Automatisierung der Genehmigung von Rücksendeanträgen für Bestellungen mit Versand durch Verkäufer


#63

Ich glaube es zwar nicht, aber könnte es auch wie folgt sein?

Wenn ein Kunde einen Rücksendeantrag stellt mit Grund “passt nicht” + “inkompatibel” + “wird nicht mehr benötigt” dann kann ich immer noch manuell prüfen ob der Rücksendeantrag berechtigt ist?

Wenn ein Kunde einen Rücksendeantrag stellt mit Grund “Defekt” + “Beschreibung Webseite stimmt nicht” + “falscher Artikel erhalten” dann genehmigt automatisch Amazon ?


#64

ich habe auch gerade die Mail von Amazon bekommen und mir die Richtlinien angeschaut. Ausgenommen von dieser Regelung sind Handmade und Custom-Produkte. Wenn das so stimmt und auch so bleibt, dürften wir davon ja nicht, bzw. noch nicht betroffen sein.


#65

Eher nicht. Es heißt:

“Amazon genehmigt automatisch alle richtlinienkonformen Rücksendeanträge, die unter die Rückgabebedingungen von Amazon fallen”

Das betrifft dann alle Rückgabegründe, sofern innerhalb der Rückgabefrist (noch).
Weiterhin sind einige Kategorien ausgeschlossen, das war es aber auch mit den Einschränkungen.


#66

Diese geplante Maßnahme ist nur ein kleiner Teil der vermeidbaren Retourenquoten-Pusher hier bei Amazon. Es ist zwar noch nicht soweit wie bei den Big Playern, bei denen man vor Glück schreien oder retournieren soll - die warten mit ihren 80% Retouren ohnehin nur auf die Insolvenz der Mitbewerber - aber Amazon ist auf bestem Wege dorthin. Das Finale, vor allem in den Kategorien Schuhe und Bekleidung, wären die jeder Sendung beiliegenden frankierten Retourenlabel - ab DEM Tag muß man sich um Kreditlinien, Investoren und um den Grad der Verbranntheit seiner eigenen Shop-Marke kümmern. Und beten, dass die Konkurrenz bald zumacht. Oder am Besten: Dem Bestellen ohne Sinn und Kaufabsicht und der für den Kunden dann auch noch kostenfreien Retourniererei per Gesetz der Riegel vorgeschoben wird - Gründe gibt´s genug.


#67

War ich schon immer für, das würde sehr sehr viel positiven Einfluss ausüben. Weniger Transport, weniger Schrott, weniger Kosten, bessere Preise für Kunden etc. etc…


#68

Dann beten wir mal… :pray:


#69

Wir legen bei unseren FBA-Aufträgen immer einen DIN-A5 Beileger bei, in dem wir den Kunden bitten uns bevor sie einen Rücksendeantrag stellen, telefonisch, oder per diesen Messenger dessen Namen man hier nicht nennen darf W A zu kontaktieren, falls etwas schieg gelaufen ist und schreiben, dass so meist schnell und besser eine zufriedenstellende Lösung für sie gefunden werden kann.
Das klappt eigentlich in mehr als 80% der Fälle. Der Kunde ist glücklich schnell eine Antwort zu bekommen (per namenloser Messenger meist sofort) und fühlt sich gut aufgehoben.
Ich denke wir werden diesen Beileger dann bei allen Amazon-Käufen beilegen.


#70

Ich kann nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr… Änderung Änderung Änderung.

“Spring über das Stöckchen” du Amazon-Verkäufer… ja spring, hols Stöckchen

Ist hier noch jemand der so seit ca. 1 Jahr nicht nur mit schlechter Laune morgens in seine eigene Firma kommt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes kotzt?
Ich habe bestimmt locker in einem Jahr morgens bestimmt schon insgesamt auf der Zeit 40 mal morgens gekotzt bevor ich überhaupt die Mails öffne.

Mal das morgendliche Ritual eines Burnout geplagten Onlinehändlers:

Jeden Morgen (Mo bis Fr), wirklich jeden Morgen mit schlechtester Laune und Panikzustände um 4.00 Uhr aufstehen.
Dann ins Auto in Richtung Firma. Umso näher ich der Firma komme, umso schlimmer wird es in meinem Magen. Sobald ich die Tür aufschließe bekomme ich kaum noch Luft.
Im Büro habe ich einen ständigen Kampf ob ich jetzt kotzen muss oder ob ich es heute ohne kotzen schaffe.
Dann Emails abfragen, in der Hoffnung das kein Newsletter von A dabei.
Sind keine “schlimmen” Emails dabei, dann geht es mir ca. nach 10 Minuten wieder gut und hält auch komplett den ganzen Tag an. Schlafen Nachts klappt komischerweise gut. Aber wehe ich werde schon 3 Uhr wach. Dann wars mit dem Schlaf.
Jeden Morgen.
Burnout
Ich weiß, selber Schuld wenn man sich von A abhängig macht. Und ich hätte schon längst aufgehört. Ich würde in keinster Weise an Armut leiden, wenn ich aufhören würde. Problem ist nur, das ich für ca. 100.000 K Ware noch auf Lager habe.
Die muss vorher noch abverkauft werden. Es wäre Schade um 100.0000 K die ich entsorgen müssste.
Deswegen habe ich vor 4 Monaten entschlossen in 1,5 Jahren auf zuhören.
In 1,5 Jahren würde ich den Warenbestand wohl abverkauft bekommen und bin dann endlich frei.
Was kam mir jetzt noch dazwischen für einen Abverkauf? Richtig. Auffüllbschränkung FBA !
Jetzt noch automatische Genehmigung für Retouren.

Änderung Änderung Änderung.

Also erst mal morgens weiterkotzen…

Liebes Universum, lass mich noch 1 Jahr durchhalten.

Irgendjemand hier der so ziemlich genau das gleiche wie ich erleidet?

Oder bin ich wirklich eine jämmerliche Wurst?

Wenigstens einer, damit ich mich nicht so alleine fühle…


#71

@Michael3

Das war aber mal ein sehr offener Seelenstriptease. Und ja, in Ansätzen geht es mir mit Amazon genauso.

Ich arbeite jeden Tag gegen die totale Abhängigkeit von Amazon, kann es aber aufgrund des Suchtverhaltens der Kunden nicht abwenden, selbst an der Amazonnadel zu hängen.

Michael3, Du bis NICHT allein. Wir sind nicht allein. Viele werden es hier nur nicht hinschreiben.


#72

Kann den ganzen Post nur unterschreiben.
Gut die Hälfte unserer Rücksendeanträge sind eben nicht mit “bitte zurücksenden und Ruhe geben” erledigt. Wir verwenden zwar in der Genehmigung grundsätzlich auch einen vorgefertigten Text, passen den aber dann von Fall zu Fall auf das Kundenanliegen an.

Ich finds immer schon blöd genug, dass man die Hinsendekosten erstatten muss. Jaja, Widerruf, alle erbrachten Leistungen zurückerstatten blabla, aber hallo mal, die Leistung “Versand” wurde einfach konsumiert, sobald das Packerl unterwegs ist, das widerrufen zu können ist doch dämlich. Aber gut, darum gehts hier ja nicht.


#73

… ich glaube Du wirst Dich besser fühlen, wenn Du Dir sagst: “Wenn amazon mich rausschmeißt, dann ist es eben vorbei, wenn nicht, dann mach ich noch das eine Jahr”. Den restlichen Warenbestand kannst Du auch über ebay - zur Not zum Einkaufspreis - abverkaufen. Mal Dir die Zeit danach aus, wenn Du “frei” bist und Deine Träume/sonstigen Ziele verwirklichen kannst.

Schlaflose Nächte hatte ich wegen amazon oder wegen dem Verhalten einiger Kunden auch ab und zu mal. Aber wenn es jeden Tag wäre, würde ich sofort aufhören. Aber zugegeben: Früher war der amazon markeplace angenehmer: Man konnte ziemlich frei entscheiden, solange es keine Beschwerden von Kunden gab, die Anzahl an Konkurrenten war überschaubar, üble Konkurrenzspielchen gab es eigentlich gar nicht. Gab es doch mal Probleme, konnte der Verkäuferservice damals deutlich besser helfen.


#74

Du bist definitiv nicht allein!

Ganz so schlimm empfinde ich es nicht, aber in Ansätzen und ich kann das absolut nachvollziehen. Schlimmer als die mittlerweile fast täglichen “tu dies, mach das” ist aber die absolute Willkür, der man hier ausgesetzt ist. Man kann alles richtig machen und dennoch weiß man genau, ein Kunde oder ein böswilliger Wettbewerber und der Ofen ist vielleicht schon aus. Da kann man über 10 Jahre einen herausragenden Job gemacht haben, Recht haben, Fakten benennen, spielt alles keine Rolle. Sich gegen die Willkür von Amazon zu wehren, ist fast immer aussichtslos, da intransparent bis der Arzt kommt, der ultra schlechten KI oder Volldeppen ausgesetzt. Das verursacht bei mir mindestens an 1-2 Tagen in der Woche ähnliche Gefühle.


#75

Ich würde Euch allen ja gerne eine Zukunfsalternative mal vorstellen, aber das darf ich hier leider nicht. Eventuell findet Ihr ja über mein Impressum einen Weg, mich zu kontaktieren, wenn Ihr Interesse habt :slight_smile:

Ich arbeite schon länger an etwas Spannendem :slight_smile:
Gruß Dirk


#76

Und wieder wird der gemeine Amazon-Marketplacehändler für dumm gehalten, dumm verkauft und kurzerhand zum unmündigen Untertan des Unternehmens erklärt, das den Wettbewerb zu seinem Monopol gemacht hat. ES KOTZT UNS AN, AMAZON !!!


#77

Man hat es selbst in der Hand.

Ich meine, Hand aufs Herz: Der wievielte Thread in dieser Form ist das denn jetzt in den letzten Jahren? Das kann man doch fast nicht mehr zählen.
Und dennoch machen wir es alle mit. Weil es noch (!) rentabel ist.
So ehrlich muss man zu sich selbst sein. Diesem Verein hätte man im Prinzip schon vor Jahren den Rücken kehren müssen als Händler. Geschlossen und ausnahmslos.
Von der Politik ist ja parteiübergreifend keine Hilfe zu erwarten.
Wir tragen diesen Mist mit. Und irgendwann wirds einen jeden von uns hier erwischen.
Sich darauf vorzubereiten und einen Plan B haben war noch nie so wichtig wie heute!


#78

Richtig, aber es werden sowieso bald - über Kurz oder lang, die Gebühren auch noch angehoben - wenn die Konzerne dann die Mindeststeuer die erst vor Wochen von 15% beschlossen wurde, dann auch noch zahlen müssen - da werden sie wohl nun nicht mehr drum herum kommen, wird sich Amazon dann diese Abgabe bei den Verkäufern wieder holen :slight_smile:


#79

amazon schafft das schon: https://www.handelsblatt.com/politik/international/janet-yellen-us-finanzministerin-vielleicht-muss-amazon-keine-mindeststeuer-zahlen/27426576.html


#80

Richtig, und wenn Du dann Deine Preise entsprechend anpasst, bekommst Du es mit Amazon als Preispolizei zu tun. Wird der nächste Witz… nur noch gruselig


#81

Ach nö - da wird dann von Staatswegen mit Amazon zusammen getrickst oder wie ?


#82

Was willste da noch einpreisen ? - Ich lach mich abends immer halb tot, wenn die Amazon Werbung mit “Ach, das ist aber ein günstiger Preis, etc. pp.” im Fernsehen läuft… Schon jetzt sind auf Amazon die meisten Händler 35-40% teurer im Angebot als auf allen anderen Plattformen, vorwiegend wegen dem horrenden geistigen Dünnschiss, den Amazon sich immer wieder aufs Neue einfallen lässt und der Tatsache, dass schon heute beinahe 40% des Kaufpreises direkt an diese … Ach ich verkneif mir das treffende Schimpfwort lieber und bemühe mich, unsere Listings bei den Mitberwerberplattformen weiter zu optimieren. Amazon hat bei uns mittelfristig keinen Platz mehr im Verkaufsplattform-Portfolio.