungsversprechen. Es sei denn der Beklagte weist nach dass es sich um ein Geschäftsmodell handelt. Die aussergerichtliche Forderung des RAs und der Verzicht auf die AZ- Garantie könnten ( natürlich nur rein hypothetisch ) dafür erste Hinweise sein
Deshalb : Klagevermeidung durch Ersatzangebot ohne Anerkennung einer Rechtspflicht

Bearbeitet von: pomatia am 22.10.2017 22:42


#28

-Eben- A-Z funktioniert schon

eine Ordnungswidrikeit - Verstoss gegen ein Gesetz- liegt hier nicht vor, dass man besser einen Strafzettel gleich zahlt wenn das Foto stimmt ist klar.- Strafrecht eben.

Hier geht um ganz was anderes : Zivilrecht.
Die Käuferseite
verlangt einen Betrag , weit über den Ersatzbetrag hinaus. Sie hat keinen gerichtlich autorisierten Schuldtitel sondern nur eine bislang unbewiesene Behauptung.
Deshalb sind Mahnungen auch unbeachtlich, erst eine Klage erzeugt wichtige Fristen.

sl darf im Sinne einer einvernehmlichen Lösung vor einer Klage auch einlenken und ohne Schuldanerkenntnis Ersatz liefern oder mitteilen dass er einem A-Z Antrag zustimmt Warum sollte das nicht gehen ?
Damit entfällt der Grund zur Klage, der Anspruch des Klägers ist befriedigt
Dafür, dass der Käufer extra einen RA anheuert, um den -durchaus strittigen- Gegenwert von 20 Euro zu verlangen statt die A-Z Option zu nutzen- hat der Verkäufer nicht einzustehen.
Dem Richter ist vielleicht Schnurz wie das Garantie- Dings nun heisst, aber nicht seine Funktion.


#29

Vergiss den doch endlich … der spielt keine Rolle mehr!
> eine Ordnungswidrikeit - Verstoss gegen ein Gesetz- liegt hier nicht vor, dass man besser einen Strafzettel gleich zahlt wenn das Foto stimmt ist klar.- Strafrecht eben.
Ordnungswidrigkeit nicht, aber Verstoß gegen ein Gesetz liegt durchaus im Bereich des Möglichen und wird vom Käufer sicherlich zumindest behauptet werden.
> Hier geht um ganz was anderes : Zivilrecht.
> Die Käuferseite
> verlangt einen Betrag , weit über den Ersatzbetrag hinaus. Sie hat keinen gerichtlich autorisierten Schuldtitel sondern nur eine bislang unbewiesene Behauptung.
Du irrst, der Käufer forderte zunächst Ersatz oder einfache Erstattung. Diese Forderung wurde vom TE rundweg abgelehnt.
> Deshalb sind Mahnungen auch unbeachtlich, erst eine Klage erzeugt wichtige Fristen.
Du irrst, denn auch die Fristsetzung zur Abstellung eines Mangels ist eine wichtige Frist
> https://www.kanzlei-hollweck.de/ratgeber/klageverfahren-am-amtsgericht/
Da sind wir hier noch überhaupt nicht.
> sl darf im Sinne einer einvernehmlichen Lösung vor einer Klage auch einlenken und ohne Schuldanerkenntnis Ersatz liefern oder mitteilen dass er einem A-Z Antrag zustimmt Warum sollte das nicht gehen ?
Natürlich kann er, aber die Gegenseite dürfte das zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zufriedenstellen, weil sie dann wegen der entstandenen Rechtsberatung mehr Kosten als Erstattung hätte.
> Damit entfällt der Grund zur Klage, der Anspruch des Klägers ist befriedigt
Nein, so wäre es nur vor Ablehnung der ersten Forderung des Käufers gewesen.
> Dafür, dass der Käufer extra einen RA anheuert, um den -durchaus strittigen- Gegenwert von 20 Euro zu verlangen statt die A-Z Option zu nutzen- hat der Verkäufer nicht einzustehen.
Einspruch, Euer Ehren! ]:slight_smile:
> Dem Richter ist vielleicht Schnurz wie das Garantie- Dings nun heisst, aber nicht seine Funktion.
Ich fürchte, Du wärest völlig überrascht, was dem Richter tasächlich völlig schnurz wäre.

Dein Selbststudium des Deutschen Rechts in allen Ehren, aber nur weil man etwas mit Druck präsentiert und es wie ein Mantra immer wieder wiederholt, macht es das Geschriebene nicht besser.
Du spielst hier mit dem Geld (und im Zweifel auch mit der geschäftlichen Existenz) anderer Leute. Das ist fahrlässig und Du solltest das lassen.

@ all
Ja, es gibt linke Rechtsanwälte und nicht jeder Schreiben eines Anwalts hat tatsächlich vor Gericht Bestand, aber wer die Eingangsschilderung des TE aufmerksam liest, der sollte die Brisanz durchaus erkennen können.

Ansonsten gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied und für sein Tun verantwortlich.
Darum melde ich mich jetzt ab und tue etwas anderes. :wink:


#30

Dein mit Inbrunst vorgetragene “Rechtsberatung” ohne jegliche (Aus)bildung. Ich hoffe, Du übernimmst dann auch das Prozessrisiko für den TE.

Was Du hier vorträgst, mag Deinem persönlichen Rechtsempfinden entsprechen, hat aber sehr wenig mit den geltenden Rechtsvorschriften gemein.


#31

Hallo Stefffi

  • Alles was Du schreibst wäre richtig, wenn Kundin sich direkt mit Anwalt an TE gewandt hätte. Dann hätte er erstattet oder nicht, die Kundin wäre bei Erstattung auf ihren Rechtsanwaltskosten sitzen geblieben. Aber:

TE hat innerhalb von sechs Monaten die Erstattung abgelehnt, was ein Riesenfehler war, und daraufhin hat die Kundin einen Anwalt mit der Durchsetzung ihrer Rechte beauftragt. Und diese Kosten können dem Händler in Rechnung gestellt werden. Und wenn er nicht zahlt kann die Kundin das einklagen, in einem zweiten Verfahren.

Ob die Kundin so vorgeht? Keine Ahnung
Realität ist, dass sie so vorgehen kann.
Alles andere ist bereits beschrieben und wäre nur Wiederholung

Ach ja, die Asse sind Verbraucherschutzgesetz und noch ein paar andere Rechtsvorschriften. Ob Gier, Wut oder Erziehungswille der Motivator der Kundin sind, ist mir egal und nicht nachdenkenswert.
Gruß
Stefan


#32

Anwalt, ohne geht da nicht.

Frag mal bei Nimm2 nach, ob Du die Bonbons bekommst, weil abgelutscht. Wundern tut mich aber schon lange nichts mehr, man ist nur mehr irgendwie sprachlos von derartiger Blödheit und Dummheit.


#33

Sehr richtig.


#34

“alle Asse liegen bei ihr.”

Welche denn? Dummheit? Frotzelei? Gier? Zeitvertreib? Kompletter Realitätsverlust?


#35

Hallo alter Mann
Was jetzt belegen?
Dass die Erstattung abgelehnt wurde - hat der TE geschrieben
Dass die Kundin einen Anwalt beauftragt hat - hat der Te geschrieben
Das die Kosten dem Händler in Rechnung gestellt werden - Eigene Erfahrung
Mahnung wegen Nichtzahlung zahlt der Gemahnte auch die RA-Kosten.
Bei einem Warenbetrugsverfahren habe ich die Anwaltskosten übernommen, hätte sie vom Beklagten einklagen können, aber 150 EUR, und dann Österreich, und dann nach einem Jahr, egal.

Meine Einschätzung der Kundin ist eine andere. Hatte ich aber schon geschrieben
Über die überhöhte Anwaltsrechnung hatte ich schon was zu geschrieben. Auch da halte ich anwaltliche Beratung um überhöhte Kosten abzuwenden für sicherer.
Gruß
Stefan


#36

Es wundert mich immer wieder, mit welcher Inbrunst und Eifer hier versucht wird, einen von Katzen beschädigten Kratzbaum schön zu reden und dem TE schlechte Ware zu unterstellen und der Kundin lauteres Vorgehen, welches auch noch belohnt gehört.

Würdet Ihr mehr von dieser Zeit in den Verkauf investieren, dann hättet Ihr wohl mehr zu tun.

Wie gesagt, alter_mann, Nimm2 Bonbon lutschen und dann bei Storck reklamieren, wenn abgelutscht, Begründung: der Mangel war bei Kauf nicht ersichtlich , normalerweise hält so ein BonBon 2h. Wenn Dir spätestens bei diesem Beispiel nicht die Lächerlichkeit und Sinnlosigkeit Deiner Begründung für den achso-defekten Kratzbaum einfährt, na dann Gute Nacht! Da hilft auch keine seitenlange Rechtsberatung bei so einem lächerlichen Fall um das schön zu reden.


#37

Eine Quelle die, wie von Dir angegeben, bestätigt dass die Kundin unter Missachtung der Kostengeringhaltungspflicht ihre Anwaltskosten ersetzt bekommt.


#38

Dein Textverständnis scheint auch ziemlich abgelutscht zu sein.

Niemand hat schlechte Ware unterstellt.


#39

Sind wir hier bei +Wünsch Dir was+ ?

Wieso wird nicht zuerst einmal hinterfragt ob sich der Sachverhalt so zugetragen haben wie der TE glaubhaft machen will?
Ungekürzt mit allen Fakten, wozu auch die Aussagen auf der Artikeldetailseite gehören.

Grundsätzlich ist ein Kratzbaum ein Produkt dass einem Verschleiss unterliegt. Ähnlich eines Bremsbelags. Auf die Geschwindikeit des Verschleisses haben verschiedenste Faktoren Einfluss, von denen ein großer Teil in der Verantwortung des Käufers liegen. Aber eben nicht alle.

  • Besteht vielleicht tatsächlich ein Anspruch des Käufers aufgrund einer Täuschung über die Produkthaltbarkeit- und Qualität?
  • Wie wurde der Kratzbaum beschrieben? Mit langlebig, widerstandsfähig, unverwüstlich oder ähnliches?
  • Konnte der Kunde also, laut der Aussagen, damit rechnen ein hochqualitatives und langlebiges Produkt zu erwerben?
  • Aus welchem Material war der Kratzbaum? Oder, musste der Käufer, aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung, mit einer schnellen Abnutzung rechnen?

Es geht also um zugesicherte Eigenschaften.

Alles Dinge die der TE bisher sorgsam für sich behalten hat und ohne deren Kenntnis hier keiner auch nur einen Piep von sich geben sollte.

Nun kommt noch hinzu, dass der TE das Ding schon direkt im ersten Aanlauf in eine Ecke manöveriert hat, aus der man es kaum noch herausbekommt. Aber Schwamm drüber, ist passiert.

Aber dann wirds erst recht krude.

  1. Die ganzen genial vorgetragenen Rechtsberatungen sind nämlich alle für die Tonne. Hätte, müsste, könnte und sollte sind ja prima, aber reine Gesetzestexte sagen über Rechtslage und Verfahrensweise so gut wie nichts aus. Es sind lediglich die Rahmenbedingungen innerhalb deren sich das ganze, für den Laien, bewegen könnte.

  2. Anwaltshonorare bewegen sich in ziemlich genau gesetzten Grenzen. Diese kann sich keiner auswürfeln, sondern sie werden nach den sogenannten Gegenstandswerten ermittelt. Hierzu ist das Vergütungsverzeichnisses (VV) des RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) heranzuziehen.

Hier gibts übrigens einen Anwaltskostenrechner: https://www.anwalt-suchservice.de/kostenrechner/anwalt/berechnen.html

damit hat man zumindest schon mal die grobe Richtung und weiss wo es hingeht.

Demnach dürfte sich das Honorar des gegnerischen Anwalts zwischen 80-100€ bewegen. Sollte es mehr sein, so muss der Anwalt genau belegen was die besondere Schwierigkeit dieses Falles ist. In der Regel reicht eine Anfrage an die Anwaltskamer um einen abgedrehten Anwalt mit überhöhten Gebühren wieder auf den Teppich zu holen.

Weiter ist vorab zu klären ob überhaupt rechtlicher Beistand erforderlich war um die Ansprüche durchzusetzen. Das kann aber keiner von uns und bedarf der Klärung.
Meiner Meinung nach nicht, da der Käufer um unnötige Kosten zu vermeiden zuerst den A-Z Garantieweg hätte beschreiten müssen, aber das ist meine Privatmeinung.

Was also kann dem TE geraten werden?

  • Er sollte sich genau hinterfragen ob von seiner Seite keine Versprechnungen gemacht wurden die nicht haltbar sind

  • Wenn doch, komplett erstatten oder kostenfrei ersetzen - sofern noch möglich

  • Was die Anwaltsrechnung angeht, so würde ICH dem Herrn kurz und bündig mitteilen, dass die REchnung nicht akzeptiert wird da seine Mandantin ihrer Pflicht zur Kostenvermeidung nicht nachgekommen wäre, da sie nicht den ihr zustehenden A-Z Garantieantrag gestellt hätte. Und weiter, sollte er auf seiner Rechnung bestehen, würde ich diese der Anwaltskammer zur Prüfung vorlegen.

  • Ist der TE sich aber jetzt immer noch keines schuldhaften Verhaltens bewusst, sollte er eine anwaltliche Rechtsberatung suchen. Diese Erstberatungen sind jetzt, nach der Gesetzesänderung, bei vielen Anwälten kostenfrei.

Das ganze stellt natürlich keine Rechtsberatung dar, sondern beschreibt nur wie ich vorgehen würde.


#40

Das kannst Du sicher mit einer belastbaren Quelle belegen.


#41

Also diese Quelle wüsste ich auch gern - ich kann viel zum Anwalt rennen und irgendjemandem erst mal einen Schrieb samt Kostennote zukommen lassen, wer dann am Schluß was bezahlt, ist eine davon völlig unabhängige Sache.

Siehe auch die Abmahnereien - ist die Abmahnung unberechtigt, bleibt der Abmahner auf seinen Kosten komplett selbst sitzen.